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Henstedt-Ulzburg: Mietwagen-Police: Nicht nur auf Mallorca wichtig

Henstedt-Ulzburg : Mietwagen-Police: Nicht nur auf Mallorca wichtig

Die Ferienanlage, das Hotel verlassen - Land und Leute auf eigene Faust erkunden. Da bietet sich während der schönsten Wochen des Jahres ein Mietwagen an.

„Also ab zum nächsten Mietwagen-Händler und los geht es“, weiß Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg: „So machen es jährlich Tausende Urlauber, ohne zu wissen, dass sie dabei große Risiken eingehen.“ Einfach reinsetzen und losfahren kann schnell den Urlaubsspaß verderben.

Ganz wichtig: Die Mallorca-Police. Die Kfz-Haftpflichtversicherungen in vielen Urlaubsländern beinhalten oft nur sehr geringe Mindestversicherungssummen. Übersteigt dann ein vom Fahrer eines Mietwagens verursachter Schaden diese Mindestsummen, müsste der Urlauber die Differenz selbst aus eigener Tasche aufbringen. Die Mallorca-Police kommt für diese höheren Ansprüche auf.

„Dieser Versicherungsschutz kompensiert die Differenz zwischen der ausländischen und der deutschen Deckungssumme“, erläuter Bianca Boss. Diese Versicherung wird von vielen Kfz-Versicherern und Automobilclubs als sogenannte Mallorca- oder Traveller-Police angeboten. Sie kostet für vier Wochen rund 20 Euro. BdV-Tipp: Liegt die Deckungssumme unter 500.000 Euro, sollte immer eine zusätzliche Mallorca‑Police bestehen. Außerdem ist eine Vollkaskoversicherung empfehlenswert, die Schäden am Mietauto abdeckt, die durch eigenes Verschulden oder Vandalismus entstehen.

Grundsätzlich, empfiehlt Frieder Bechtel vom online-Portal „billiger mietwagen“, sollte man sein Urlaubsmobil als Frühbucher vorab ordern: „Wer von zuhause aus bucht, kann nicht nur in Ruhe Preise und Angebote vergleichen, sondern spart auch im Vergleich zur Direktanmietung vor Ort, wo kurzfristig verfügbare Mietwagen wesentlich teurer sein können.“ Außerdem können Urlauber bei Online-Angeboten ganz in Ruhe entscheiden, ob Mietwagen und Vermieter all das abdecken, was sie sich wünschen

. Bei der Übernahme vor Ort ist es wichtig, zur Vermeidung von Diskussionen über Alt-Schäden am Auto den Mietwagen auf Schäden zu prüfen und diese vom Vermieter im Vertrag oder im Übernahmeprotokoll vermerken zu lassen. In die schriftliche Dokumentation gehört außerdem der Tankfüllstand. „Ganz sicher gehen Urlauber, wenn sie sowohl Schäden als auch Tankanzeige fotografieren“, rät der Mietwagenexperte und „alles was sie vor Ort unterschreiben, auch das Übernahmeprotokoll, sollten Urlauber genau durchlesen“.

„Der Mieter sollte kein Fahrzeug akzeptieren, das nicht verkehrstauglich erscheint oder offensichtliche Mängel hat“, betont Katrin Müllenbach-Schlimme vom ADAC. Können eventuelle Mängel nicht behoben werden, sollte der Kunde das Fahrzeug ablehnen und ein intaktes Alternativfahrzeug verlangen.

Beim Thema „Tanken vor der Rückgabe“ rät der ADAC zur „Full-to-Full-Regelung“. „Das Fahrzeug wird mit vollem Tank übernommen und auch wieder mit vollem Tank zurückgegeben. Nur dann gibt es keine versteckten Serviceaufschläge oder überhöhte Benzinpreise“, empfiehlt die ADAC-Sprecherin.

(amv)