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Bad Soden: Korrekter Luftdruck ist auch beim Fahrrad wichtig

Bad Soden : Korrekter Luftdruck ist auch beim Fahrrad wichtig

In einem Punkt scheinen sich Auto- und Radfahrer einig: Den Reifen ihrer Fortbewegungsmittel schenken sie wenig, vielfach zu wenig Aufmerksamkeit.

Dass die regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks längst nicht Usus ist, davon ist Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) in Bad Soden, überzeugt. Er schätzt, dass „über 50 Prozent aller Radfahrer mit zu geringem Luftdruck unterwegs” sind.

Vermutlich, glaubt Neuberger, „wissen die wenigsten Radler, dass bei beinahe jedem Reifen auf der Flanke Minimal- und Maximaldruck vermerkt sind.” Dabei ist ein korrekter Luftdruck in den Fahrradreifenmaßgeblich für gutes Fahrverhalten und hohe Fahrsicherheit verantwortlich - ähnlich wie bei einem Auto.

Zu geringer Luftdruck lässt den Reifen stärker walken. Der Rollwiderstand steigt deutlich, die Fahrgeschwindigkeit sinkt. Zudem wird das Fahrverhalten schwammig. Im extremen Fall rutscht der Reifen bei einem ruppigen Fahrmanöver von der Felge. Starkes Walken malträtiert außerdem den Reifen, wodurch seine Lebenserwartung dramatisch sinkt. „Und als Krönung steigt bei sinkendem Druck auch die Pannenhäufigkeit”, sagt Kolja Oppel, Technikreferent beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).

Für den Alltag empfiehlt er: „Wer schwerer ist oder Gepäck mitführt, sollte den Luftdruck höher wählen. Fahrer mit geringem Gewicht oder Fahrer, denen der Federungskomfort des Reifens besonders am Herzen liegt, können entsprechend weniger Luft aufpumpen.” Auf keinen Fall sollten jedoch die auf dem Reifen angegebenen Grenzwerte über- oder unterschritten werden.

Oppel rät, mindestens einmal im Monat den Reifendruck des Rades zu kontrollieren. Am besten eigne sich dafür eine Standpumpe mit Manometer. Diese zeige den Druck präzise an und erlaube einfaches Aufpumpen auch bei Hochdruck- oder großvolumigen Reifen.