Glatte Straßen: Auto richtig winterfest machen

Glatte Straßen : Das Auto richtig winterfest machen

Nicht immer macht Autofahren Spaß. In den Wintermonaten, wenn das nasskalte Wetter für spiegelglatte Straßen, schlechte Sicht und vereiste Türen sorgt, kann selbst der passionierteste Autofahrer die Nerven verlieren. Um auch harte Winter ohne Schäden und Pannen zu überstehen, sollte das Fahrzeug vor dem ersten Glatteis wetter- und winterfest gemacht werden.

Check-Ups sparen Kosten und Nerven

Viele Autofahrer kennen die Problematik: Man will morgens mit dem Auto zu einem dringenden Termin fahren, muss aber zunächst die Scheiben freikratzen und das Türschloss vom Eis befreien. Sitzt man schließlich im Auto und möchte den Motor starten, springt das Fahrzeug partout nicht an. Gerade bei älteren Autos mit einer schwachen Batterie kann dies im Winter schnell passieren.

Auch unterwegs lauern bei Wintereinbruch viele Risiken auf den Straßen. Schneeverwehungen und Eisregen, schlechte Sicht und rutschige Straßenverhältnisse sorgen nicht selten für ein plötzlich auftretendes Verkehrschaos. Wenn das Auto für die kalte Wetterperiode nicht richtig gerüstet ist, hat man als Besitzer häufig das Nachsehen. Denn durch die Witterung oder schlimmstenfalls durch Unfälle entstehen dann oft Schäden am Fahrzeug. Die Folgen: jede Menge Ärger, viel verlorene Zeit und hohe Reparaturkosten.

Gut versichert durch den Winter

Empfehlenswert ist es, das Fahrzeug bereits im späten Herbst in die Werkstatt zu bringen und dort auf seine Winterfestigkeit zu testen. Insbesondere die Autobatterie, die bei Minusgraden sehr anfällig ist, sollte gecheckt werden, um ein Liegenbleiben zu verhindern. Auch sollten Fahrzeughalter den Jahreszeitenwechsel zum Anlass nehmen, um den Schutz ihrer KFZ-Versicherung zu überprüfen. Über den Vollkasko-Schutz und KFZ-Schutzbriefe kann man sich zum Beispiel auf der Seite der Naspa informieren - so fällt es leichter, die richtigen Policen zu finden.

Auch sichere Reifen sind besonders im Winter essenziell. Zwar herrscht in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern keine generelle Winterreifenpflicht, dennoch ist es gesetzlich vorgeschrieben, auf winterliche Straßenverhältnisse ausreichend vorbereitet zu sein. Im Gebirge sind dafür oft sogar Schneeketten nötig. Wer bei rutschigen Straßen, Schnee und Eis mit Sommerbereifung erwischt wird, muss mit einem Bußgeld zwischen 60 und 80 Euro rechnen sowie mit einem Punkt in Flensburg.

Neue Winterreifen benötigen ab 2018 darüber hinaus das Alpine-Symbol mit einer Schneeflocke - Reifen mit M+S-Zeichen reichen nicht mehr aus. Bis 2024 sind Reifen mit dem älteren Symbol jedoch noch zulässig.

Ebenfalls gut zu wissen: Bei kalten Außentemperaturen ist die Batterie enorm gefordert. Kurze Strecken sollten nach Möglichkeit vermieden werden, da sie meist nicht ausreichen, um die Batterie wieder vollständig aufzuladen. Um unnötiges Kratzen der Windschutzscheibe zu vermeiden, hilft eine Thermomatte. Besonders wichtig: Enteisungsspray immer in der Tasche und nicht im Auto selbst aufbewahren.

(rd)
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