Mazda CX-3: Weiterentwicklung in kleinen Dosen

Mazda CX-3 : Weiterentwicklung in kleinen Dosen

Mazda wirbt mit dem Anspruch, dass bei der Entwicklung seiner Fahrzeuge der Mensch im Mittelpunkt steht.

Mit dem aktualisierten und behutsam aufgefrischten CX-3 will der japanische Hersteller das unter Beweis stellen. In der Tat, ob beim Einsteigen, Sitzen, Bedienen oder Fahren - die Selbstverständlichkeit, mit der sich das kleine SUV nutzen lässt, überzeugt.

Im Innenraum überrascht der CX-3 mit einem stattlichen Platzangebot. Das gilt gleichermaßen für die Kopffreiheit wie den Raum für Beine und Füße. Ein Radstand von 2,57 Metern macht es möglich, dass Heckpassagiere mit einer Körpergröße von bis zu 1,80 Metern selbst dann noch einigermaßen bequem sitzen, wenn sich vorne Fahrer und Beifahrer mit gleichen Maßen auf dem gut konturierten Gestühl eingerichtet haben. Details wie die höhenverstellbare Mittelkonsole oder die großen Verstellwege des Lenkrads sorgen bei jedweder Körpergröße für eine gute Sitzposition. Nur die weit nach vorne ragenden Kopfstützen sorgen bei einer aufrechten Haltung für unnötige Verspannungen.

Während im Innenraum diverse Ablagemöglichkeiten zur Verfügung stehen, sowie in die Fächer der Seitentüren zumindest Einliter-Flaschen passen, ist ein Ladevolumen von 350 Litern für eine reiselustige vierköpfige Familie nicht gerade üppig. Allerdings, die geraden Wände und die Ladekante mit akzeptabler Höhe machen es leicht, Koffer, Kisten und Taschen zu verstauen. Werden die Rückenlehnen der Fondsitze umgeklappt, steigt das Fassungsvolumen auf einer ebenen Ladefläche auf 1260 Liter. Die maximale Zuladung liegt bei 517 Kilogramm.

Der Armaturenträger ist aufgeräumt und übersichtlich. Alle Funktionen sind logisch aufgebaut, die Schalter allesamt gut zu erreichen. Das gilt ebenso für den Dreh-Drückknopf in der Mittelkonsole, über den unter anderem die Navigation gesteuert wird. Der dazugehörige Touch-Screen steht zwar nicht zum Fahrer geneigt, aber in so angenehmer Sichthöhe, dass der Blick wegvon der Straße nur kurz ausfallen muss. Die Informationen über Wegführung oder Geschwindigkeit kann man überdies auf einem Head-Up-Display ablesen. Ungewohnt und als sportliche Note gedacht ist der mittig platzierte Drehzahlmesser. Die Geschwindigkeit wird lediglich als Zahl in einem im Rundinstrument integrierten kleinen Feld angezeigt. Die diversen Hartplastikelemente - seien sie noch so sauber verarbeitet - passen allerdings nicht so recht ins ansonsten tadellose Bild. Angesichts eines Einstiegspreises von 17.990 Euro für den dann mit einem 89 PS starken Vierzylinder motorisierten Wagen fällt es aber nicht allzu schwer, darüber hinwegzusehen.

Apropos sehen: Das Gesicht des 4,28 Meter langen CX-3 mit schmal gezeichneten Scheinwerfern und großem Kühlergrill ist markant gezeichnet. Die kurzen Überhänge und das coupéartig nach hinten abfallende Dach sorgen für einen sportlichen Auftritt.

Der 150 PS starke Zweiliter-Sauger mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und Allradantrieb hat indessen weniger sportliche Gene. Insbesondere an Steigungsstrecken muss öfter zurückgeschaltet werden. Einmal auf Touren ist der Vierzylinder aber ein durchaus agiles Triebwerk. In 8,8 Sekunden soll laut Mazda aus dem Stand die Tempo-100-Marke erreicht sein. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der japanische Autobauer mit 200 Kilometern in der Stunde (km/h) an. Bei freier Autobahnfahrt meldet sich das Aggregat dann aber deutlich hörbar zu Wort und legt beim Appetit mächtig zu. Unter Volllast steht schnell eine Elf vor dem Verbrauchskomma. Im Durchschnitt zeigte der Bordcomputer knapp acht Liter an.

Das gekonnt abgestimmte Fahrwerk gibt zu keiner Kritik Anlass. Der Spagat zwischen Sportlichkeit und Komfort ist bei der Auslegung von Federung und Dämpfung gut gelungen. Zusätzlich sorgt die Softwarefunktion „G-Vectoring-Control“ im Hintergrund für mehr Fahrstabilität. Dieses System nimmt beim Einlenken kurz etwas Last zurück und lässt dadurch den Vorderwagen minimal und unmerklich eintauchen. Das erhöht das Gewicht auf die Vorderachse, die daher mehr Kraft übertragen kann. Der Allradler folgt direkt allen Lenkanweisungen, bleibt kreuzbrav in der Spur und rollt souverän selbst über schlechte Wegstrecken.

Notbrems-, Spurhalte-, Fernlichtassistent gehören bereits ab Werk mit zur Ausstattung. der Sports-Line (27.380 Euro), zudem ist der CX-3 unter anderem mit Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, höhenverstellbarem Fahrersitz, Konnektivitäts-Konzept inklusive Radio-CD, Rückfahrkamera sowie LED-Scheinwerfern bestückt. Im Technik-Paket (1400 Euro) sind weitere Sicherheits- und Assistenzsysteme erhalten und der Gesamtpreis steigt auf 30.880 Euro, wenn zusätzlich Kreuze bei der weißen Lederausstattung (1200 Euro) oder der intensiv rot leuchtenden Metalliclackierung (900 Euro) gemacht wird.

(amv)
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