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Neuvorstellung des Honda CR-V Hybrid

Technisch auf eigenständigem Kurs : Neuvorstellung des Honda CR-V Hybrid

Hybrid ist längst nicht Hybrid. Honda zeigt mit dem neuen CR-V Hybrid eine technische Lösung, die sich grundsätzlich von allen anderen auf dem Markt unterscheidet. So setzt der japanische Hersteller zwei E-Motoren ein, von denen einer lediglich als Generator fungiert. Der wird von einem 145 PS starken Zweiliter-Benziner angetrieben, um Strom zu erzeugen.

Energie, mit der der zweite E-Motor die Räder antreibt. 184 PS kommen dann mit einem maximalen Drehmoment von 315 Newtonmetern (Nm) entweder nur auf die Vorder- oder bei der Allradversion zudem auf die Hinterachse. Den Technikern zufolge arbeitet das System in diesem dann gewählten Modus Hybrid Drive besonders effektiv, da der Benziner vorwiegend in verbrauchsgünstigen, so genannten stationären Bereichen läuft.

Wird die Taste EV Drive gedrückt, bewegt sich der CR-V rein elektrisch. Dann bezieht die E-Maschine ihre Energie ausschließlich aus der Lithium-Ionen-Batterie. Sie ist im Unterboden des Ladeabteils untergebracht und reduziert dort dessen Volumen von 561 Liter auf 497 Liter.

Bei hohem Tempo schaltet das System übergangslos in den Modus Engine Drive. Eine Überbrückungskupplung schafft eine direkte Verbindung zwischen Benziner und Rädern. Die Entwickler sehen das Aggregat dann im effizientesten Drehzahl- und Lastbereich. Überschüssige Motorenergie wird zum Laden der Batterie genutzt. Auf ein Getriebe kann verzichtet werden. Per Druckknopf wird zwischen P, N und D gewählt. Um rückwärts zu fahren, muss ein Schalter gezogen werden.

Dass sich dieser technisch eigenständige Kurs durchaus im Verbrauch bemerkbar macht, wurde bei ersten Fahreindrücken deutlich. Nach überwiegend flotter Fahrt auf Landstraßen sowie Autobahn samt einem kleinen Anteil Stadtverkehr und damit wenigen Rekuperationsphasen, zeigte der Bordcomputer des in diesem Fall aufgrund der höchsten Ausstattungsstufe 1,7 Tonnen schweren CR-V mit Allradantrieb einen Verbrauch von 6,6 Litern an. Das kann sich für ein SUV mehr als sehen lassen.

Fahrwerkstechnisch und in Sachen Ausstattung unterscheidet sich der im Februar zu den Händlern rollende Hybrid nicht vom Benziner, der seit Oktober zu kaufen ist. So sind Federung und Dämpfung eher auf Komfort denn auf sportliche Fortbewegung ausgelegt. Ebenso die Lenkung folgt dieser Richtung, wirkt bei zügiger Kurvenfahrt ein klein wenig zu indirekt. Dessen ungeachtet lässt sich das Auto aber durchaus flott bewegen.

Das Platzangebot im Passagierabteil ist reichlich bemessen, so dass selbst groß gewachsene Mitfahrer im Fond bequem reisen können. Die verarbeiteten Materialien strahlen eine gewisse Wertigkeit aus. Die Ausstattung kann sich schon in der Basisversion „Comfort“ (nur für Frontantrieb) mit unter anderen LED-Scheinwerfern und 18-Zoll-Alurädern zum Preis von 32.290 Euro sehen lassen. 43.950 Euro kostet der CR-V Hybrid mit Allradantrieb in der höchsten Ausstattungsstufe „Executive“. Der Preisunterschied zum reinen Benziner liegt bei etwa 3500 Euro.

(amv)