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Köln: Schöner Reisen: Der Citroen Grand C4 Picasso ist da

Köln : Schöner Reisen: Der Citroen Grand C4 Picasso ist da

Vans sind zumeist praktisch. Die Optik ist hingegen eher bieder. Mit dem neuen Citroen Grand C4 Picasso beweist der französische Hersteller, dass es anders geht. Die neue Generation punktet zudem mit einem überzeugenden Fahrverhalten.

Platz bietet der elegant-dynamisch aussehende Grand C4 Picasso seinem Namen entsprechend in Hülle und Fülle und das bei eher geschrumpften Abmessungen. Die Länge (4,59 Meter) ist zwar identisch mit der des Vorgängers. Doch die Höhe hat um drei Zentimeter abgenommen. Dafür wuchs der Radstand um stolze elf Zentimeter.

Blickt man hinter die groß dimensionierte Heckklappe, tut sich ein üppiger Kofferraum auf: 645 Liter und damit 69 mehr als beim gleich langen Vorgänger stehen unter der Laderaumabdeckung zur Verfügung. Werden die drei Einzelsitze in Reihe Zwei soweit es geht nach vorn geschoben (15 Zentimeter sind möglich), wächst das Volumen auf etwas mehr als 700 Liter. Bei umgeklappten Sitzen auf ebenem Boden, einer Breite von 1,17 Metern zwischen den Radhäusern und einer maximalen Ladelänge von 2,75 Metern macht der jüngste Citroen einem kleinen Transporter Konkurrenz. Die erlaubte Zuladung beträgt je nach Motorisierung bis zu 655 Kilo.

Wer die siebensitzige Version wählt, darf sich aufgrund einer neuen Klapptechnik über einen leichten Zugang nach hinten freuen. Selbst für 1,80 Meter große Mitreisende ist eine Fahrt auf diesen Plätzen zumutbar. Passagiere der zweiten Reihe können selbst dann noch mit einigermaßen ordentlichen Platzverhältnissen sitzen, wenn die Sessel nach vorne gerückt sind.

Fahrer und Beifahrer haben eine sehr gute Rundumsicht. Schon allein die üppig dimensionierte Windschutzscheibe (wärmegedämmt ab zweitem Ausstattungsniveau) schafft einen lichtdurchfluteten Raum. Modern und übersichtlich präsentiert sich die Form des Armaturenträgers. Gegen Aufpreis steht ein Zwölf-Zoll großer Bildschirm zur Verfügung. Auf ihm lassen sich Instrumente und Anzeigen in unterschiedlichen Varianten bis hin zum eigenen Lieblingsbild aus dem Fotoarchiv individuell gestalten. Über einen zweiten Touchscreen werden Funktionen wie Klimaanlage, Audiosystem oder Assistenzsysteme gesteuert. Das bedarf allerdings etwas Eingewöhnungszeit.

Eine gute Rückmeldung über die Straßenverhältnisse bekommt der Fahrer von dem tadellos abgestimmten Fahrwerk. Alle Vorurteile über zu weich abgestimmte Federn und Dämpfer bei den Franzosen können an Bord des großen C4 verworfen werden. Der Grand C4 Picasso überzeugt mit seiner Mischung von Komfort und Sportlichkeit. Aufgrund der direkten Lenkung meistert er selbst schnell gefahrene Kurven richtig gut.

Als wohltuend für die Haushaltskasse darf der neue Diesel eingeordnet werden. Der 150 PS starke Zweilitermotor (27.740 Euro) soll laut Normverbrauch mit 4,5 Litern Sprit auskommen. Nach ersten Fahreindrücken zeigte der Bordcomputer trotz zügiger Fahrweise akzeptable 5,8 Liter. Das Triebwerk erfüllt zudem die EU 6-Norm. Kombiniert mit einem leichtgängigen Sechsgang-Getriebe (Sechsgang-Wandlerautomatik als Option für 1200 Euro) bietet der Selbstzünder einen starken Antritt, kraftvollen Durchzug (370 Newtonmeter) und präsentiert gibt sich ebenso laufruhig sowie leise. Zur Wahl stehen außerdem die beiden bekannten 1,6-Liter-Selbstzünder mit 90 oder 115 PS (24.490 oder 24.990 Euro). Auf der Benzinerseite bietet Citroen ein1.6-Liter-Triebwerk mit wahlweise 120 PS oder 156 PS (22.390 oder 25.040 Euro).

Bereits das Einstiegsmodell für 22.390 Euro ist mit Klimaanlage, Bordcomputer, Tempomat und Radio recht ordentlich bestückt. an. Für den Vielfahrer empfehlenswert ist das dritte Ausstattungsniveau „Intensive“ (plus 3000 Euro). Dann versüßen unter anderem Einparkhilfe, Rückfahrkamera, Leichtmetallfelgen, schlüsselloses Zugangssystem und LED-Tagfahrlicht sowie ein Navigationssystem den automobilen Alltag. Mehr Komfort bietet das „Lounge-Paket (850 Euro), etwa eine Massagefunktion für die Frontsitze. Der Beifahrer kann es sich zudem mit einer ausklappbaren Unterschenkelstütze samt weit nach hinten geneigter Rückenlehne so gemütlich machen, dass man als Fahrer glatt neidisch werden könnte.