Haus kaufen oder bauen? Welche Option 2019 sinnvoller ist

Vor- und Nachteile : Haus kaufen oder bauen? Welche Option 2019 sinnvoller ist

Wer ein Eigenheim plant, steht schnell vor einer richtungsweisenden Frage: Soll ich das Haus bauen oder kaufen? Die Entscheidung möchte wohl überlegt sein. Schließlich ist ein Eigenheim eine langfristige Investition.

In Bezug auf die Kosten bringt jede der beiden Varianten spezifische Vor- und Nachteile mit sich.

Wichtige Fragen liefern die erste Orientierungshilfe zur Entscheidung

Bau- und Kaufinteressierte tun gut daran, zunächst mit Stift und Papier bewaffnet ein paar Anhaltspunkte zu verdeutlichen. Damit können sie sich einen ersten Eindruck machen oder möglicherweise eine erste Tendenz feststellen:

· Ist ein Eigenheim für die Selbstverwirklichung unabdinglich?

· Oder lassen sich die Gegebenheiten bei einer gekauften Immobilie gut und gern akzeptieren?

· Käme ein Altbau mit einer historischen Bausubstanz infrage oder muss es zwingend ein Neubau sein?

· Ist ein eigenes Grundstück am favorisierten Standort überhaupt realisierbar?

· Wie viel Eigenkapital lässt sich in die Baufinanzierung einbringen?

· Gibt es Förderprogramme oder zusätzliche Bauhilfen?

Viele deutsche Bundesbürger sehnen sich nach der eigenen Traumimmobilie

Ein Hausbau ist ein sehr komplexes Vorhaben, das gut überlegt sein sollte. Grundsätzlich kostet ein Neubau mehr Geld, Zeit und Nerven als der Umzug in ein gekauftes Eigenheim. Dennoch träumen laut einer auf dem deutschen Presseportal veröffentlichten Umfrage viele Bundesbürger von einem eigenen Haus. Der Wunsch, auf Lebenszeit mietfrei zu wohnen, steht bei den meisten Befragten im Vordergrund. Umso wichtiger erscheint es, den bevorstehenden Hausbau gut zu planen. Dies gilt besonders für die erhebliche finanzielle Belastung, die ein Hausbau mit sich bringt.

Finanzielle Aspekte des Neubaus mit einem Rechner sinnvoll planen

Mit dem strukturierten und vom optimalen Finanzierungsplan unabhängigen Baufinanzierungsrechner verschaffen sich die Interessenten Klarheit. Sie tragen die Eckdaten des geplanten Projektes ein, auf deren Basis der Finanzrechner die günstigsten Angebote ermittelt. Hierbei werden die Konditionen von über 400 verschiedenen Sparkassen und Banken verglichen. Auf diesem Wege lässt sich die anstehende Baufinanzierung sinnvoll planen. Wer zu einem Hauskauf tendiert, kann den Rechner ebenfalls verwenden. Dieser lässt verschiedene Faktoren in das Endergebnis einfließen - unter anderem das Eigenkapital, die Höhe des Immobilienkredits und die anfallenden Zinsen.

Hausbau auf dem Prüfstand: Diese Vor- und Nachteile gibt es

Vorteile

Gestaltungsfreiheit: Ein Neubau bietet die Möglichkeit, Räume und Grundriss komplett nach den eigenen Wünschen auszurichten.

Energieeffizienz: Mit einem Neubau lassen sich die späteren Energiekosten kalkulieren und reduzieren. Dies gelingt mit kostensparenden Heizanlagen und energieeffizienten Fenstern.

Geringere Kaufnebenkosten: Beim Hausbau entfällt die Maklerprovision und die Grunderwerbssteuer ist nur für das Grundstück zu entrichten.

Barrierefrei: Ein Neubau ist auf Wunsch von vornherein komplett barrierefrei aufgebaut. So ist das Wohnen im Alter gewährleistet.

Kosten: Wer ein Haus selbst baut, muss im Bauprozess mit zusätzlichen Kosten rechnen. Es sind keine preiswerten Wohnformen wie beispielsweise eine Wohnung oder ein Reihenhaus möglich.

Nachteile

Standort: Für einen Neubau benötigt es ein komplettes Grundstück. Im Stadtzentrum ist es somit beinahe unmöglich, die Fläche für ein neues Haus zu finden.

Baustress: Hausbauer müssen ein starkes Nervenkostüm mitbringen. Sie wissen vorher nicht, wer nebenan wohnt. Weiterhin müssen sie sich zeitweise mit Schlamm, Baulöchern und Baustellenlärm anfreunden.

Zeitlicher Faktor: Ein neu gebautes Haus steht nicht von heute auf morgen. Es vergehen ein bis zwei Jahre, ehe das Eigenheim komplett fertig ist. Massivhäuser, die schon nach wenigen Monaten fertig sind, sind als Ausnahme anzusehen.

Diese Vor- und Nachteile bringt der Hauskauf mit sich

Vorteile

Beurteilung: Interessenten benötigen nicht zwingend einen Sachverständigen, um eine fertige Immobilie augenscheinlich zu beurteilen. Der Kaufvertrag ist verständlicher zu lesen als ein Bauvertrag.

Lage: Bestandsimmobilien sind auch mitten im Stadtzentrum erwerbbar, was infrastrukturell betrachtet vorteilhaft ist.

Überschaubare Kosten: Auf einen Käufer kommen wenige zusätzliche Kosten zu, wenn er eine nicht renovierungsbedürftige Immobilie kauft.

Schneller Einzug: Ein kurzfristiger Umzug ist nach einem Hauskauf problemlos realisierbar.

Finanzielle Hilfen: Der Staat unterstützt Familien mit Kindern beim Hauskauf mit dem Baukindergeld.

Nachteile

Keine gestalterische Freiheit: Käufer einer Bestandsimmobilie müssen diese nehmen, wie sie ist. Zugeständnisse sind beim Hauskauf unerlässlich.

Geringere Energieeffizienz: Die energetischen Kosten fallen bei einem Altbau höher aus als bei einer neuen Immobilie. Zusätzlich zum Kaufpreis können die Modernisierungskosten zu Buche schlagen.

Maklercourtage: Käufer zahlen eine höhere Grunderwerbssteuer und die regional unterschiedliche Maklercourtage.

Fazit: Wann ein Hauskauf sinnvoller als ein Neubau erscheint

Ob ein Neubau sinnvoll ist, bemisst sich an zwei Faktoren: Am verfügbaren Budget und der zeitlichen Toleranz. Für Individualisten, die energieeffizient leben möchten und eine Garantie wünschen, lohnt sich der Hausbau. Wer keinen Baustress haben möchte, kostensparend sucht und in zentraler Lage wohnen will, sollte stattdessen einen Hauskauf erwägen. Eine dritte Möglichkeit, die immer mehr in Mode kommt, ist der Immobilientausch. Doch handelt es sich bei diesem Modell genau genommen um zwei separate Immobilienkäufe. Tauschwillige erhalten nach dem Kauf unkomplizierter eine Immobilie, welche den momentanen familiären oder beruflichen Verhältnissen eher entspricht.

(vo)