Fazit für 2018: SUVs ganz vorne

Fazit für 2018 : SUVs ganz vorne

Im abgelaufenen Jahr wurden in Deutschland 3,44 Millionen Neuwagen zugelassen, mithin 0,2 Prozent weniger als 2017.

Mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen entfielen auf die Segmente Kompaktklasse (22,0 Prozent), SUVs (18,3 Prozent), Kleinwagen (14,5 Prozent) und Mittelklasse (10,9 Prozent). Die SUVs verzeichneten mit plus 20,8 Prozent den deutlichsten Zuwachs in der Jahresbilanz, gefolgt von den Wohnmobilen (plus 15,5 Prozent) und der Oberklasse (plus 12,4 Prozent). Diese Zahlen nannte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg. Der Anteil benzinbetriebener Pkw lag mit 62,4 Prozent über dem Niveau von 2017 (57,7 Prozent). Der Anteil dieselbetriebener Pkw wies in der Jahresbilanz 32,3 Prozent (Vorjahr: 38,8 Prozent) aus.

Laut dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) haben die letzten Monate des Jahres aber gezeigt, dass sich der Dieselabsatz zwischenzeitlich stabilisiert hat. VDIK-Präsident Reinhard Zirpel geht davon aus, „dass auch 2019 die ausgelobten Umweltprämien in Verbindung mit einem deutlich wachsenden Angebot an EURO6d-Temp- und Elektrofahrzeugen die Nachfrage stimulieren“.

Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit rund 8,19 Millionen (minus1,1 Prozent) umgeschriebenen Kfz und 389.795 Kfz-Anhängern (plus 2,2 Prozent). Mehr als 7,19 Millionen Pkw (minus 1,5 Prozent) wechselten im Laufe des Jahres den Halter.

Im Neuwagenmarkt wies bei den deutschen Marken die Zulassungsbilanz ein Plus im zweistelligen Bereich für Smart (plus 11,9 Prozent) aus. Zuwächse im einstelligen Bereich gab es für Mini (plus 8,1 Prozent), Ford (plus 2,3 Prozent), VW (plus 1,5 Prozent) und BMW (plus 1,2 Prozent). Bei allen anderen Deutschen Marken zeigte sich das Jahr 2018 rückläufig, bei Audi mit minus 9,9 Prozent am deutlichsten, gefolgt von Opel (minus 6,5 Prozent). Mit einem Anteil von 18,7 Prozent war VW weiterhin anteilsstärkste Marke.

Bei den Importmarken fielen die Jahresergebnisse verschieden aus. Während Jeep (plus 27,9 Prozent), Mitsubishi (plus 17,1 Prozent), Dacia (plus 14,5 Prozent), DS (plus 12,8 Prozent), Seat (plus 12,5 Prozent) sowie Volvo (plus 11,1 Prozent) deutliche Zuwächse aufwiesen, zeigten sich bei Tesla (minus 42,8 Prozent), Nissan (minus 26,0 Prozent), SsangYong (minus 24,6 Prozent), Land Rover (minus 23,3 Prozent) und Alfa Romeo (minus 10,8 Prozent) Rückgänge im zweitstelligen Bereich. Die Importmarken werden von Skoda mit einem Anteil von 5,7 Prozent angeführt, gefolgt von Renault (3,8 Prozent) und Seat (3,5 Prozent).

Die alternativen Antriebe zeigten laut der KBA-Jahresanalyse durchgehend eine positive Entwicklung. Erdgasbetriebene Pkw (10.804/plus190,2 Prozent) waren mit einem Anteil von 0,3 Prozent und flüssiggasangetriebene Pkw (4663/plus 6,0 Prozent) mit einem Anteil von 0,1 Prozent im Jahr 2018 vertreten. Ein Anteil von 3,8 Prozent entfiel auf Fahrzeuge mit Hybridantrieb (130.258/plus 53,8 Prozent), darunter die Plugin-Hybride (31.442/plus 6,8 Prozent) mit einem Anteil von 0,9 Prozent. Elektro-Pkw (36.062/plus43,9 Prozent) konnten einen Anteil von 1,0 Prozent ausweisen.

Im Jahr 2018 wurden 63,6 Prozent (minus 1,3 Prozent) der Neuwagen gewerblich und 36,4 Prozent (plus 2,0 Prozent) privat zugelassen.

(amv)
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