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Hurra, wir bauen ein Haus: Die Bau-Trends im Jahr 2020!

Hurra, wir bauen ein Haus! : Die Bau-Trends im Jahr 2020

Der Bau der eigenen vier Wände ist für die meisten Menschen hierzulande ein großer Meilenstein in ihrem Leben. Das wohl größte Projekt im Leben stellt viele Menschen hierzulande vor eine große Herausforderung.

Schließlich kennen sich die wenigsten Verbraucher mit den Planungskonzepten eines Hausbaus aus. Dabei gibt es eine Menge Dinge zu beachten, wenn man sich dafür entscheidet ein Haus zu bauen. Nicht nur die Finanzierung hängt von der Realisierung des Traumdomizils ab, die Wahl des Haus-Typs spielt eine große Rolle für zukünftige Hausbesitzer. So startet die Bauplanung zunächst mit der Finanzierung. Hier gilt es einen geeigneten Finanzierungspartner zu finden, ehe der Hausbau überhaupt starten kann.

Der Markt für Baupartner ist durch den aktuellen Bau-Boom in Deutschland stark gewachsen. So gibt es ganz unterschiedliche Bauunternehmen, die alle für andere Hausmodelle und Bauweisen stehen. Denn Bauen ist nicht gleich Bauen: langweilige Standardhäuser sind passé, so bestimmen heutzutage sehr individuelle und aufregende Wohnkonzepte den Hausbaumarkt in Deutschland. Durch technische Innovationen und Weiterentwicklungen beim Thema nachhaltigen Wohnen ist das Angebot zum Bauen von Wohnimmobilien deutlich gewachsen. So haben Bauherren die Qual der Wahl, wenn es darum geht sich für einen entsprechenden Haus-Typ zu entscheiden.
Um sich einen Einblick von den Bau-Trends im Jahr 2020 zu machen, haben wir Ihnen im Folgenden eine Übersicht alle gefragten Bau-Trends erstellt. Auf diese Weise gelingt es ein Gefühl für die Möglichkeiten beim Hausbau im Jahr 2020 zu machen.

Trend 1: Fertigbauweise für schnelles und günstiges Bauen

Für viele Bauherren stellt die Finanzierung beim Hausbau eine wesentliche Grundlage dar. So ist es für Häuslebauer von großer Bedeutung welche Kosten auf sie zukommen werden. Eine große Preissicherheit und günstige Baukosten bietet die Fertigbauweise. Mehr als 20 Prozent aller Neubauten in Deutschland sind heutzutage Fertighäuser und die Tendenz ist weiter steigend. Die genaue Kostenübersicht und die verhältnismäßig günstigen Kosten lassen immer Häuslebauer mit Baupartnern für Fertighäuser zusammenarbeiten. Dabei lohnt sich für Bauherren auch ein Blick ins Internet. Das Traumhaus in Fertigbauweise von diversen Anbietern ermöglicht es innerhalb kurzer Zeit in das neue Eigenheim zu ziehen. Denn die Bauteile bei der Fertigbauweise werden schon vorab produziert, so dass Bauunternehmen für Fertighäuser die verschiedenen Bauelemente nur noch zusammenfügen müssen. So gelingt es die Gebäudehülle im Durchschnitt innerhalb von nur drei tagen zu errichten. Auch der Innenausbau durch einen Baupartner, der gleich die Elektronik, Sanitär und Heizung aus einer Hand anbietet gelingt es den Bau in nur ein paar Wochen abzuschließen. Fertighäuser sind demnach der echte Turbo unter den Bauweisen. Bauherren und Familien haben hier deutlich weniger Stress und Arbeit, so dass sich das Leben auch während der Bauzeit ganz unkompliziert genießen lässt. Auch das Thema 'Energie sparen' hat sich der Fertigbauweise nicht verschlossen. Ganz im Gegenteil: Denn auch Fertighäuser lassen sich durch hochqualitätive Wärmedämmungen bestens isolieren. Das Konzept der Energiesparhäuser lässt sich demnach auch problemlos mit der Fertigbauweise verbinden. Sind haben Bauherren von Fertighäusern nach Ausführungen als KfW 40 oder KfW50 Haus auch einen Anspruch auf staatliche Fördergelder. Hier gilt es gemeinsam mit einem Energieberater die Optionen für Fördergelder der KfW zu prüfen.

