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Düsseldorf: Sicher durch den Starkregen

Düsseldorf : Sicher durch den Starkregen

Autofahren im Starkregen erfordert vom Fahrer Konzentration. Leider stellt sich dabei schnell ein Tunnelnlick ein. Drauf weisen Fachleute der Arag-Rechtschutzversicherung hin. Das Nachsehen haben oft Fußgänger und Radfahrer, die vom schmutzigen Spritzwasser der vorbeifahrenden Autos getroffen werden.

Auch wenn es keine Pflicht zum Durchfahren von Pfützen in Schrittgeschwindigkeit gibt: Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer ist in der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben.

Läuft der Scheibenwischer auf Höchststufe, sollte das Tempo auf maximal 80 Kilometer pro Stunde (km/h) gedrosselt werden, empfehlen die Fachleute zudem, denn neben den Sichtbeeinträchtigungen wächst die Aquaplaning-Gefahr deutlich. Im Zweifel sollten Autofahrer an den Straßenrand oder auf einen Parkplatz fahren und dort abwarten, bis das Schlimmste vorüber ist.

Fängt es an zu regnen, sollten die Scheinwerfer eingeschaltet werden, auch tagsüber. So wird das eigene Auto leichter gesehen und Markierungen auf der Fahrbahn sowie andere Autos sind besser zu erkennen. Der Abstand zum Vordermann ist bei Starkregen besonders wichtig, denn das Wasser macht die Straße glatt, verlängert die Bremswege. Wer genügend Platz hat, kann im Notfall sicher bremsen und ausweichen.

Sicheres Fahren bei Nässe ist nur mit ausreichendem Reifenprofil möglich. Mindestens 1,6 Millimeter schreibt der Gesetzgeber vor. Besser sindn aber drei oder mehr Millimeter. Bei Aquaplaning können Reifen das Wasser nicht mehr schnell genug verdrängen, verlieren den Bodenkontakt. Besonders groß ist die Rutschgefahr im Bereich von Kurven, Unterführungen oder Spurrillen, wo sich häufig große Pfützen bilden.

Wird das Lenkgefühl auf nasser Fahrbahn plötzlich schwammig, hilft es auf keinen Fall, erschrocken auf die Bremse zu treten: Das erhöht nur die Schleudergefahr. Richtig: Gas wegnehmen, upplung treten, Gang raus, rollen lassen und möglichst nicht lenken, bis die Reifen wieder Kontakt zur Straße haben.

Eine besondere Situation bei Unwettern stellen Unterführungen dar, warnen die Fachleute. Wenn sich dort eine durchgängige Wasserfläche bildet, sollte man besser stoppen, weil ein Abschätzen der Wassertiefe erfahrungsgemäß unmöglich ist. Steckt man in einer überschwemmten Unterführung fest, heißt es, Motor ausmachen und das Auto sowie die Unterführung schnellstmöglich verlassen. Den Schlüssel sollte man allerdings stecken lassen, damit Rettungskräfte das Auto ohne eingerastetes Lenkradschloss bewegen können.

(amv)