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Profiltiefe: Sparen am falschen Ende

Profiltiefe : Sparen am falschen Ende

Mancher Autobesitzer erwägt, die in Sachen Profiltiefe nicht mehr taufrischen Winterreifen in der wärmeren Jahreszeit aufzubrauchen. Davon rät Thomas Salzinger, Reifenfachmann bei TÜV Süd in München aber ab.

„Die Fahrsicherheit in puncto Bremswege und Kurvenhaftung wird deutlich negativ beeinflusst. Und wer mit Winterreifen nahe der Profilgrenze unterwegs ist, erhöht die Anfälligkeit für Aquaplaning auf nasser Fahrbahn“, begründet der Experte. Zudem steigt der Verschleiß stark an. Und sofern ein ganzjährig gefahrener Winterreifen den Sommer hinsichtlich der Profiltiefe überlebte, würde die nicht für das Fahren bei hohen Sommertemperaturen ausgelegte weiche Gummimischung sehr schnell altern, so dass sie für einen weiteren Winter nicht mehr geeignet wäre.

Ebenfalls am falschen Ende spart, wer nochmals zu seinen Sommerreifen greift, obwohl die schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Sind die Reifen älter als sieben Jahre, ist ein Austausch angesagt. Das Reifenalter, beziehungsweise das Produktionsdatum kann man an der DOT-Kennzeichnung (Department of Transportation/amerikanische Verkehrsbehörde) ablesen. Diese ist auf einer der Reifenseitenwände eingeprägt und endet mit einer oval eingefassten, vierstelligen Zahlenkombination. Dabei geben die ersten beiden Ziffern die Produktionswoche und die letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr an. Die Ziffer 3617 würde demzufolge bedeuten, dass der Reifen in der 36. Kalenderwoche im Jahr 2017 hergestellt wurde.

(nom)