Trend 2: Nachhaltiges und energieeffizientes Bauen

Die wachsende Preisspirale der Strom- und Heizenergieanbieter hat viele Menschen zu einem Umdenken bewegt. So gibt es in Deutschland ein neues ökologisches Bewusstsein, welches nicht nur viel Geld einspart, sondern auch die Umwelt schont. Ebenso gelingt es Häuslerbauern den Bau durch Fördergelder deutlich zu vergünstigen, wenn man sich für einen nachhaltigen und energieeffizienten Hausbau entscheidet. Das neue Klimapaket, welches im Dezember 2019 von der Bundesregierung beschlossen wurde, stellt Häuslebauern sehr attraktive Förderpakete in Aussicht, wenn sie sich für einen energetischen Hausbau entscheiden. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind demnach beim Bauen zu einem sehr wichtigen Thema herangereift. Mehr als die Hälfte aller Eigenheimbesitzer möchte den Energieanteil aus erneuerbaren Energien deutlich erhöhen. So sind Solaranlagen auf dem Dach hierzulande keine Seltenheit mehr bei Neubauten. Durch einen entsprechenden Energiespeicher gelingt es so die Kosten für Strom und Heizenergie auf ein Minimum zu reduzieren und das ganz Jahr von der Solarenergie zehren. Auch beim Baustoff neuer Häuser wird vermehrt auf Holz gesetzt, um die Umwelt zu schonen und für einen ökologischen Bau eines Hauses zu sorgen. Schwedenhäuser bieten Bewohnern nicht nur einen hohen Wohnkomfort, sondern ermöglichen es durch eine natürliche Isolierung auch deutlich mehr Heizenergie einzusparen. Denn Holz gilt es als sehr dämm- und feuchtigkeitsregulierend, so dass sich Holz als natürlicher Baustoff sehr positiv auf das vorhandene Raumklima auswirken kann. Die Zahl der Holzkonstruktionen in Deutschland steigt, so dass auch in den kommenden Jahren mit einem weiteren Zuwachs von nachhaltigen Wohnhäusern auf dem Immobilienmarkt zu rechnen ist.

Trend 3: Innovative Technik in einem Smart Home

In Zeiten einer voranschreitender Digitalisierung und neuen Innovationen aus dem Technikbereich, sind auch Wohnhäuser immer weiter technisiert worden. Was vor Jahren noch nach Zukunftsmusik klang, ist heutzutage zur Realität geworden. Ein Wohnhaus, welches sich per Sprache oder Touchpad bedienen lässt ist für viele Menschen in Deutschland immer noch sehr progressiv. Doch ist die intelligente Haustechnik schon längst normal auf dem Baumarkt geworden. Wer in Zukunft die Heizung, das Licht oder die Lüftungsanlage per App steuern möchte, sollte sich über die Möglichkeiten eines Smart Homes informieren. Die klugen Wohnhäuser statten Bewohner mit einigen Annehmlichkeiten im Alltag aus und ermöglichen es den Wohnkomfort durch technische Highlights deutlich anzuheben. Ebenso lässt sich durch den Einbau von moderner Haustechnik auch der Verbrauch von Strom und Heizenergie reduzieren. Denn bei Smart Homes gibt es eine Menge Anwendungen, die das Energiesparen zum Kinderspiel aufsteigen lassen. Der Bestand der Smart Homes hat sich seit dem Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Auch hier sehen Bauexperten einen klaren Trend und sehen die Tendenz für den Bau von Smart Homes weiter steigend.
In einem Smart Home sorgt die Hausautomation dafür alle Geräte miteinander zu verbinden, die Energie und Heizung intelligent zu steuern, moderne Beleuchtungskonzepte zu installieren und die Haussicherheit durch innovative Haustechnik zu verbessern. Technische Entwicklungen weiten sich immer mehr auf dem Hausmarkt aus und gehören in der Baubranche aktuell zu den gefragtesten Optionen. Ebenso haben Häuslebauer beim Bau eines Smart Homes auch die Möglichkeit in den Genuss von Fördergeldern zu kommen. Denn die Smart-Home-Lösungen werden bei einem entsprechenden energetischen Bau durch spezielle Förderprogramme bezuschusst.

