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Stuttgart: Mercedes B-Klasse: Start in eine neue Generation

Stuttgart : Mercedes B-Klasse: Start in eine neue Generation

Die Mercedes B-Klasse galt bislang als eher betuliches Kompaktmodell, das von älteren Fahrern geschätzt wurde. In einer Top-Ten-Liste der beliebtesten Ü-60-Modelle des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen rangiert die B-Klasse nach dem Golf Plus und dem Opel Meriva auf Platz Drei.

Nun will Mercedes die Modellreihe auch jüngeren Käufern schmackhaft machen. Entsprechend wirkt und ist sie nun moderner, wird die angestammte Kundschaft aber wohl nicht verschrecken.

„So viele Neuheiten auf einen Schlag gab es noch bei keinem Modellwechsel in der Geschichte von Mercedes-Benz”, sagt Thomas Weber, Daimler-Vorstand für Konzernforschung und Leiter Entwicklung Mercedes-Benz Cars. Besonders bei Fahrdynamik und Sicherheit habe die neue Generation deutlich zugelegt. Und besonders stolz sind die Mercedes-Ingenieure auf den cW-Wert von 0,26. Neue Motoren und Doppelkupplungsgetriebe, eine radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten sowie ein flexibles Fahrzeugkonzept, das auch für alternative Antriebe gerüstet ist, sollen der Baureihe darüber hinaus den erhofften Schub geben.

Dynamischer Anspruch

Seinen dynamischen Anspruch signalisiert der „kompakte Sports Tourer” (O-Ton Werk) bereits optisch durch die niedrigere Fahrzeughöhe und die aufrechtere Sitzposition. Ebenfalls in Richtung Dynamik zielt das aufpreispflichtige Sportfahrwerk. Dabei wird der Wagen 20 Millimeter tiefer gelegt und erhält Sportdämpfer sowie eine direktere Lenkung. Doch auch bei der zahmeren Version spricht Mercedes von „faszinierender Agilität”.

Mit den neuen Vierzylinder-Ottomotoren startet eine komplett neue Motorenbaureihe. Die Aggregate leiten sich von den neuen V6- und V8-Aggregaten ab, die bereits seit dem vergangenen Jahr im Einsatz sind. In der neuen B-Klasse sind sie zunächst mit 1,6 Liter Hubraum verfügbar, als B 180 mit 122 PS und als B 200 mit 156 PS. Ihr maximales Drehmoment von 200 und 250 Newtonmetern (Nm) steht bereits ab 1.250 U/min zur Verfügung. Das verheißt üppige Durchzugskraft.

Preise einstweilen noch unbekannt

Der neue Diesel-Vierzylinder ist eine Weiterentwicklung der von der C- bis zur S-Klasse eingesetzten Motorbaureihe OM651, einem Common-Rail-Direkteinspritzer der dritten Generation. Im Hubraum auf 1,8 Liter reduziert und in vielen Details optimiert, wird der Selbstzünder erstmals bei Mercedes-Benz quer eingebaut. Als B 180 CDI stehen 109 PS zur Verfügung, als B 200 CDI sind es 136 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 250 Nm ab 1400 U/min bei dem kleineren Selbstzünder sowie 300 Nm ab 1600 U/min in der größeren Version. Portioniert wird das Leistungsangebot wahlweise mit einem neu entwickelten Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (7G-DCT), das die Motorkraft ohne Zugkraftunterbrechung weiterleitet, oder aber mit einem ebenfalls neuen, manuellen Sechsganggetriebe.

Neben einer Phalanx bereits bekannter Sicherheits- und Assistenzsysteme verfügt die neue B-Klasse serienmäßig über eine radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, was die Gefahr eines Auffahrunfalls verringert - laut Hersteller eine Weltneuheit im Kompaktsegment. Wie teuer das alles wird, darüber schweigt man sich aber einstweilen noch aus.