Subaru Outback 2.5i Sport Lineartronic: Für Familien und Freizeitaktivisten

Subaru Outback 2.5i Sport Lineartronic : Für Familien und Freizeitaktivisten

Auf der Suche nach einem Fahrzeug mit viel Platz für Passagiere samt Gepäck, dazu noch Allradantrieb sowie eine robuste Optik ist der Subaru Outback vermutlich nicht die erste Wahl. Dabei bietet diese Mischung aus Kombi und SUV nicht nur dies alles, sondern zudem ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Mit einer Höhe von 1,60 Metern ist der 4,82 Meter lange Subaru Outback zwar 15 Zentimeter höher als ein VW Passat (1,45 Meter), bleibt aber auch gut zehn Zentimeter unter einem Touareg. Abmessungen, die ihm ein ebenso elegantes wie kraftvolles Aussehen verleihen. Dazu tragen außer den markant herausgearbeiteten Stoßfängern mit weit in die Flanken reichenden Scheinwerfern noch die Kunststoffbeplankung an den Seiten sowie der angedeutete Unterfahrschutz am Heck bei. Mit 22 Zentimetern Abstand zum Boden steht dem Einsatz abseits befestigter Straßen wenig im Weg.

Diese Bodenfreiheit sorgt zudem für einen angenehmen Ein- und Ausstieg, da die mit Leder bezogenen Sitze entsprechend höher positioniert sind. Einzig die ziemlich breiten und hohen Schweller geben Anlass zu Kritik, da Hosen oder Mäntel dadurch schnell beschmutzt werden. Tadellos ist das Platzangebot für alle Insassen. Kopf- und Ellbogenfreiheit sind reichlich bemessen. Fondpassagiere können selbst dann noch gemütlich ihre Beine ausstrecken, wenn der Sitz vorne auf eine 1,85 Meter lange Person eingestellt ist.

Platz für das Gepäck gibt es ebenfalls reichlich. Das Ladeabteil lässt sich von 559 Liter auf bis zu 1848 Liter Volumen vergrößern. Die Ladekante liegt auf angenehmer Höhe und die sich elektrisch öffnende Heckklappe schwingt weit auf. Nur auf das Gewicht der zusätzlichen Ladung sollte man achten. Der Outback Sport erlaubt lediglich 469 Kilogramm Zuladung.

Zu einem angenehmen Aufenthalt an Bord lädt die moderne Gestaltung des Innenraums ein. Die großzügig bemessenen Fensterflächen lassen ihn hell und freundlich wirken. Gleichzeitig geben Details wie der weich geschäumte, mit schicken Nähten verzierte Armaturenträger oder die Einlagen in Klavierlackoptik sowie Alu dem Outback einen hochwertigen Charakter. Der acht Zoll große Touchscreen liegt in guter Höhe. Die großen Anzeigen sowie Apps machen die Bedienung während der Fahrt einfach. Im ersten Moment befremdlich wirken die recht groß geratenen Satelliten am Multifunktionslenkrad für die Lenkradheizung und die Aktivierung des Info-Bildschirms zwischen den Rundinstrumenten. Aber man gewöhnt sich schnell daran.

Mit einem CD-DAB-Radio, zwei USB-Anschlüssen, SD-Kartenslot und Bluetooth-Freisprecheinrichtung ist der Outback in Sachen Konnektivität bereits ab Werk gut ausgestattet. Bei der Sport-Version gehört das Navigationssystem samt Smartphone-Schnittstellen wie Apple CarPlay und Android Auto zum Lieferumfang.

Beim Antrieb lässt Subaru keine Wahl. Im Angebot ist lediglich ein 175 PS starker 2,5-Liter-Benziner in Boxer-Bauweise. Das leise arbeitende Aggregat ist bei einem maximalen Drehmoment von 235 Newtonmetern (Nm) bei 4000 Umdrehungen kein Ausbund an Dynamik. Dabei sind die Höchstgeschwindigkeit von 198 Kilometern in der Stunde (km/h) sowie der Sprint von 10,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 (Werksangaben) für einen Wagen mit 1,6 Tonnen Leergewicht grundsätzlich ok. Doch das deutlich verzögert ansprechende CVT-Automatik-Getriebe macht den Antritt etwas zäh. Insbesondere bei Überholmanövern heult das Triebwerk zunächst deutlich lauter auf als sich Leistung entwickelt. Fordert man die häufig ab, dann rückt der von Subaru angegebene Durchschnittsverbrauch von 7,3 Litern in weite Ferne. Stattdessen zeigt der Bordcomputer knapp zehn Litern an.

Ganz im Sinne einer komfortablen Familienreise ist die Abstimmung des Fahrwerks gelungen, wobei Federn und Dämpfer dennoch straff genug ausgelegt sind. Selbst zügig gefahrene Autobahnausfahrten meistert der Outback ohne den Fahrer vor Probleme zu stellen. Positiv wirkt sich die präzise Lenkung aus.

So souverän die Fahrleistungen sind, so umfangreich ist die Sicherheitsausstattung. Mittlerweile stattet Subaru seine Fahrzeuge alle mit dem so genannten „EyeSight“-Fahrassistenzsystem aus. Zwei im Innenspiegel installierte Kameras scannen permanent das Umfeld. Die ermittelten Daten werden der adaptiven Abstands- und Geschwindigkeitsregelung übermittelt, aktivieren aber bei Bedarf auch den Kollisionswarner, den Spurhalteassistenten oder die Notbremsfunktion.

Die gegenüber dem Basispreis von 36.900 Euro um 4400 Euro teurere Sport-Variante des Outback ist unter anderem mit Klimaautomatik, elektrisch verstellbaren Sitzen, Sitzheizung auch hinten, Rückfahrkamera, LED-Scheinwerfern samt einer elektrischen Heckklappe bestückt. Wer dann noch die Metalliclackierung wählt, zahlt 42.037 Euro - eine fünfjährige Garantie bis 160.000 Kilometern Laufleistung inklusive.

(Sabine Neumann)
Mehr von Aachener Nachrichten