Panikraum, Tresor und Alarmsysteme? Was lohnt sich?

Zuverlässige Haussicherheit : Panikraum, Tresor und Alarmsysteme? Was lohnt sich?

Heutzutage nimmt das Thema „Haussicherheit“ beim Neubau oder einer Renovierung einen zentralen Stellenwert ein. Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn Einbruchsdiebstähle gehören in Deutschland nach wie vor auf die Liste der häufigsten Straftaten.

Auch angesichts der Tatsache, dass sich die Vorfälle im Laufe dieses Jahres reduziert haben, besteht keine Garantie, dass sich diese Tendenz zukünftig hält. Aus diesem Grund zählt eine zuverlässige Haussicherheit für Verbraucher zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen eines neuen Heims. Aktuell ist die Auswahl an Systemen und Technologien sehr umfangreich. Von hochwertigen Panikräumen über Wertschutzschränke bis hin zu Alarmsystemen und SmartHome-Technologie haben Hausbesitzer individuelle Möglichkeiten zur Verfügung, um Haus oder Wohnung effektiv abzusichern. Welche Technik und welches Equipment sich lohnen und warum, das erklärt der folgende Artikel.

Tipp für den Hausbau: Einbruchschutz im Voraus einplanen

Wer im kommenden Jahr ein Haus bauen oder kaufen will, hält angesichts steigender Preise Ausschau nach passenden Förderungen. Letzteres gibt es auch speziell für den Einbruchschutz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Um eine Förderung zu erhalten, ist es nötig, einen Antrag zu stellen und bereits zu diesem Zeitpunkt zu wissen, in welcher Form die Sicherheitstechnik umgesetzt werden soll. Im besten Fall ist ebenso die finanzielle Höhe bekannt, da die KfW diese Förderungen im Wert von 50 bis maximal 1.600 Euro vergibt. In dem Zusammenhang sind Entwürfe des Hauses sehr nützlich, die vor Vertragsunterschrift jedoch unbedingt eingehend geprüft werden sollte. Der Grund dafür ist, dass Änderungen nach der Unterschrift nur sehr schwer und verbunden mit zusätzlichen Kosten machbar sind. Verbraucher, die sich zu spät für den Einbruchschutz entscheiden, zahlen häufig drauf. Daher ist es wichtig, die gewünschte Haussicherheitstechnik früh im Voraus einzuplanen.

Tresor, Wertschutzschrank oder Safe: Robuste Sicherheit für Dokumente und Wertsachen

Um persönliche Erbstücke, wichtige Verträge sowie Unterlagen oder kostspielige Wertgegenstände sicher und geschützt vor fremden Zugriffen zu verwahren, empfehlen sich beispielsweise Tresore vom Fachmann von zuverlässigen Unternehmen.

Es gibt Modelle, die bis zu 120 Minuten Feuerfestigkeit versprechen und den Tresorinhalt vor den Flammen bewahren.

Tresore, Wertschutzschränke und Safes gibt es in vielen verschiedenen Größen und Ausführungen. Wer den zuverlässigen Bodyguard beispielsweise in den Wohnraum integrieren will, hat gleich drei Möglichkeiten, dies zu tun. Sehr beliebt sind Möbeltresore, die einfach ganz diskret ins Wohnraum-Ambiente einzugliedern sind. Ob als Schrank oder als Zusatz unter dem Schreibtisch - hier stehen Verbrauchern verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Zwei weitere Varianten sind Wand- oder Bodentresore. Diese Modelle sind relativ schwierig im Nachhinein in Haus oder Wohnung zu integrieren, weshalb sie bereits beim Hausbau in die Planung einfließen sollten. Beide Tresore sind direkt im Boden oder in der Wand eingelassen, weswegen sie sich auch optimal für alle Verbraucher anbieten, die platzsparend und dennoch mit der richtigen Sicherheitstechnik im Haus bauen möchten.

Panikraum: Abschließbare Zuflucht für die persönliche Sicherheit

"Panikraum" ist wahrscheinlich dem einen oder anderen ein bekannter und geläufiger Begriff, zumal es sogar einen ganzen Kinofilm mit diesem Namen ("Panic Room") vor einigen Jahren gab. Allerdings ist dieses Konstrukt nicht nur eine Erfindung Hollywoods, sondern Realität. Ein Panikraum ist eine Art "Schutzvorrichtung" im eigenen Zuhause. Es handelt sich um einen sehr gut gesicherten Raum, der beispielsweise im Falle eines gewaltsamen Eindringens als persönlicher "Tresor" für die Hausbewohner dient. Im Regelfall befindet sich in dieser Zuflucht eine Kommunikationsmöglichkeit, um beispielsweise eine Behörde zu kontaktieren, damit die Einbrecher aufgehalten werden. Zudem ist der Panikraum nur von innen abschließbar. Empfehlenswert sind solche Sicherheitsräume für Unternehmen als auch für den privaten Gebrauch, sofern Hausbewohner ein hohes Schutzbedürfnis haben.

