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Leon Cupra: König der Löwen

Leon Cupra : König der Löwen

Die Cupra-Familie wächst weiter. Der im Herbst anrollende neue Cupra Leon soll nicht nur mit nochmals gesteigerter Performance auftrumpfen. Der neue König der Löwen trägt jetzt erstmals auch das Logo der Marke.

Gleich vier unterschiedliche Antriebsvarianten gibt der sportliche Seat-Ableger dem Cupra Leon mit auf den Weg. An der Spitze steht dabei die 310 PS starke Version des 2.0 TSI, die allerdings lediglich dem Sportstourer mit Allradantrieb vorbehalten bleibt. Sowohl für Kombi als auch den Viertürer stehen drei weitere Kraftquellen zur Verfügung. In der 300 PS-Version wuchtet der Zweiliter-Benziner seine 400 Newtonmeter (Nm) ebenso auf die Vorderachse wie bei dem Einstiegsaggregat mit 245 PS, das immerhin noch über ein Drehmoment von 370 Nm verfügt.

Dem allgemeinen Trend der Elektrifizierung folgend hat Cupra dem Leon auch ein Plug-in-System verpasst. Unter der Haube werkelt hier ein 1,4-Liter-TSI der in Kombination mit der 110 PS starken E-Maschine für eine Leistung von 245 PS sorgt. Die Lithium-Ionen-Batterie mit 13 Kilowattstunden soll laut Cupra-Vorstand Wayne Griffiths eine rein elektrische Reichweite von etwa 60 Kilometern ermöglichen. Bei der Auslegung des Hybrid-Systems haben die Entwickler besonderes Augenmerk auf die Performance gelegt, um den sportlichen Charakter der Marke zu betonen. „Indem wir die Motorvarianten um einen leistungsstarken Plug-in-Hybridantrieb erweitern, unterstreichen wir das Bestreben, die Elektrifizierung des High-Performance-Segments voranzutreiben. Zudem erreichen wir eine deutliche Leistungssteigerung und überragende Fahrleistungen“, so Axel Andorff, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Cupra.

Alle Antriebsversionen des Cupra Leon sind mit einem überarbeiten Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Bei der „Shift-by-Wire-Technologie“ ist der Schalthebel nicht mechanisch, sondern elektronisch mit dem Getriebe verbunden. Die Gangwechsel sollen nun präziser, sanfter und vor allem schneller sein. Die Schaltwippen am Lenkrad für besonders sportliches Fahren bleiben dennoch erhalten. Im Vergleich zum Seat Leon rückt die Cupra-Version an der Vorderachse 25 Millimeter und an der Hinterachse 20 Millimeter näher an die Straße. Das führt zu einem niedrigeren Schwerpunkt und hat damit eine deutlich sportlichere Straßenlage zur Folge.

Um ein hohes Maß an Agilität und möglichst gute Rückmeldung von der Fahrbahn zu erreichen, ist im König der Löwen serienmäßig eine progressive Lenkung eingebaut. Die adaptive Fahrwerksregelung (DCC) reagiert innerhalb von Millisekunden auf Veränderungen der Fahrbahnverhältnisse und verändert die Fahrwerkseinstellung entsprechend. Dem Fahrer stehen vier unterschiedliche Fahrprofile stehen zur Wahl: Comfort, Sport, Cupra und Individual. Dabei ist es vor allem der Cupra-Modus, der den Cupra Leon von einem unaufgeregten Alltagsfahrzeug zum reinrassigen Sportler mutieren lässt.

„Mit dem 4Drive Allradsystem, das im Sportstourer zum Einsatz kommt, analysiert das Fahrzeug permanent die Fahrereingaben in Echtzeit, um jederzeit die optimale Antriebskraft an die einzelnen Räder zu übertragen“, so Andorff. Das auf der Hinterachse installierte System befindet sich am Ende der Antriebswelle kurz vor dem hinteren Differenzial. Vorteile seien eine bessere Gewichtsverteilung und eine Verringerung von Reaktionszeit. In weniger als fünf Sekunden gelingt der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100. Bei 250 Kilometer pro Stunde wird elektronisch abgeregelt.

Die sportliche DNA zeigt sich auch optisch. So unterscheidet sich der Cupra mit einer großen Frontschürze, üppigen Lufteinlässe, mächtigen Seitenschweller, markanten Endrohren und 19-Zoll-Räder (wahlweise in den Farben Kupfer oder Diamant) vom herkömmlichen Leon. Optional lässt sich der Cupra Leon mit kupferfarbenen 370-Millimeter-Brembo-Bremsen aufrüsten. Frontgrillrahmen, Frontschürze und Außenspiegel sind generell in dunklem Chrom ausgeführt. Serienmäßig gibt es Voll-LED-Scheinwerfer und die Außenspiegel projizieren beim Entriegeln des Fahrzeugs deutlich sichtbar den Cupra-Schriftzug auf den Boden. Außerdem sind LED-Blinker in den Spiegeln integriert. Am Heck gibt es ein durchgängiges LED-Leuchtenband. Und dann ist da natürlich noch das Logo. Statt des typischen S im Kühlergrill eines Seat prangt im Gesicht des König der Löwen das Cupra-Signet.

Das findet sich auf dem Lenkrad ebenfalls wieder, wo nun auch der Starterknopf für den Motor sowie der Wahlschalter für den Cupra-Modus angesiedelt sind. Während das digitale Kombiinstrument und der Touchscreen für das Infotainmentsystem ebenso wie der kurze Schalthebel fürs DSG aus dem herkömmlichen Leon bekannt sind, hebt sich der Cupra mit Elementen aus Kupfer und dunklem Chrom ab. Der Fahrer findet auf einem Sportschalensitz besten Halt. In der Standardausführung „Cupra Tech“ sind die Sitze in der Mitte mit Stoff und die Seitenwangen mit Kunstleder bezogen. Die Option „Cupra Timeless“ bietet schwarzes Leder und eine elektrische Sitzeinstellung mit Memory-Funktion.

(amv)