Ratschläge für Autofahrer bei Hitze und Sonne

Hitze und Sonne : Autofahren bei Rekordtemperaturen erträglich machen

Hochsommerliche Temperaturen von nahezu 40 Grad Celsius machen so manchem Autofahrer schwer zu schaffen.

„Mit steigenden Temperaturen sinkt die Konzentrationsfähigkeit, die Ermüdung steigt, Fahrfehler nehmen zu und damit die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls“, warnt Eberhard Lang von TÜV Süd in München. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen belegt sogar, dass aufgrund hitzebedingter Unkonzentriertheit, Ermüdung oder durch verlangsamte Reaktion bereits ab einer Innentemperatur von 27 Grad die Unfallzahlen ansteigen.

Um solchen Gefahren vorzubeugen, empfiehlt sich der Einsatz einer Klimaanlage im Auto. „Aber sie sollte richtig eingestellt sein“, legt Lang Autofahrern ans Herz. Die Temperatur im Wageninneren sollte nicht kälter als acht Grad Celsius unterhalb der Außentemperatur betragen. Bei 30 Grad Außentemperatur müsste die Klimaanlage somit auf 22 Grad eingestellt sein.

Bei zu großen Temperaturdifferenzen kann es zu Erkältungen oder Herzkreislaufstörungen kommen. Außerdem sollte die Kaltluft aus dem Gebläse möglichst nicht direkt auf den Körper oder ins Gesicht gerichtet werden. Bindehautentzündungen beispielsweise sind häufig auf falsch eingestellte Klimaanlagen zurückzuführen.

Beim Losfahren empfiehlt der TÜV Süd-Fachmann, alle Fenster und Türen für einige Minuten zu öffnen, beim Start das Umluftgebläse kurz einzuschalten, erst dann die Klimaanlage in Betrieb zu nehmen. So kann eine schnellere Luftabkühlung erreicht werden. Auf kürzeren Strecken bleibt die Klimaanlage am besten ganz aus. Stattdessen fährt man mit offenen Fenstern. „Bis das Fahrzeuginnere angenehm temperiert ist, dauert es mehrere Kilometer“, schildert Lang seine Erfahrungen. Klar, „wer über den Mehrverbrauch durch die Klimaanlage diskutiert, sollte nicht vergessen, dass geöffnete Fenster für Verwirbelungen sorgen, mithin also ebenfalls einen Mehrverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten verursachen.“

Umsicht heißt es überdies beim Parken. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann sich das Interieur auf über 70 Grad Celsius erhitzen. Daher ist es ratsam, das Fahrzeug möglichst immer an einem schattigen Plätzchen zu parken. Ein zu starkes Aufheizen des Fahrzeuges kann so vermieden werden. Zusätzlichen Hitzeschutz bieten Sonnenschutzelemente für Front-, Seiten- und Heckscheiben.

Darüber hinaus gibt der TÜV Süd-Fachmann zu bedenken, dass man bei hochsommerlichen Fahrten stets ausreichend trinken und auf gesunde, leichte Ernährung achten sollte. Längere Autofahrten sollten lieber öfter einmal mit einer kurzen Pause unterbrochen und das Auto dabei gut durchlüftet werden.

(amv)
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