1. Leben
  2. Bauen und Wohnen

Heizkosten sparen: So kommt man günstig durch den Winter

Heizkosten sparen : So kommt man günstig durch den Winter

Der Herbst steht vor der Tür – und damit auch wieder die Zeit der finanziellen Mehrbelastungen durch Heizkosten. Doch auch wenn man diese nicht gänzlich vermeiden kann, lässt sich mit ein paar Tipps auch bei diesen Nebenkosten Geld einsparen.

Wie das Bundesbaublatt aktuell berichtet, schätzen die meisten Menschen ihre Heizkosten falsch ein. Grundlage für den Artikel ist eine Studie des Energiedienstleisters Techem, laut der Heizen zwischen 40 und 60 Prozent der Nebenkosten ausmacht.

Soweit die schlechte Nachricht. Allerdings kann man den Anteil der Heizkosten durchaus senken. Für Eigentümer beispielsweise lohnt sich in vielen Fällen der Einbau einer modernen Luft-Wasser-Wärmepumpe, um die Energiekosten zu senken. Doch auch falls diese ungeeignet ist oder man in einer Mietwohnung lebt, gibt es Möglichkeiten, den Verbrauch zu reduzieren.

Die richtige Temperatur für jeden Raum

Zunächst sollte man genau betrachten, welche Räume wie geheizt werden. So ist es beispielsweise wenig sinnvoll, ein selten benutztes Gästezimmer die gesamte Heizperiode hindurch mollig-warm zu halten. In solchen Räumen muss nur wenige Monate im Jahr überhaupt geheizt werden. Um ein Auskühlen zu vermeiden, sollte man allerdings den Thermostat während Kälteperioden auf 15 Grad hochdrehen.

Apropos Thermostat: Hier kann sich die Anschaffung eines sogenannten Sparthermostats ebenfalls lohnen. Denn dieses lässt sich so einstellen, dass ein Raum – wie etwa das Badezimmer – auch nur dann aufgewärmt wird, wenn man sich darin aufhält. Moderne Sparthermostate kann mit wenigen Klicks für die gesamte Woche einstellen.

Sparen durch Renovieren

Wer gerade seine Wohnung renovieren möchte, sollte sich bei der Gestaltung der Wände überdies Gedanken über eine mögliche Dämmung machen. Bei der Wahl zwischen tapezieren und streichen spielt nicht nur der persönliche Geschmack eine Rolle. Tapeten aus Thermovlies verbessern nämlich eine schlechte Außendämmmung und sorgen so für verringerte Energiekosten.

Ideal für die Übergangszeit ist zudem ein Kaminofen, der nicht nur Kosten spart, sondern auch wunderbar gemütlich wirkt. Was viele gar nicht wissen: Wenn der Vermieter zustimmt und die technischen Voraussetzungen gegeben sind, darf man ihn auch in einer Mietwohnung installieren. Je nach Bauart des Ofens, der korrekten Bedienung und der verwendeten Holzart kann man mit einem Kaminofen zwischen zehn und 40 Prozent der Heizkosten einsparen.

Die richtige Temperatur für jeden Raum

Doch auch ohne Renovierung und den Einbau eines Ofens lassen sich natürlich Kosten sparen. Zu den einfachsten Maßnahmen gehört dabei die Wahl der richtigen Temperatur für unterschiedliche Wohnräume. So sollte das Bad mit 22 Grad wohlig warm sein. Im Wohn- und Arbeitszimmer dagegen sind 20 Grad ausreichend, das Schlafzimmer sollte 15 Grad haben – ebenso wie die Küche. Diese Temperaturen lassen sich leicht auf dem Thermostat einrichten. Bad auf Stufe 3,5, Wohn- und Arbeitsraum auf Stufe 3, Schlafzimmer auf Stufe 2. Wer allerdings Geld sparen möchte, indem er Räume gar nicht heizt, zahlt am Ende drauf. Sinkt nämlich die Temperatur in einer Wohnung auf unter 12 Grad, braucht die Heizung zu lange, um die Räume wieder aufzuheizen.

Räume, die nie oder nur selten geheizt werden, müssen zudem stets geschlossen sein. Denn durch offene Türen steigt die Kondenswasserbildung, die Gefahr von Schimmelbildung droht. Deshalb sollte man auch das Schlafzimmer morgens nach dem Aufstehen lüften. Dann kann die Feuchtigkeit, die über Nacht entsteht, entweichen. Auch wenn es schwerfällt: Lüften bedeutet auch im Winter, dass alle Fenster und Türen für rund zehn, 15 Minuten geöffnet werden. Ideal ist dabei das sogenannte Stoßlüften, bei dem gegenüberliegende Fenster und Türen geöffnet werden, sodass Durchzug entsteht. Die beste Raumluft erzielt man, wenn das Lüften im Winter zwei Mal am Tag erfolgt. Nachts dagegen sollte man möglichst Türen und Fenster geschlossen halten, um die Wärme in den Räumen zu belassen.

Schwachstellen beseitigen

Fenster und Türen können allerdings im Winter eine echte Schwachstelle sein, durch die Kaltluft in die Wohnung strömt. Selbstklebendes Isolierband löst dieses Problem, schnell, kostensparend und effektiv. Zieht unter einer Tür die Luft hindurch hilft dagegen eine Bürstendichtung am Türblatt. Alternativ tut es auch ein Zugluftstopper, den man einfach dicht vor die Tür legt.

Auch die Inneneinrichtung einer Wohnung kann wesentlich dazu beitragen, dass man es im Herbst und Winter gemütlich hat. So sehen Teppiche nicht nur gut aus, sie haben sogar einen psychologischen Effekt: Die Wohnung wirkt wärmer, das Kälteempfinden verändert sich. Auch das kann Kosten senken. Doch Teppiche oder Läufer sind nicht die einzige Möglichkeit für eine gemütliche und warme Atmosphäre in den eigenen vier Wänden, wie diese Tipps zeigen. So kann die kalte Jahreszeit doch kommen!