VW Passat: Frischzellenkur für den Bestseller

VW Passat : Frischzellenkur für den Bestseller

Der Passat ist mit 30 Millionen verkauften Einheiten weltweit das erfolgreichste Mittelklasse-Modell. Mehr als vier Jahre nach dem Start der inzwischen achten Generation rollt die Baureihe im September überarbeitet zu den Händlern.

Der Passat ist mit 30 Millionen verkauften Einheiten weltweit das erfolgreichste Mittelklasse-Modell. Zudem zählt das Auto nach dem Golf (35 Millionen Fahrzeuge) und noch vor dem legendären Käfer (21,5 Millionen Einheiten) zu den drei bislang meistverkauften Volkswagen. Mehr als vier Jahre nach dem Start der inzwischen achten Generation rollt die Baureihe im September überarbeitet zu den Händlern. Und das mit einer moderaten Preiserhöhung. Zunächst günstigstes Modell ist der Diesel mit 120 PS, der als Limousine 34.720 Euro kostet. Der Variant startet dann bei 35.825 Euro.

Äußerlich hat sich wenig getan. Front- und Heckstoßfänger, das Kühlerschutzgitter sowie der nun mittig im Heck angeordnete Passat Schriftzug sind Erkennungsmerkmale der Modellpflege. Darüber hinaus sorgen neue LED-Scheinwerfer (Matrix gegen Aufpreis), LED-Tagfahrlichter und LED-Rückleuchten für ein neues Lichtdesign. Weitaus mehr getan hat sich in den Kapiteln Konnektivität und Motoren.

Die drei unterschiedlichen Display-Konfigurationen des Cockpits können jetzt mit nur einer Taste über das neue Multifunktionslenkrad individualisiert werden. Das Navi reagiert inzwischen auf normale Sprache; aktiviert wird das System mit einem „Hallo Volkswagen“. Einzug hält zudem die dritte Generation des Modularen Infotainment-Baukasten. Mit seiner fest installierten SIM-Karte ist der Passat permanent mit dem Internet verbunden. Anders als bislang reagiert die Abstandsregelung nun mit vorausschauender Temporegelung automatisch auf Temposchilder, Kurven, Kreisverkehre und Kreuzungen. Serienmäßig integriert ist der Spurhalteassistent. Eine neue Multifunktionskamera erkennt nicht nur die Begrenzungslinien der Fahrspur, sondern ebenfalls Grasnarben oder Leitplanken.

Zum Marktstart bietet VW fünf Motorisierungen an. Es gibt zwei laufruhige und spritzige Zweiliter-Benziner (190 PS/272 PS). Dazu kommen drei Diesel, ein 1,6-Liter mit 120 PS sowie zwei Zweiliter mit 190 PS und 240 PS. Die beiden Selbstzünder hinterlassen bei ersten Fahreindrücken einen starken Eindruck, sowohl beim Antritt als auch beim Durchzug. Die Triebwerke sind alle an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt sind und besitzen einen Partikelfilter. Die zwei neuen Basismotoren werden ab August bestellbar sein. Ein Zweiliter-Diesel mit 150 PS wird mit einem Zwei-Kat-SCR-System sowie zweifacher AdBlue-Dosierung als Vorreiter einer neuen Dieselmotoren-Generation im Konzern angekündigt. Diese Triebwerke mit dem Zusatz Evo sollen besonders wenig verbrauchen und CO2 ausstoßen.

Als Plug-in-Hybrid bietet VW den Passat weiterhin unter dem Kürzel GTE zum Preis von etwa 45.000 Euro an. Hier liegt die Systemleistung wie gehabt bei 218 PS. Die elektrische Reichweite wurde jedoch auf 55 Kilometer erhöht, gemessen nach der neuen WLTP-Norm (nach der NEFZ wären es statt 50 jetzt mehr als 70 Kilometer).

Der neue Passat wird optional, bei einigen Motorvarianten serienmäßig wieder mit der adaptiven Dämpferregelung „DCC“ bestellbar sein. Dabei wurde das „DCC“ weiterentwickelt, damit der Fahrer das System noch individueller anpassen kann.

Eine eigenständige Modellversion ist der allradgetriebene Passat Alltrack. Zur serienmäßigen Spezifikation des Alltrack gehören die an Offroad-Einsätze angepassten Stoßfänger samt Unterfahrschutz, ebenfalls mit einem Unterfahrschutz ausgerüstete Schwellerverbreiterungen und robuste Radlaufverbreiterungen. Dank eines speziellen Offroad-Modus, eines modifizierten Fahrwerks mit größerer Bodenfreiheit und permanenten Allradantrieb meistert der Alltrack Passagen abseits asphaltierter Straßen. Für den Alltrack bietet VW den 2.0 TSI mit 272 PS sowie zwei TDI mit 190 und 240 PS an.

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