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Schwalbach: Range Rover Evoque: Behutsam optimiert

Schwalbach : Range Rover Evoque: Behutsam optimiert

Nach vierjähriger Bauzeit und beinahe 450.000 verkauften Exemplaren hat Range Rover sein Erfolgsmodell Evoque gründlich, aber ziemlich unauffällig aufgefrischt. Ein dezentes Facelift, sparsamere Dieselmotoren sowie ein zeitgemäßes Infotainment-System sollen nun den weiteren Verkaufserfolg sichern.

Zusätzliche Attraktivität verspricht der britische Geländewagen-Spezialist zudem von einer bislang wohl einzigartigen Entscheidung.

Optisch halten sich die Veränderungen des Kompakt-SUVs in einem überschaubaren Rahmen. Neue Stoßfänger samt einem überarbeiteten Kühlergrill kennzeichnen äußerlich die neue Modellgeneration. Weitreichender hingegen die Modernisierung im Innenraum. Auf der Höhe der Zeit ist jetzt das Infotainmentsystem mit seinem Acht-Zoll-Touchscreen, mit dessen Hilfe sich sogar die Watttiefe bei Ausflügen ins Abseits kontrollieren lässt.

Zudem haben die Entwickler großen Wert auf schnelle und umfangreiche Konnektivität gelegt. Smartphones lassen sich mithin problemlos verbinden und eigene Musik aus dem elektronischen Depot ist leicht einzuspielen. Ein Head-Up-Display mit Laser-Grafik (Aufpreis) versorgt den Fahrer mit allen wichtigen Informationen.Wertigere Materialien am Instrumententräger und auf den Türinnenverkleidungen optimieren den Wohlfühlcharakter im Innenraum des Evoque. Dazu kommen neue Sitze, die sich selbst auf längeren Fahrten als angenehm bequem erweisen. Den Fahrkomfort steigert zudem der erfreuliche geringe Geräuschpegel im Inneren.

Doch die wichtigsten Änderungen finden sich unter der Motorhaube. Hier verrichten nun zwei neu entwickelten Zweiliter-Dieselmotoren mit wahlweise 150 PS oder 180 PS (Basispreise: 36.300 Euro/39.200 Euro) ihren Dienst und zwar angenehm leise sowie kultiviert. In der Einstiegsvariante mit manuellem Sechsgang-Getriebe liefert der schwächere Diesel zwar eine gute Vorstellung ab, doch jenseits von Tempo 150 geht es nicht mehr ganz so flott voran. Wer damit ein Problem hat, der sollte in die 30 PS mehr des stärkeren Triebwerks investieren. Der Verbrauch liegt dann nach der Norm mit 5,1 Litern um 0,3 Liter über dem der 150 PS-Version. Bei der Abgasreinigung setzt Range Rover unter anderem auf ein SCR-System mit einem 14,5 Liter fassenden Harnstoff-Tank. Der Vorrat soll von Inspektion zu Inspektion reichen.

Für beide Triebwerke bietet Range Rover eine Neungang-Automatik (2350 Euro) an, die ebenfalls überarbeitet wurde. Im Zweiliter-Benziner mit 240 PS (42.500 Euro) zählt sie zur Serienausstattung. Dass ein Range Rover-Modell auf Straßen und jenseits davon eine tadellose Figur macht, ist sozusagen Unternehmenstradition. Dem Vorwärtskommen im Abseits dient nun eine neue Zusatzfunktion (ATPC) des Allradlers: Ein Offroad-Tempomat, mit dem sich bergan oder -ab jede gewünschte Geschwindigkeit zwischen Kriechgang und Tempo 30 fixieren lässt.

Ohne Frage, Lifestyle und Technik kombiniert der Evoque in einer einzigartigen Mischung. Um diesen Vorsprung zu behalten, rollt der Bestseller im kommenden Jahr auch als Cabrio an - eine Variante, die in der SUV-Welt Ihresgleichen sucht. Derzeit laufen die ersten Prototypen im Testbetrieb.

(amv)