1. Leben
  2. Bauen und Wohnen

Kiel: Röhrenkollektoren brauchen weniger Platz

Kiel : Röhrenkollektoren brauchen weniger Platz

Es gibt nicht einfach nur Solarkollektoren: Die Branche unterscheidet zwischen Flach- und Röhrenkollektoren, für den Hausbesitzer bedeutet das vor allem einen Flächen- und Kostenunterschied. So braucht man bei Thermieanlagen für Warmwasser pro Person 1,2 bis 1,5 Quadratmeter Flachkollektoren, bei Röhrenkollektoren sind es 0,8 bis 1,0 Quadratmeter.

Unterstützt die Anlage das Erwärmen der Heizung sollte man bei Flachkollektoren 0,8 bis 1,1 Quadratmeter pro 10 Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Von den Röhrenkollektoren braucht man 0,5 bis 0,8 Quadratmeter pro 10 Quadratmeter Wohnfläche, erklärt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Auf Deutschlands Häusern finden sich fast ausschließlich Flachkollektoren. Sie wandeln Sonnenstrahlung in Wärme um, indem ein Absorber unter einer Glasplatte die Wärme aufnimmt. Ihr Nachteil: Sie haben höhere Wärmeverluste.

Röhrenkollektoren funktionieren nach dem Prinzip der Thermoskanne, sie speichern Wärme in Vakuumröhren. Das reduziert die Wärmeverluste in Röhrenkollektoren im Vergleich zu Flachkollektoren. Daher braucht diese Bauweise weniger Platz, um die gleiche Leistung zu erzielen. Aber sie ist teurer.

Die Verbraucherzentrale geht von Kosten für einen Vier-Personen-Haushalt von rund 4000 bis 5000 Euro für Flachkollektoren und 5000 bis 6000 Euro für Röhrenkollektoren zur Warmwasserbereitung aus.

(dpa)