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Wolfsburg: Volkswagen frischt den Golf auf

Wolfsburg : Volkswagen frischt den Golf auf

Äußerlich ändert sich wenig. Es gibt einen neuen Motor und innen bekommt der Bestseller ein neues, größeres Navi-Display inklusive Gestensteuerung. Volkswagen spricht von einem Update für den Golf der siebten Generation. Doch auf der Straße wird das nur schwer zu erkennen sein, wenn der Millionenseller im Frühjahr 2017 überarbeitet in den Verkauf geht.

Veränderte Scheinwerfer - auf Wunsch Voll-LED, Xenon wird nicht mehr angeboten - LED-Heckleuchten, neu gestaltete Stoßfänger, das war es auch schon. Eingriffe ins Blech wären vermutlich zu teuer gewesen. Die sind erst für den Golf 8 in etwa zwei Jahren zu erwarten. Die Modellreihe wird dann auch innen nochmal einen ganz großen Schritt machen, wie am Rande der Präsentation der Generation 2017 zu erfahren war. Bis dahin aber glänzt der Golf 7 zum unveränderten Basispreis schon mal mit einem komplett neu gestalteten Cockpit.

Einzug hält ein voll digitalisiertes Kombiinstrument, bei dem - wie schon im Tiguan - alle Anzeigen rein virtuell realisiert werden. Und das in einem hochauflösenden 12,3-Zoll großen Farbscreen. Serienmäßig gibt es zudem jetzt ein Radio mit einem 6,5-Zoll großen Farbdisplay. Das Top-Infotainmentsystem „Discover Pro“ misst jetzt 9,2 statt acht Zoll und lässt sich über Gesten, Sprache oder den Touchscreen steuern.

Bei den Benzinmotoren kommt erstmals ein neu entwickelter 1,5-Liter-Turbo-Vierzylinder mit variabler Zylinderabschaltung zum Einsatz. Bei geringem Leistungsbedarf werden zwei Zylinder automatisch still gelegt. Das Triebwerk leistet 150 PS und ersetzt die bisherigen 1,4-Liter-TSI-Aggregate. Etwas später soll eine 130-PS-Version folgen. Bei der schaltet das System den Motor sogar für die Momente komplett ab, wenn keine Leistung benötigt wird. Der Golf segelt kurzfristig ohne Verbrauch dahin.

VW verspricht eine Verbrauchseinsparung von einem Liter im realen Fahrbetrieb. Die Dieselmotoren mit 1,6 und zwei Litern Hubraum bleiben im Angebot, sollen allerdings weniger verbrauchen als bislang. Ebenfalls zur Reduzierung der Emissionen beitragen soll die Umstellung bei den Doppelkupplungsgetrieben von den bisher im Golf eingesetzten Sechs- auf Siebengangsysteme. Neu in der Kompaktklasse ist laut VW die automatisierte Fahrfunktion im Stop-and-Go-Verkehr.

Das Zusammenspiel von Spurhalteassistent und automatischer Distanzregelung ermöglicht es auf Wunsch dem Stauassistenten, bis Tempo 60 selbstständig zu lenken, bremsen und beschleunigen. Das alles gilt sowohl für den Zwei- als auch den Viertürer, den Variant und das Plug-in-Hybrid-Modell GTE. Der GTI bekommt zum neuen Modelljahr eine zusätzliche Kraftkur. Er bringt künftig 230 PS oder als Performance 245 PS auf die Straße.