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Biallos Ratgeber: So gelingt der Immobilienverkauf

Biallos Ratgeber : So gelingt der Immobilienverkauf

Wer sein Eigenheim verkaufen möchte, sollte das gut planen. Es fallen viele Aufgaben und ein hoher Zeitaufwand an.

Die Entscheidung, die eigene Immobilie zu verkaufen, will wohlüberlegt sein. Das Vorhaben ist aufwendig. Doch ist der Verkaufserlös erst auf dem Konto des Verkäufers eingegangen, hat sich die Mühe ausgezahlt – bis dahin können jedoch mehrere Monate vergehen.

Mit oder ohne Makler? Als Erstes steht eine Grundüberlegung an: Soll die Immobilie selbstvermarktet oder lieber mit professioneller Unterstützung verkauft werden? Für einen Immobilienmakler sprechen die Marktkenntnis mit richtiger Einschätzung des Gebäudes, verschiedene Kommunikationskanäle, die eingesetzt werden können, und Erfahrung, wie die Immobilie optimal präsentiert wird. Dagegen sprechen die Kosten für den Makler, die der Käufer oder hälftig Käufer und Verkäufer tragen.

Wer seine Immobilie selbst vermarkten möchte, sollte daran Spaß haben. „Denken Sie auch daran, dass Sie genügend Zeit für Besichtigungen und Rückfragen einplanen“, sagt Stefan Adam, Immobilienspezialist von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Ein ausführlicher Rundgang dauert schnell ein oder zwei Stunden.“ Dazu kommt, dass mit potenziellen Käufern häufig intensiv verhandelt werden muss.

Verkaufsziele: Im zweiten Schritt geht es darum, Verkaufsziele zu bestimmen: Welcher Kaufpreis soll erzielt werden und bis wann soll ein Verkauf erfolgen? Ist das Objekt nur für Eigennutzer interessant oder kommen auch Kapitalanleger infrage? Weiter geht es mit der Verkaufspreisbestimmung. Es zählt Lage, Lage, Ausstattung. Die Lage bestimmt letztendlich den Preis, die Ausstattung kann in gutem und neuem Zustand für den Bonus sorgen.

Der Kaufpreis: Ein zu hoher Preis ist schlecht, weil zu wenige Interessenten sich melden werden. Bei einem zu niedrigen Preis denken viele Interessenten, dass das Objekt gravierende Mängel hat. So kann es gut sein, für ein paar Hundert Euro ein Gutachten zu beauftragen oder sich an einen erfahrenen Immobilienmakler zu wenden.

Zusammenstellen der Unterlagen zum Gebäude: Zu den wichtigen Unterlagen zählen der Grundbuchauszug, Energieausweis, Wohnflächenberechnung und der Beleg über die Gebäudeversicherung. Bei Eigentümergemeinschaften zudem die Teilungserklärung. Für das Exposé sind freundliche und helle Bilder der Immobilie von innen und außen nötig. Manchmal ist vor den Fotos auch Home Staging zu empfehlen, also die gezielte Gestaltung für den Verkauf. So rät die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign dazu, alles Unnütze aus den Wohnräumen zu schaffen, dadurch wirken die Räume größer und sympathischer. Eine ausführliche Erläuterung der Immobilie und der Lage vervollständigen die Werbeunterlagen.

Verhandeln und Verkaufen: Melden sich Kaufinteressenten, sind Besichtigungstermine abzusprechen und durchzuführen. Kristallisieren sich mehrere Kaufkandidaten heraus, so geht es um die Kaufpreisverhandlungen. Hat man Glück, bieten sich Interessierte gegenseitig hoch. Makler übernehmen meist auch die Bonitätsprüfung, damit die Finanzierung gesichert ist. Ist alles in Ordnung, muss der Kauf durch einen Notar besiegelt werden. Nach weiteren vier bis sechs Wochen ist mit der Kaufpreiszahlung und der Übergabe des Objektes der letzte Akt des Verkaufs vollzogen.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers.