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Berlin: Narren müssen an Karneval Rücksicht auf Nachbarn nehmen

Berlin : Narren müssen an Karneval Rücksicht auf Nachbarn nehmen

An Karneval wird viel gefeiert. Das heißt auch: Es kann sehr laut werden. Das gilt nicht nur für die Umzüge auf Straßen oder Feste in Kneipen, auch in Mietshäusern wird lautstark Musik gehört, gesungen und getanzt. Doch Nachbarn müssen den Lärm nicht grenzenlos hinnehmen.

„Es gibt kein Gewohnheitsrecht, wonach Mieter während der tollen Tage oder einmal im Monat oder dreimal im Jahr lautstark feiern dürfen”, stellt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund klar. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf hervor (Az.: 5 Ss (OWi) 475/89). Das heißt grundsätzlich: „Spätestens ab 22.00 Uhr muss die Musik leiser gestellt werden, und dann ist auch Schluss mit wilden Tanzeinlagen in der Wohnung.”

In den Karnevalshochburgen können Mieter in der Praxis aber nicht unbedingt erwarten, dass am Rosenmontag ab 22.00 Uhr überall Ruhe eintritt. „Aber übermäßige Störungen der Nachtruhe sind nie gerechtfertigt”, erklärt Ropertz. Die Feier sollte sich im Rahmen halten. „Am besten man informiert vorher die Nachbar, erklärt, dass es etwas lauter werden könnte, oder lädt sie sogar ein”, empfiehlt der Experte. Bei der Feier sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben, um übermäßige Lärmbelästigung zu vermeiden.

(dpa)