Trend 4: Kreative Wohnkonzepte in Ballungsgebieten

Wer ein Haus bauen möchte, plant in den meisten Fällen den Standort in eine Stadt zu verlegen. Die Nachfrage für Baugrundstücke und Häuser in dichten Ballungsgebieten ist derzeit so groß wie nie zuvor, so dass immer mehr Häuslebauer auf kreative Baukonzepte ausweichen, um den vorhandenen Bauplatz bestmöglich auszunutzen. Bauflächen werden in Deutschland von Jahr zu Jahr knapper, so dass sich Bauunternehmen gerade in Großstädten etwas einfallen lassen mussten. Herausgekommen sind smart und innovative Wohnkonzepte, die es ermöglichen auch auf sehr knappen Baugrund in urbanen Gegenden ein Wohnhaus zu errichten. Architekten gelingt es so beispielsweise ein Wohnhaus auf einer Grundfläche von nicht einmal 30 Quadratmeter zu bauen. Diese Architektenhäuser sind für Häuslebauer oftmals die einzige Chance ein Eigenheim an dem Wunsch-Standort bauen zu lassen. Der Bau auf kleinsten Baugrundflächen zählt zu den Bau-Trends im Jahr 2020 und wird aufgrund des weiter steigenden Mangels an Bauflächen wohl in den nächsten Jahren weiter anhalten. Gemeinsam mit einem Architekten lassen sich hier Wohnkonzepte erstellen, die alles andere als Langweilig und dem Standardbild eines Wohnhauses entsprechen.

Trend 5: Schon jetzt an das Alter denken und vorausschauend bauen

Man baut nur einmal im Leben ein Haus: Wer in jungen Jahren einen Hausbau plant, sollte schon heute an das Alter denken. Durch verschiedene Maßnahmen bei der Bauplanung gelingt es ein Wohnhaus schon jetzt auf die Bedürfnisse und Anforderungen im Alter vorzubereiten. So sollte man es sich nicht nehmen lassen und die Bauplanung möglichst an das Alter anpassen. Durch verschiedene Vorbereitungsmaßnahmen gelingt es beim Hausbau schon in jungen Jahren für ein altersgerechtes und barrierefreies Wohnen zu sorgen. Für die meisten Häuslebauer ist das Leben im Alter noch nicht präsent, so dass ein Umbau im Alter oftmals mit deutlich höheren Kosten verbunden ist, als wenn man sich schon frühzeitig um das Leben im Alter kümmert. Eine ebenerdige Dusche, breite Flurdurchgänge und dem Verzicht auf Stolperstellen wie Treppenabsätze erlaubt es schon jetzt den Grundstein für das Wohnen im Alter zu legen. Zwar gelingt es viele Umbaumaßnahmen auch noch nachträglich zu erledigen, doch kostet der Umbau im Alter bares Geld und Nerven. Die Haus- und Raumplanung sollte demnach schon beim Hausbau für das Leben im Alter berücksichtigt werden. Große Treppen, breite Türen und ebenerdige Wohnräume erlauben es schon jetzt das Wohnen im Alter vorzubereiten. So setzen viele Bauunternehmen auf Pläne, um auch schon bei einem Hausbau in jungen Jahren an das Alter zu denken.

