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So pflegen Sie Ihre Autobatterie richtig

Pannenstatistiken : Schwachstelle Batterie

Laut Pannenstatistiken von Autoclubs und Hilfsdiensten sind Probleme mit dem Anlasser, in der Beleuchtung und Verkabelung heute Auslöser für viele Panneneinsätze. Die häufigste Ursache: die 12-Volt-Batterie.

Die Zahl der Panneneinsätze sinkt von Jahr zu Jahr, obwohl Pkw-Zulassungen steigen. „Kochende Kühler im sommerlichen Stau auf der Autobahn oder durchgerostete Auspuffrohre, die abfallen, kommen heute so gut wie nicht mehr vor“, schildert Karsten Graef von TÜV Süd in München seine Beobachtungen.

Dafür mehren sich Pannen durch Fehler in der Fahrzeugelektrik und -elektronik. Laut Pannenstatistiken von Autoclubs und Hilfsdiensten sind Probleme mit dem Anlasser, in der Beleuchtung und Verkabelung heute Auslöser für viele Panneneinsätze.

Die weitaus häufigste Ursache, dass ein Auto den Dienst quittiert, ist die 12-Volt-Batterie. „Bei fast der Hälfte aller Pannen war eine leere Starterbatterie der Grund für das Liegenbleiben“, erläutert Graef: „Zwischen dem fünften und sechsten Jahr im Leben eines Autos werden Defekte am Akku deutlich wahrscheinlicher. Dieser Zeitraum entspricht der durchschnittlichen Lebensdauer einer Batterie.“

Hintergrund: Autoakkus werden bei modernen Fahrzeugen extrem belastet, etwa durch die Start-Stopp-Automatik und den vielen Systemen, die an ihr hängen, beispielsweise Parkhilfen, Rückfahrkameras, Alarm- und Überwachungssysteme. Wer nicht stehen bleiben will, sollte den alten Akku rechtzeitig und vorsorglich gegen einen neuen tauschen, empfehlenswert dabei sogenannte AGM-Batterien.

Das beugt Pannen vor, denn dank der Akkutechnologie kann das Problem geringer werden. Bei gewöhnlichen Autobatterien schwimmen Bleiplatten in einem flüssigen Elektrolyten, bei AGM-Batterien ist der Elektrolyt in Gel oder Glasfaservlies gebunden. Dieses System zur Energiespeicherung ist stabiler. Das Ergebnis ist eine langlebigere und zuverlässigere Stromversorgung.

„Zudem schließt regelmäßiger Service Pannen aus“, sagt der TÜV Süd-Fachmann: „Fachwerkstätten können mit Diagnosegeräten die elektronischen Systeme eines Fahrzeugs prüfen.“ So können sie Defekten entgegenwirken, indem Bauteile vorsorglich gewartet oder wenn nötig auch ausgetauscht werden. Aber auch der Autobesitzer kann zu einer langen Lebensdauer des Akkus beitragen. So muss die Oberfläche der Batterie immer sauber und trocken sein, sonst können sich leicht Kriechströme bilden, die zur Selbstentladung führen. Die Kabelanschlüsse müssen fest angezogen sein. Die Kontakte reinigen und mit etwas Polfett (Fachhandel), das für bessere Leitfähigkeit sorgt, einschmieren.

Bei Batterien mit Verschluss-Stopfen – sie werden immer seltener – den Flüssigkeitsstand kontrollieren. Ist er zu niedrig, ausschließlich destilliertes Wasser nachfüllen. Die Bleiplatten müssen vollständig bedeckt sein. Beim Auffüllen am besten Handschuhe tragen, denn die Batteriesäure ist ätzend. Komplett gekapselte Batterien sind nicht nachfüllbar.

(amv)