Stuttgart: Motoröl Studie: Kontrollen des Ölstandes eher Ausnahme

Stuttgart: Motoröl Studie: Kontrollen des Ölstandes eher Ausnahme

Zu wenig oder zu altes Öl, offensichtlich sind die Kontrolle des Ölstandes und der vorgeschriebene Schmierstoffwechsel bei vielen Autofahrern eher eine Ausnahme. Das ist ein Ergebnis einer von der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart gemeinsam mit dem Ölhersteller Castrol durchgeführten Analyse, an der mehr als 700 Fahrzeuge im Rahmen der Hauptuntersuchung teilnahmen.

Die Experten der GTÜ stellten bei jungen Fahrzeugen mit einem Alter bis zu drei Jahren stellten in 17,6 Prozent einen zu geringen oder zu hohen Ölstand fest. Die Ölanalysen ergaben bereits in 36 Prozent der Fälle eine grenzwertige Qualität, so dass in diesem Segment immerhin schon 14 Prozent für einen vorzeitigen Ölwechsel in Frage kamen.

Bei den Autos in einem Alter zwischen vier und sechs Jahren fuhren 22,5 Prozent mit falschem Ölstand bei der HU vor. „ Auffällig war hier, dass mit neun Prozent zu viel Öl der mit Abstand höchste Wert aller Fahrzeugklassen gemessen wurde“, erläutert GTÜ-Sprecher Hans-Jürgen Götz. Bei der Öl-Analyse wiesen 53,9 Prozent einen schlechten bis unzureichenden Zustand auf. Gründe dafür waren unter anderem die Anreicherung von Kondenswasser, Kraftstoff oder anderen Fremdstoffen im Motorenöl.

Im Fahrzeugalter zwischen sieben und zehn Jahren fanden sich die meisten Peilstabverweigerer. Mit 26,4 Prozent war der Anteil unzureichender Füllstände am höchsten. Bei Fahrzeugen älter als zehn Jahre bestätigte sich der Trend der Wartungsmuffel: In 26,1 Prozent der Fälle befand sich deutlich zu wenig oder zu viel Öl im Motor. Autofahrer sollten sich die Konsequenzen der Schludereien bewusst machen, mahnt Götz: „ Schließlich sind die regelmäßige Kontrolle des Ölfüllstands und die Verwendung von hochwertigen Schmierstoffen Grundvoraussetzungen für ein langes Motorleben“.

(amv)
Mehr von Aachener Nachrichten