1. Leben
  2. Auto

Erfurt: Platzregen: Bei Aquaplaning runter vom Gas

Erfurt : Platzregen: Bei Aquaplaning runter vom Gas

Platzregen gehört zu den Wetterphänomenen, die besonders oft im Sommer auftreten. Drastisch verringerte Sicht sowie die Gefahr von Aquaplanung drohen. Jetzt heißt es, runter vom Gas.

„Aquaplaning tritt dann auf, wenn Wasser auf der Fahrbahn steht und das Reifenprofil beim Durchfahren nicht ausreichend Wasser verdrängen kann“, erläutert Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen in Erfurt die unfallträchtige Situation.

Es bildet sich ein Wasserfilm. Es kommt zum so genannten Aufschwimmen des Fahrzeugs. Lenkbewegungen und Bremsversuche schlagen dann fehl. Das Fahrzeug wird unbeherrschbar. In einer solchen Konstellation heißt es Ruhe bewahren. „Auf gar keinen Fall sollten jetzt ein abruptes Brems- oder Lenkmanöver eingeleitet werden„, warnt Achmed Leser: „Wer mit eingeschlagenen oder stehenden Rädern dann wieder Bodenhaftung bekommt, kann sein Fahrzeug in der Regel nicht mehr abfangen.“

Dabei stoßen oftmals auch die elektronischen Fahrunterstützungssysteme an ihre Grenzen. „Besser ist es, das Lenkrad mit beiden Händen beherzt in Geradeausstellung zu halten und die Kupplung zu treten, beziehungsweise bei Automatikfahrzeugen die Fahrstufe N zu wählen“, rät der Verkehrsexperte. „Bei Nässe verlängert sich der Bremsweg um das 1,5-fache bis das Doppelte. Daher sollten Autofahrer bei regennasser Fahrbahn immer ihre Geschwindigkeit reduzieren und genügend Sicherheitsabstand halten“, gibt Leser zu bedenken.

Bei sehr starkem Regen rät der Fahrzeugexperte, das Abblendlicht einzuschalten. „Die Nebelschlussleuchte darf zusätzlich bei extremen Regenschauern eingeschaltet werden, allerdings erst ab Sichtweiten unter 50 Metern. Dann gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde.“

(avm)