SmartHome: Moderne Technologien zum Schutz vor Einbrechern

Aktuell ist das Thema "SmartHome" in vielen Bereichen des Wohnens in aller Munde. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die moderne Technologie auch zu einem besseren Einbruchschutz beiträgt. Sie ergänzt eine gute mechanische Sicherung, um es den Kriminellen so schwer wie möglich zu machen, ins Innere des Eigenheims zu gelangen. SmartHome ist beispielsweise hervorragend geeignet, um verschiedene Systeme miteinander zu koppeln. Dadurch erhellt sich bei Außerkraftsetzung mechanischer Vorrichtungen an Fenstern oder Türen sofort der gesamte Außenbereich. Die Täter stehen somit im auffälligen Spotlight. Gleichermaßen intelligent ist das Einsetzen von Alarmsystemen mit lauten Geräuschen, sodass der Einbrecher nicht nur erschreckt, sondern auch in die Flucht geschlagen wird. Gekoppelte Überwachsungskameras sind jederzeit über die SmartHome-Technologie steuerbar. Das bedeutet, dass Verbraucher unterwegs über Smartphone oder Tablet nach dem Rechten zu Hause sehen können.

Zudem ist es nicht unüblich, dass Hausbesitzer mit einer Überwachsungskamera zum Fahndungserfolg der Einbrecher beitragen. Wenn beispielsweise das Material der Polizei nicht ausreicht, nehmen die Beamten gerne Standbilder einer Kamera hinzu. Dadurch ist es möglich, eine Öffentlichkeitsfahndung einzuleiten, die wiederum gute Erfolge dank hochauflösender Bilder der heutigen Kameras verspricht. Die Einrichtung von SmartHome-Systemen ist daher im Zuge des Einbruchschutzes eine hilfreiche Ergänzung für Verbraucher.

Sicherheitsausrüstung: Geschützt im Innen- und Außenbereich

Interessant ist, dass viele Einbrecher bereits die "Lust" verlieren, wenn das Haus zu gut gesichert ist. Im Regelfall benötigen Kriminelle nämlich lediglich um die zehn Sekunden, um einzubrechen. Häufig bieten ungesicherte Türen, Fenster und Nebeneingänge die besten Chancen für einen Einbruchsdiebstahl. Aus diesem Grund sind Verbraucher mit der richtigen Sicherheitstechnik im Innen- und Außenbereich einem gut geschützten und für Einbrecher damit unattraktiven Wohnhaus schon sehr viel näher. Folgende Vorrichtungen im Innen- und Außenbereich sind wirklich sinnvoll für eine zuverlässige Haussicherheit:

· Überwachsungskameras sind, wie kurz erwähnt, optimal geeignet, um optische Beweise für einen Einbruch zu haben. Vor der Installation einer Videokamera ist es ratsam, sich über rechtliche Bestimmungen zu informieren, weil diese Technik die Rechte Dritter angreift.

· Bewegungsmelder unterstützen Hausbewohner dabei, das eigene Grundstück vor fremden Zugriffen zu sichern. Einbrecher nutzen die Anonymität der Dunkelheit, weshalb erhellende Lichter die Täter generell abschrecken. Bewegungsmelder machen überall dort Sinn, wo es dunkel und abgelegen ist.

· Fenster mit geprüfter Einbruchhemmung nach DIN EN 1627 bieten weniger Angriffsflächen und sorgen dafür, dass sich hier kein Weg ins Innere bietet.

· Zeitschaltuhren suggerieren, dass die Besitzer im Haus sind. Das ist eine gute Möglichkeit, um Einbrecher nicht darüber zu informieren, wann länger niemand vor Ort ist.

· Türen und Tore sollten ebenfalls nach der DIN EN 1627 angefertigt sein. Dadurch haben Hausbewohner einen hohen Einbruchschutz. Spezifische Schlosssysteme, eine hohe Widerstandsklasse sowie ein praktischer Türspion sind ebenfalls empfehlenswerte Extras für sichere Türen und Tore.

· Alarmanlagen verhindern den Einbruch nicht, sondern melden ihn. Dadurch ist allerdings das Risiko, von der Polizei entdeckt zu werden, sehr hoch. Kriminelle, die solche Vorrichtungen am Haus erkennen, suchen daher schon vorher das Weite.

Tipp: Das eigene Grundstück mit einem Zaun oder einem Sichtschutz abzuschirmen, ist äußerst sinnvoll, um dem Einbrecher keinen Überblick über das Areal zu verschaffen.

(vo)
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