München: Mini Roadster: Ein teurer Spaßmacher

München: Mini Roadster: Ein teurer Spaßmacher

Ein Mini ist ein Garant für Fahrspaß. Eine Steigerung dessen liefert die britisch-bayerische Marke mit dem bislang sechsten Modell, dem Roadster. Der kostet ab 22.600 Euro. Damit ist der Zweisitzer nur knapp 1.000 Euro günstiger als das Cabrio, das allerdings auch nicht als echter Viersitzer durchgeht.

Der kleine Wagen für den großen Spaß besitzt fast alles, was man von einem Roadster erwartet: Zwei Sitze, ein einfaches Stoffverdeck und Motoren, die sportliches Fahren zulassen. Nur die für einen solches Fahrzeug oft typische lange Motorhaube fehlt.

Der Hersteller hat dieses Attribut nicht künstlich aufzupfropfen versucht, sondern das bewährte Mini-Design einfach in eine Roadster-Variante umgewandelt. Dementsprechend wirkt der 3,73 Meter lange Neuling wie seine Brüder niedlich-frech und lässt sich nicht zuletzt aufgrund des Radstandes von 2,47 Metern äußerst wendig dirigieren.

Heckspoiler dient nicht der Optik

Der Mechanismus des von Hand zu bedienenden Stoffverdecks ist zwar simpel, aber nicht komfortabel. Sowohl zum Schließen wie zum Verstauen des Verdecks in die vor dem Kofferraum befindliche Nische muss man aussteigen. Ansonsten kugelt man sich den Arm aus oder verrenkt sich die Wirbelsäule.

Um nicht abzuheben wie etwa die erste Generation des Audi TT, hat der Mini einen Heckspoiler bekommen. Der fährt bei Tempo 80 automatisch aus dem Kofferraumdeckel und verstärkt so den Anpressdruck der Hinterräder. Bei einer Geschwindigkeit unter 60 Kilometer pro Stunde (km/h) versinkt das aerodynamische Korsett wieder in der Heckklappe, was zweifelsfrei der Optik zugutekommt. Die Sicherheitsausstattung wird komplettiert durch ein serienmäßiges ESP und Überrollbügel.

Passend zur Marke und zum Roadster-Image werden für den Zweisitzer nur die stärkeren Motoren der Palette angeboten. Damit stehen auf der Benzinerseite als Cooper, Cooper S oder John Cooper Works drei Vierzylinder-Triebwerke mit einem Hubraum von 1,6 Litern und einem Leistungsband von 122 bis 211 PS zur Verfügung.

In Kombination mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe liegen die Verbräuche auf 100 Kilometern zwischen 5,7 und 7,3 Litern Superbenzin (Werksangaben); der CO2-Ausstoß zwischen 133 und 169 g/km. Als Cooper SD wird der 2,0-Liter-Diesel mit 143 PS offeriert. Dessen Verbrauchswerte laut Papier: 4,5 Liter Diesel und 118 g/km CO2-Ausstoß.