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Biallos Ratgeber: Mit einer klugen Planung Kosten senken

Biallos Ratgeber : Mit einer klugen Planung Kosten senken

Wer einen Garten anlegen oder umgestalten möchte, kann mit einem rechtzeitigen Einkauf viel Geld sparen. Zunächst muss aber geklärt werden, welche Wünsche das private Grün erfüllen soll.

Ein eigener Garten ist ein Stück Lebensqualität. Das hat sich in diesem Jahr besonders während des Lockdowns in der Corona-Krise gezeigt. Seine Gestaltung sollte deshalb mit der gleichen Sorgfalt wie Haus oder Wohnung geplant werden. Egal ob Neuanlage oder Veränderung: Zunächst muss geklärt werden, welche Wünsche das private Grün erfüllen soll. Die Möglichkeiten sind vielfältig und mit den Ansprüchen steigen natürlich auch die Kosten.

Budget festlegen: Beim Neubau eines Hauses darf man bei der Berechnung des nötigen Kredits die Außenanlagen nicht vergessen. Sie gehören zu den Baunebenkosten und belaufen sich nach den Erfahrungen von Gartenplanern bei der Ausführung durch Fachfirmen auf zwölf bis 18 Prozent der Bausumme oder 40 bis 100 Euro je Quadratmeter Außenfläche. Darin enthalten sind alle befestigten Flächen wie Hauseingang, Zufahrt und Terrasse, die Einfriedung des Grundstücks mit Zaun oder Hecke sowie die Bepflanzung mit Bäumen, Sträuchern, Stauden und Rasen. Ist das zur Verfügung stehende Budget nicht so hoch, gibt es einige Stellschrauben, um die Kosten zu senken.

Rechtzeitig planen: Nicht nur für die Kredit­aufnahme ist die rechtzeitige Gartenplanung wichtig. Es können dadurch auch Kosten gespart beziehungsweise unnötige vermieden werden. Das trifft vor allem auf größere Erdbewegungen zu – etwa für Beleuchtung, Bewässerung oder die Anlage eines Teichs. Denn während der Bagger, der nach der Fertigstellung des Hauses den Humus verteilt, Gräben für elektrische Kabel oder das Loch für einen Teich schnell nebenbei aushebt, kann das später zu kostenintensiver Handarbeit ausarten.

Sparpotenzial bei der Bepflanzung: Bei der Bepflanzung des Gartens lässt sich jede Menge Geld durch gutes Timing sparen. Denn vom Spätherbst bis zum Frühjahr gibt es Rosen, Sträucher und Heckenpflanzen als sogenannte Wurzelware, das heißt, die Pflanzen werden ohne Erde und Topf verkauft und sind so bis zu viermal günstiger als Containerware. So kostet etwa eine Ligusterpflanze bei der Baumschule Horstmann wurzelnackt 1,77 Euro, als sogenannte Topf- oder Containerware 9,52 Euro. Bedenkt man, dass man für eine dichte Hecke vier Pflanzen pro Meter benötigt, lassen sich hier je nach Bedarf einige Hundert Euro sparen.

Eigenleistung: Viele Arbeiten bei der Neu- oder Umgestaltung eines Gartens wie Roden, Umgraben, Planieren oder Rollrasenverlegen setzen keine Spezialkenntnisse voraus und lassen sich selbst erledigen. Dagegen sollte man Arbeiten, bei denen Fehler teuer werden könnten, wie Stützmauern, Treppen oder Schwimmteich, lieber Fachfirmen mit entsprechender Garantie überlassen.

Den Staat an den Garten-Kosten beteiligen: Im Rahmen des sogenannten Handwerkerbonus können 20 Prozent vom Arbeitslohn und den Kosten für Anfahrt und Maschinenmiete von bis zu 6000 Euro von der Steuer abgezogen werden. Um weitere 4000 Euro lässt sich die Steuerlast drücken, wenn für die Pflege des Gartens 20.000 Euro aufgewendet wurden (haushaltsnahe Dienstleistung).

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers.