Neuvorstellung: Toyota C-HR bringt viel Power mit

Neuvorstellung : Toyota C-HR bringt viel Power mit

Der Toyota C-HR steht als Hybrid bei den Kunden hoch im Kurs. 85 Prozent entschieden sich für diesen Antrieb. Jetzt gibt es eine kraftvollere Variante.

Zugegeben, an der extravaganten Optik des C-HR reiben sich die Gemüter. Doch 40.000 verkaufte Einheiten seit der Markteinführung im Januar 2017 sprechen eine deutliche Sprache. Das gilt ebenfalls für die Eroberungsanteil. 55 Prozent der Kunden waren zuvor mit einer anderen Marke unterwegs. Eine enorme Quote. Die soll - ebenso wie der Hybridanteil – im nächsten Jahr gesteigert werden. Deshalb bietet Toyota außer dem 1,8-Liter-Hybridsystem mit einer Systemleistung von 122 PS künftig noch eine Zweiliter-Variante an. Die kommt auf eine Leistung von 184 PS. Dabei stellt der Benzinmotor 152 PS und ein Drehmoment von 190 Newtonmeter (Nm) zur Verfügung. Die E-Maschine liefert 109 PS (202 Nm).

Beim Anfahren ist zunächst der Elektro-Motor im Einsatz. Das spart Kraftstoff, sorgt gleichwohl für einen zügigen Antritt. Obwohl die Getriebeeinheit für die neue Hybrid-Version umfangreich überarbeitet wurde, stimmen Motorengeräusch und tatsächlicher Vortrieb noch immer nicht wirklich überein. Immerhin aber wurde das Aufheulen beim schnellen Beschleunigen reduziert.

Die Kraftübertragung beinhaltet mit zwei E-Maschinen, einem Planetengetriebe sowie einem Untersetzungsgetriebe vier Komponenten. Ein E-Motor dient ausschließlich als Generator, wandelt jeden Leistungsüberschuss des Benziners in Elektrizität um, die dann in der Nickel-Metallhydrid-Hochvolt-Batterie (liegt unter der Rückbank) gespeichert wird. Die zweite E-Maschine ist ein Antriebsaggregat, unterstützt beim Beschleunigen, arbeitet beim Bremsen jedoch ebenfalls als Generator. Nach wie vor reicht die Energie des Akkus lediglich für zwei Kilometer rein elektrische Reichweite.

Doch da vor allem während der Fahrt in der Stadt aufgrund der Energierückgewinnung beim Rollen und Bremsen fast unentwegt wieder Strom in den Akku fließt, werden im besten Fall 80 Prozent der Fahrstrecke elektrisch zurückgelegt. Das Hybridsystem sucht dabei immer das optimale Verhältnis für reinen E-Antrieb oder die Kraftunterstützung der E-Maschine für den Benziner. Außerhalb der City geht dieser Anteil natürlich deutlich zurück. Bei ersten Fahreindrücken mit einer keineswegs auf Sparsamkeit ausgelegten Fahrweise zeigte der Bordcomputer 6,1 Liter an.

Selbst in flott gefahrenen Kurven macht der C-HR eine gute Figur, bleibt brav in der vorgegebenen Spur. Und das, obwohl das Federung und Dämpfung eher auf Komfort ausgelegt sind, die Lenkung eine Spur direkter reagieren könnte.

Reagiert hat Toyota auf die Ansprüche der Kunden in Sachen Konnektivität. Das neue Infotainmentsystem verfügt über Apple CarPlay und Android Auto. So ist eine schnelle Smartphone-Anbindung garantiert. Zudem ermöglich das System Aktualisierungen ohne Werkstattaufenthalt. So kann beispielsweise regelmäßig das neueste Kartenmaterial für das Navigationssystem über die Internetverbindung des eingebundenen Smartphones eingespielt werden. Hilfreich zudem die App MyT, die Smartphone und C-HR jederzeit und von jedem Ort aus vernetzt. Routen können auf der heimischen Couch geplant und ins Navi-System übertragen werden.

Zudem findet die App das abgestellte Fahrzeug, erinnert an Wartung und kann online Termine mit der Werkstatt vereinbaren. Die bereits umfangreich ausgestattete Basisversion kostet ab 33.690 Euro und besitzt LED-Scheinwerfern, Digitalradio sowie diverse Assistenzsysteme.

(amv)