Felgenreiniger im Test: Runter mit dem Winterschmutz!

Felgenreiniger im Test : Runter mit dem Winterschmutz!

Straßenschmutz, Bremsen-, Gummi- und Metallabrieb setzen im automobilen Alltag den Felgen zu und bilden einen hartnäckigen Belag auf den teuren Alus. Spezielle Felgenreiniger versprechen hier makellose Sauberkeit und neuen Glanz in nur wenigen Minuten ohne lästiges Schrubben.

Doch: Mit wenigen Ausnahmen hilft bei den meisten Reinigern nur mechanische Nacharbeit mit einem Schwamm, um die dreckigen Felgen wirklich sauber zu bekommen. Dies ist das Ergebnis eines Tests von zehn handelsüblichen Produkten zu Preisen zwischen acht und 20 Euro auf stark verschmutzten Felgen. Unter die Lupe genommen wurden die Reiniger von der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart und dem Fachblatt Auto Bild.

Den Testsieg sicherte sich der Felgenreiniger P21S High End von Dr. Wack (20,42 Euro), der mit der besten Reinigungsleistung und guter Materialverträglichkeit glänzte. Dieses Produkt bewerteten die GTÜ-Experten mit „sehr empfehlenswert“.

Mit großem Abstand zum Testsieger und Punktegleichstand im Endergebnis, schafften es der Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus (19,99 Euro) und der Alu-Teufel Spezial von Tuga Chemie (12,49 Euro) auf einen gemeinsamen zweiten Platz.

Ebenfalls das Prädikat „empfehlenswert“ erhielten mit nicht ganz so guter Reinigungsleistung der "Felgen-Reiniger Evotec" von Nigrin (7,59 Euro), der „Felgenreiniger Spezial“ von Liqui Moly (11,66 Euro) sowie das Aral-Produkt „Felgenreiniger Intensiv“ (10,90 Euro).

Schlecht abgeschnitten

Wegen ihrer relativ schlechten Leistung in Sachen Sauberkeit mussten sich der „Dust Cracker“ von Liquid Elements (16,99 Euro), der „Reactive Wheel Cleaner“ von Koch Chemie (19,85 Euro), der „Ultimate All Wheel Cleaner“ von Meguiar's (19,99 Euro) mit der Note „bedingt empfehlenswert“ zufriedengeben. Schlusslicht im Test: Der „Wheel Shine“ von Petronas Durance (10,95 Euro), der laut Tester auf ganzer Linie versagte und als „nicht empfehlenswert" eingestuft wurde.

Mit der Prüfanforderung „Reinigungsleistung mit Wasserstrahl ohne Mechanik“ kamen besonders die Felgenreiniger von Dr. Wack, Sonax und Aral gut zurecht. In dieser Testdisziplin wurden nach der vom Hersteller angegebenen maximalen Einwirkzeit der Reiniger die verschmutzten Felgen per Wasserstrahl aus einem Schlauch abgespritzt. Steigern ließ sich die Leistung nur noch durch den Einsatz eines Hochdruckreinigers und eines Schwamms.

Einige der „empfehlenswerten“ Reiniger wiesen auch nach dem Einsatz von Wasserschlauch und Hochdruckstrahler noch vereinzelt Schmutzreste auf der Felge auf, die sich jedoch durch Nachwischen mit dem Schwamm leicht beseitigen ließen. Bei den mit der Note „bedingt empfehlenswert“ getesteten Reinigern war die notwendige mechanische Nachbehandlung merklich größer. Hier war zusätzliche Handarbeit unausweichlich.

Große Unterschiede gab es auch bei dem Testpunkt „Praxistauglichkeit“. Hier waren gute Leistungen bei Beschriftung/Anleitung, Sprühverhalten/Dosierbarkeit sowie der Haftung des Reinigers an der Felgenoberfläche für die Bewertung entscheidend.

Materialverträglichkeit mit entscheidend

Darüber hinaus spielte die Materialverträglichkeit im Praxistest eine wichtige Rolle. Was passieren kann, wenn Reinigerflüssigkeit längere Zeit auf Felge, Bremse, Lack oder Scheinwerfer verbleiben, zeigten die Verträglichkeitstests deutlich. Lacke können aufquellen, Eisen korrodieren und Scheinwerfer-Streuscheiben aus Polycarbonat Risse bekommen. Deshalb der Rat der GTÜ-Experten: Die Felgen und das Umfeld nach jedem Reinigereinsatz gründlich mit viel Wasser abspülen. Nur so lassen sich hässliche Spuren nach unsachgemäßer Anwendung am Auto vermeiden.

(amv)
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