Fahrbericht: Opel Grandland X Ultimate als Alternative

Fahrbericht : Opel Grandland X Ultimate als Alternative

Allen Diskussionen um zu hohe Werte beim Schadstoffausstoß zum Trotz: Die Nachfrage nach SUV steigt weiter stetig an. Doch nicht nur das. Auch bei der Wahl der Motoren mögen viele Kunden auf Leistung nicht verzichten.

Opel hat bei seinem Kompakt-SUV Grandland X darauf reagiert und einen starken Diesel ins Programm genommen. Der Zweiliter-Selbstzünder leistet 180 PS und ist mit einer Achtgang-Automatik kombiniert. Mit der Ultimate-Ausstattung bekommt man ein Fast-rundum-sorglos-Paket, und es bleiben nur wenig Wünsche offen.

Grundsätzlich arbeitet das Triebwerk leise und zieht kräftig durch. Dafür steht das Drehmoment von 400 Newtonmetern (Nm) bei 2000 Umdrehungen. In etwas mehr als neun Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100, in der Spitze sind 214 Kilometer pro Stunde möglich (Werksangaben). Doch die im Prinzip harmonisch abgestimmte Automatik beraubt den Motor bei spontanen Beschleunigungsmanövern ein wenig seiner Kraft. Zwar macht das Triebwerk akustisch klar, dass es gefordert wird. Es dauert allerdings mehr als nur eine der sprichwörtlichen Gedenksekunden, ehe sich der Druck aufs Gaspedal tatsächlich in flotterer Bewegung bemerkbar macht. Dann aber geht es richtig zügig voran.

Den Verbrauch des Selbstzünders, bei dem die Abgasnachbehandlung über einen SCR-Katalysator und Harnstoffeinspritzung (17 Liter AdBlue-Tank) erfolgt und der die Abgasnorm EU 6d-Temp erfüllt, beziffert Opel mit 4,8 Litern. Ein Wert, den zu erreichen nicht wirklich einfach sein dürfte. 6,8 Liter zeigte der Bordcomputer nach reichlich Stadtverkehr, ruhigen Landstraßenabschnitten und der zugegeben durchweg schnellen Fahrt über die Autobahn an.

Insgesamt erzieht der nur mit Frontantrieb angebotene Grandland X aber zu einer gelassenen Fahrweise. Wer mit hohem Tempo unterwegs ist, muss dabei nicht nur häufiger an der Zapfsäule Station machen, sondern zudem einen höheren Geräuschpegel in Kauf nehmen. Klettert die Tachonadel über die Marke 160, macht sich der Fahrtwind akustisch ziemlich deutlich bemerkbar. Das Fahrwerk indessen lässt sich trotz einer eher komfortablen Auslegung bei sportlicher Fahrt nicht aus der Ruhe bringen. Spurtreu geht es dahin, werden selbst ambitioniert anvisierte Kurven passiert.

Mit viereinhalb Meter Länge ist der Grandland das Flaggschiff im Opel SUV-Angebot. und bietet entsprechend reichlich Platz, sowohl vorne wie im Fond. Für Gepäck stehen bei voller Bestuhlung laut Werksangabe 514 bis 1650 Liter Stauraum zur Verfügung. Allerdings: Die Ladekante ist relativ hoch. Dafür bietet der Grandland beim Umklappen der Rücksitze einen ebenen Ladeboden. Das Interieur präsentiert sich Opel-typisch aufgeräumt und ist in Sachen Konnektivität auf der Höhe der Zeit.

Zur Ausstattung des Ultimate mit der Top-Motorisierung zum Preis von dann 42.610 Euro zählen unter anderem LED-Scheinwerfer (adaptives Fahrlicht), Navigationssystem, Tempomat, Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung, Spurassistent, Verkehrsschild- und Müdigkeitserkennung, 360-Grad-Kamera, Parkassistent, Frontscheibe sowie Lenkrad beheizbar, Sitzheizung vorne und hinten, 19-Zoll-Aluräder und zertifizierte Ergonomie-Sitze vorn. Die sind vor allem für Vielfahrer eine Empfehlung, komfortabel, mit gutem Seitenhalt und die Lendenwirbelstütze lässt sich in Höhe und Länge justieren.

(amv)
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