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Konsequenz für Verkehrssünder: Schwere Vergehen werden streng geahndet

Konsequenzen für Verkehrssünder : Schwere Vergehen werden streng geahndet

Überhöhte Geschwindigkeiten, Handy am Steuer oder Falschparken - es gibt eine lange Liste für Vergehen im Straßenverkehr. Die dazugehörigen Strafen sind über den Bußgeldkatalog geregelt. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Vergehen und das Strafmaß ist abhängig von der Gefährdung der Verkehrssicherheit.

Von leichten Verstößen bis hin zu groben Ordnungswidrigkeiten oder gar einer Verkehrsstraftat kann alles durch die Polizei geahndet werden. Doch mit welchen Kosten oder Strafen ist letztlich zu rechnen?

Die Verkehrsregeln legen das korrekte Verhalten im Straßenverkehr fest. Bei einem Verstoß folgen Verwarnungen, Bußgelder, Punkte in Flensburg oder gar das Fahrverbot für einige Monate. Die Höhe dieser Sanktionen hängt immer von der Schwere des Verstoßes ab. Als eine einfache Ordnungswidrigkeit zählt beispielsweise das Fahren ohne amtliches Kennzeichen, das Parken im Halteverbot oder der Missbrauch der Lichthupe. Selbst die Zufahrt einer Umweltzone ohne gültige Plakette wird nur mit einem Bußgeld betraft.

Bei schweren Vergehen sind die Behörden deutlich strenger, veranlassen ein hohes Bußgeld mit Punkten und Fahrverboten. Dazu zählen enorme Geschwindigkeitsüberschreitungen, das Überfahren einer roten Ampel oder das Telefonieren am Steuer. Der Missbrauch von Alkohol ist ebenso gefährlich, wird aber bei grob fahrlässiger Körperverletzung noch schwerer geahndet. Hier droht den Betroffenen sogar eine Strafverfolgung.

Ob Ampelblitzer oder überhöhte Geschwindigkeit - schnell denken Autofahrer über die Folgen ihres Vergehens nach und wünschen sich vor Eingehen des Bußgeldbescheids Gewissheit. Der Strafzettel wird jedoch erst Wochen später von den zuständigen Behörden zugestellt. Wie hoch wird die Strafe sein, drohen Punkte in Flensburg oder gar ein Fahrverbot? Der Bußgeldrechner empfiehlt sich hierfür als erste Kontrolle des Strafmaßes. Er listet die jeweiligen Vergehen auf, fragt wichtige Fakten zum Tatbestand ab und liefert die Ergebnisse laut aktuellem Bußgeldkatalog. Beispielsweise ist es wichtig, ob die Geschwindigkeit innerhalb der Ortschaft oder außerhalb überschritten worden ist. Ebenso wird die gültige Probezeit berücksichtigt oder eine mögliche Toleranz.

Punkte in Flensburg - moderne Verkehrserziehung

Leichte Vergehen werden nur mit einem Bußgeld bestraft. Kommt es aber zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs, lassen die Punkte in Flensburg nicht lange auf sich warten. Seit 2014 gibt es ein neues System, bei dem nicht mehr 18 Punkte erlaubt sind, sondern nur noch acht Punkte. Einen Punkt riskieren Autofahrer bei einer schweren Ordnungswidrigkeit inklusive hohem Bußgeld. Vergehen mit zwei Punkten sind beispielsweise der Drogenschmuggel mit dem eigenen Fahrzeug. Drei Punkte gibt es für schwere Straftaten, wie die Gefährdung des Verkehrs durch enormen Alkoholeinfluss. Sie sorgen immer für den sofortigen Entzug des Führerscheins.

Mit dem aktuellen System werden die Vergehen auf ihre Schwere hin geprüft und deutlich strenger bei Gefährdung der Verkehrssicherheit laut StVO geahndet. Dabei kann jeder Verstoß nur einzeln getilgt werden und die Laufzeit der Punkte lässt sich nicht mehr aufsummieren.

Die jeweilige Anzahl bringt folgenden Konsequenzen mit sich:

1 bis 3 Punkte

  • Lediglich eine Vormerkung
  • keine folgenden Maßnahmen

4 bis 5 Punkte

  • Schriftliche kostenpflichtige Ermahnung
  • Hinweis auf die Teilnahme am freiwilligen Seminar zur Fahreignung
  • Punkteabbau möglich

6 bis 7 Punkte

  • Schriftliche kostenpflichtige Ermahnung
  • Hinweis auf die Teilnahme am freiwilligen Seminar zur Fahreignung
  • Punkteabbau nicht mehr möglich

8 Punkte

  • Entzug des Führerscheins
  • Sperrfrist von 6 Monaten, Auflage zur MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung)

Wer die Gesamtpunktzahl von fünf Punkten überschritten hat, kann an einem freiwilligen Fahreignungsseminar teilnehmen. Dadurch lässt sich ein Punkt sofort wieder von der Liste streichen. Die Maßnahme darf aber nur alle fünf Jahre durchgeführt werden. Andernfalls trägt die Zeit zur Tilgung der Punkte bei. Folgende Fristen gelten bei den jeweiligen Vergehen:

  • Ordnungswidrigkeiten mit 1 Punkt - 2,5 Jahre
  • Grobe Verstöße mit 2 Punkten - 5 Jahre
  • Straftaten mit 5 Punkten - 10 Jahre

Kommt es zum Entzug des Führerscheins, muss er bei den zuständigen Behörden hinterlegt werden. Außerdem gibt es eine Sperrfrist von sechs Monaten, in der keine neue Fahrerlaubnis beantragt werden darf. Um überhaupt wieder in den Besitz eines Führerscheins zu kommen, muss eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) erfolgen.

Strafzettel anzweifeln - Einspruch einlegen

Einige Strafzettel werden zu Unrecht ausgestellt, basieren auf Messfehlern oder einer falschen Beschilderung. Im Zweifelsfall muss umgehend Einspruch gegen den Bescheid eingereicht werden. Wer das Bußgeld bezahlt oder die Frist von meist zwei Wochen verstreichen lässt, nimmt den Vorwurf an und schließt das Verfahren damit ab. Für den ersten Einspruch ist nicht immer ein Anwalt nötig. Zu jedem Bußgeldbescheid muss es einen Anhörungsbogen geben. Betroffene bekommen hier die Möglichkeit, das Geschehen aus ihrer Sicht zu schildern, Beweise beizufügen oder Zeugen zu nennen.

Anschließend werden die Unterlagen durch die zuständigen Behörden geprüft. Bereits leichte Messfehler oder eine fehlende Toleranz führen zur Milderung der Strafe, sodass von einem Fahrverbot oder Punkten in Flensburg gänzlich abgesehen werden kann.

(vo)