Stuttgart: Mercedes SL: Der modernisierte Klassiker

Stuttgart: Mercedes SL: Der modernisierte Klassiker

Im März rollt die nächste Generation des Mercedes SL an den Start. Der Edel-Roadster (Preis: ab 93.534 Euro) ist gespickt mit Elektronik samt Fahrassistenzsystemen und beeindruckt schon auf den ersten Eindruck mit tadelloser Verarbeitung und hochwertigen Materialien.

Entsprechend den klassischen, SL-typischen Proportionen folgt der langen Motorhaube ein zurückgesetztes, kompaktes Passagierabteil. Ein breites Heck bildet den Abschluss.

Der neue 4,6-Achtzylinder (435 PS) im SL 500 bietet trotz rund 0,8 Litern weniger Hubraum zwölf Prozent mehr Leistung als sein Vorgänger. Der Verbrauch sinkt um bis zu 22 Prozent. Gleichzeitig steigt das Drehmoment von 530 auf 700 Newtonmeter (Nm) - ein Plus von 32 Prozent (Werksangaben). Das neue V6-Triebwerk des SL 350 leistet 306 PS und stellt 370 Nm Drehmoment zur Verfügung. Es begnügt sich mit 6,8 Litern auf 100 Kilometer und ist damit fast 30 Prozent sparsamer als sein Vorgänger. Beide Motorvarianten sind mit einer serienmäßigen Start-Stopp-Funktion ausgerüstet. Der SL 350 spurtet in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde und ist damit drei Zehntel schneller als sein Vorgänger. Der SL 500 benötigt für diesen Sprint 4,6 Sekunden - acht Zehntel weniger als der bisherige SL 500.

Fast komplett aus Aluminium gefertigt

Der neue Zweisitzer ist zum ersten Mal fast vollständig aus Aluminium gefertigt und wiegt bis zu 140 Kilogramm weniger als der Vorgänger. Mercedes verwirklicht zum ersten Mal einen Vollaluminium-Rohbau in Großserie. Nur wenige Teile bestehen aus anderen Materialien. Für die Abdeckung hinter dem Tank verwenden die Konstrukteure teilweise das noch leichtere Magnesium. In die A-Säulen sind aus Sicherheitsgründen hochfeste Stahlrohre integriert. Das Ergebnis der Schlankheitskur sei spür- und messbar - „Der Fahrspaß steigt, die Umweltbelastung sinkt”, sagt Thomas Rudlaff, verantwortlich für die Aluminium-Rohbaustruktur.

Im Vergleich zum Vorgänger legt die neue Generation des SL in der Länge (plus 50 Millimeter) und Breite (plus 57 Millimeter) deutlich zu. Das schafft im Innenraum mehr Platz, vor allem für Schultern und Ellenbogen. Das Interieur präsentiert sich unternehmenstypisch hochwertig und schnörkellos. Holz-Zierelemente setzen sich von der Mittelkonsole über die Instrumententafel in die Türen fort und sorgen für einen sogenannten Wrap-around-Effekt. Zur Auswahl stehen drei Holzarten sowie zwei verschieden behandelte Aluminium-Zierelemente.

Besonders stolz sind die SL-Entwickler auf ihr neues und hoch effizientes Wisch-/Wasch-System namens Magic Vision Control. Dabei bringt das Wischerblatt die Reinigungsflüssigkeit über eine im Blatt integrierte Wasserzuführung immer direkt vor die Wischlippe - und das in beide Wischrichtungen. Ergebnis: Man erlebt beim Sprühen keinen Wasserschwall mehr, der die Sicht behindert, und hat gleichzeitig einen optimalen Reinigungseffekt.