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Landsberg/Lech: Waldbrandgefahr: Autos nicht im Gras parken

Landsberg/Lech : Waldbrandgefahr: Autos nicht im Gras parken

Auch wenn die Sehnsucht nach Abkühlung im Badesee groß ist, sollten sich Autofahrer bei der Ankunft Zeit für die Suche nach einem sicheren Parkplatz nehmen. Denn wer seinen Wagen einfach neben der Straße oder auf einem Feldweg über trockenem Gras abstellt, das bis zum Fahrzeugboden reicht, kann dadurch ein Feuer verursachen.

„Die Abgasanlage unter dem Auto erreicht Temperaturen von mehreren Hundert Grad Celsius, Teile des Turboladers können sogar rot glühen, wenn der Fahrer vorher kräftig Gas gegeben hat”, gibt Arnulf Thiemel vom ADAC Technik Zentrum zu bedenken. Auf Asphalt, Schotter oder Sand stehen Autos daher im Sommer sicherer.

„An Parkverbotsschilder am Straßenrand und Einfahrt-Verboten-Schilder an Feld- und Waldwegen sollten sich Autofahrer unbedingt halten”, mahnt der ADAC-Experte. „Dort, wo parken verboten ist, kann auch erhöhte Waldbrandgefahr bestehen.”

Wenn unter einem geparkten Auto ein Feuer entflammt und sich ausbreitet, tritt für den Schaden die Kfz-Haftpflichtversicherung ein, erklärt Alina Schön vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Ob die Versicherung am Ende tatsächlich ausreicht, um den kompletten Schaden zu begleichen, hängt von der Deckungssumme ab. Gesetzlich vorgeschrieben sind in Deutschland mindestens 1,12 Millionen Euro für Sachschäden und 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, empfohlen werden häufig höhere Vereinbarungen. Und: Geld für den eigenen ausgebrannten Wagen gibt es nur, wenn er teilkaskoversichert ist.

Eine weitaus größere Brandgefahr als vom Auto geht im Sommer laut Thiemel von den Insassen aus - etwa wenn sie Raucher sind: „Wird im Wagen nicht geraucht, zünden sich viele ja gleich nach dem Aussteigen eine Zigarette an.” Er rät dringend davon ab, die Kippe in der Natur zu entsorgen: Ist die Glut nicht komplett gelöscht, könne dadurch sehr schnell Feuer ausbrechen.

(dpa)