1. Leben
  2. Auto

Schadensfreiheit: So rettet man den Rabatt bei der Kfz-Versicherung

Schadensfreiheit : So rettet man den Rabatt bei der Kfz-Versicherung

Nach einer selbst verschuldeten Karambolage drohen bei der Autoversicherung höhere Prämien, weil der Schadenfreiheitsrabatt zurück gerechnet wird.

Einmal runtergestuft dauert es mehrere Jahre und entsprechend Geld, bis man wieder auf dem Niveau landet, auf dem man vor dem Unfall eine günstige Prämie erfahren hatte. Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, den Rabatt zu retten. Darauf macht der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) in Bonn aufmerksam. Mit dem Schadenfreiheitsrabatt belohnen Versicherer Autofahrer, die unfallfrei unterwegs sind. Wer ohne Blessuren durch das Jahr gekommen ist, klettert eine Stufe höher und spart Geld.

Das Rabattsystem gibt es in der Haftpflicht- und in der Vollkaskoversicherung, also für Risiken, die der Autofahrer selbst beeinflussen kann. Jede Versicherung hat ihr eigenes System. Laut den ZDK-Fachleuten kann es sich lohnen, bei kleineren Reparaturen den Schaden selbst zu bezahlen - rein rechnerisch eine nicht ganz einfache Sache. Sogenannte Rückkauf-Rechner, unter anderem von den Versicherern selbst, zeigen, bis zu welcher Summe das Zahlen Sinn macht. Der Autofahrer hat nach der Schadenmeldung dann je nach Anbieter ein halbes bis ein Jahr Zeit, den Schaden "zurückzukaufen".

Eine weitere Möglichkeit: der Rabattschutz. Das ist eine Option, die Autofahrer in der Haftpflicht- und Kaskoversicherung zusätzlich buchen und damit eine Rückstufung des Schadenfreiheitsrabattes nach einem selbst verschuldeten Unfall verhindern können. Die Verkehrssünder haben damit mindestens einen Schaden pro Jahr frei. Die Konditionen der Versicherungen variieren und stehen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

In älteren Verträgen schützt ein Rabattretter vor dem Prämienanstieg. Er gilt ab Schadenfreiheitsklasse 25. Der Unfallfallverursacher wird dabei nur soweit heruntergestuft, dass die Prämie nicht steigt. Weil in höheren Schadenfreiheitsklassen der Beitragssatz oftmals gleich ist, rutscht man eventuell eine Klasse tiefer, zahlt aber denselben Betrag.

Nach einem Unfall können Versicherer und Versicherte den Vertrag kündigen. Eventuell schlägt die Rückstufung bei einem neuen Anbieter nicht so sehr ins Kontor. Es ist also einen Check auf den Internetportalen wert, den Anbieter zu wechseln.

(amv)