Auch bei der Hausfinanzierung gibt es einen Favoriten

Vor einigen Jahren war es noch Usus den Weg zum Hausbank zu suchen, wenn es darum ging eine Hausfinanzierung sicherzustellen. Die Klärung der finanziellen Situation ist beim Hausbau der Grundstein für angehende Bauherren. Um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Auch hier gibt es klare Trends zu verzeichnen, die bestätigen, dass Häuslebauer einen klaren Favoriten bei der Hausfinanzierung haben. So arbeiten immer mehr Häuslebauer mit Bauunternehmen zusammen, wenn es darum geht das neue Traumdomizil zu finanzieren. Denn viele Baupartner bieten Bauherren mittlerweile auch die option zur direkten Finanzierung. Auf diese Weise müssen Häuslebauer nicht erst viele Wege zu Banken und Kreditinstituten auf sich nehmen, sondern können sich um die Bauplanung und Baufinanzierung direkt aus einer Hand bedienen. Dennoch müssen Häuslebauer auch über entsprechendes Eigenkapital verfügen. Als Faustregel gelten 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten, die Bauherren als Eigenkapital zur Hausfinanzierung zur Verfügung stellen sollten. Nur so gelingt es einen günstigen Baukredit zu finden, der den finanziellen Rahmen beim Hausbau nicht sprengt. Bauherren sollten die Finanzierung mit größter Sorgfalt und Planung vornehmen. Denn beim Bau sollte schon vorab kalkuliert werden wie viel Geld monatlich zur Tilgung eines Baukredits zur Verfügung steht. Dabei begehen Bauherren häufig den Fehler, dass die Gesamtkosten unterschätzt werden. Denn neben dem Kaufpreis des Grundstücks und den Kosten für den Hausbau warten auf Häuslebauer noch eine Vielzahl von weiteren Kostenpunkten, die beim Hausbau Berücksichtigung finden sollten. So gibt es noch eine lange Liste von Baunebenkosten, die abseits vom Bauunternehmen bezahlt werden müssen: Maklergebühren für die Grundstückssuche, Notarkosten, der Grundbucheintrag, Vermessungsarbeiten, Baugenehmigungen und die Grunderwerbssteuer.
Hier sollten sich Bauherren einen ausreichenden finanziellen Puffer lassen, um alle Kosten für den Hausbau genau kalkulieren zu können.

Die Grundstückssuche ist eine große Herausforderung

Auch, wenn es durch die Fertigbauweise gelungen ist Häuser deutlich schneller und unkomplizierter zu bauen, ist die Grundstückssuche bei immer größeren Mangel an Bauland eine echte Herausforderung. Wenn Häuslebauer wissen wie viel Geld für das Hausbauprojekt benötigt wird und ein grober Bauplan entworfen wurde, gilt es ein passendes Baugrundstück zu finden. Hier haben es Häuslebauer oftmals nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn sie die Grundstückssuche auf eigene Faust erledigen möchten. Demnach ist es deutlich einfach zusammen mit einem Makler das ideale Baugrundstück zu finden. Dabei ist besonders die Lage beim Hausbau zu berücksichtigen. Denn der Platz des Eigenheims, wo man in der Regel den Rest seines Lebens verbringen möchte, sollte zu den persönlichen Bedürfnissen und Anforderungen passen. So ist es für einige Häuslebauer wichtig eine Nähe zum Arbeitsplatz zu haben, eine Schule in der unmittelbaren Umgebung zu haben oder fernab von Hauptstraßen zu wohnen. Die Wünsche an ein Baugrundstück können hier ganz unterschiedlicher Natur sein. Je nach Lebenssituation eröffnen sich so abhängig vom Grundstück ganz andere Vor- und Nachteile. Auch ist das Baugrundstück ganz genau zu überprüfen, ehe man sich für den Kauf entscheidet. Denn jedes Baugrundstück in Deutschland hat einen bestimmten Bebauungsplan, der Bauherren einen Rahmen für den Hausbau steckt. Demnach lassen sich nicht auf allen Grundstücken die Pläne und Wünsche von Häuslebauern realisieren. Hier sollte man sich im Vorfeld mit der zuständigen Kommune auseinandersetzen und einen Blick in den Bebauungsplan werfen, ehe man die Zusage für den Kauf eines Grundstücks gibt. Eine Investition an der falschen Stelle kann Häuslebauer vor einige Schwierigkeiten stellen, so dass die Wahl des richtigen Grundstücks gut überlegt sein will.

(vo)