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Stuttgart: Reifen: Fünf-Punkte-Check vor der Urlaubsreise

Stuttgart : Reifen: Fünf-Punkte-Check vor der Urlaubsreise

Einen Fünf-Punkte-Reifencheck vor der Autofahrt in die Ferien empfiehlt die Sachverständigenorganisation GTÜ in Stuttgart. Zu wenig Luftdruck bedeutet weniger Fahrstabilität, höheren Verschleiß, einen längeren Bremsweg und im schlimmsten Fall einen geplatzten Reifen, geben die Fachleute zu bedenken.

„Der optimale Luftdruck sollte immer dem vom Hersteller empfohlenen Luftdruck bei voller Belastung entsprechen und am höchstens handwarmen Reifen gemessen werden”, erläutert GTÜ-Sprecher Hans-Jürgen Götz: „Durch eine schnelle Autobahnfahrt kann sich der Reifen erhitzen. Dadurch steigt der Innendruck. An heißen Reifen soll die Luft nicht abgelassen werden, weil nach dem Abkühlen der Druck dann gefährlich niedrig werden kann.”

Die Empfehlung des Herstellers ist meist im Tankdeckel, am Türholm oder in der Betriebsanleitung zu finden. Ein optimaler Luftdruck senkt den Kraftstoffverbrauch zudem um bis zu drei Prozent. Sommerreifen sollten mindestens eine Profiltiefe von drei Millimetern haben, denn je weniger Profil ein Reifen hat, desto höher wird die Aquaplaninggefahr. Während ein Sommerreifen mit drei Millimetern Profiltiefe bei 100 Kilometern pro Stunde (km/h) auf Nässe noch ein wenig Kontakt zur Fahrbahn hat, können Reifen mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern aufschwimmen, das Auto wäre dann vom Fahrer nicht mehr zu kontrollieren. Neben der Kontrolle des Drucks und des Profils empfehlen die Kfz-Fachleute eine regelmäßige Kontrolle der Pneus auf Risse, Einfahrschäden und Beulen. Viele Schäden sind jedoch auf den ersten Blick nicht erkennbar. Wer deshalb unsicher ist oder kürzlich eine Bordsteinkante oder ein Schlagloch unsanft mitgenommen hat, sollte Experten prüfen lassen, ob mit den Reifen alles im grünen Bereich ist.

Reifen, die älter als fünf Jahre sind, sollten häufiger auf Schäden überprüft werden, denn hier wird das Gummi spröde und das Ausfallrisiko steigt. Nach acht Jahren sollte ein Reifen aus Sicherheitsgründen in jedem Fall erneuert werden. Zuletzt sollte dem Reserverad Augenmerk gewidmet werden. „Wer bei einer Panne ein gut gewartetes Ersatzrad dabei hat, kommt damit sicher bis zum nächsten Reifenfachhandel. Wer auf das Ersatzrad verzichten will, sollte ein funktionsfähiges Reifenpannenset mitführen, mit dem er aber nur bis zur nächsten Werkstatt fahren sollte”, so Götz. Die schmalen Notreifen sind für eine Geschwindigkeit von maximal 80 Kilometer pro Stunde (km/h) und für eine Strecke von höchstens 80 Kilometern ausgelegt.

(amv)