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Köln: Ford Focus mit mehr Power und im Sportlook

Köln : Ford Focus mit mehr Power und im Sportlook

Ford setzt auf die sportliche Karte und bietet den vor kurzem überarbeiteten Focus nun in zwei ST-Version an. 250 PS offeriert die Benziner-Variante und erstmals können Kunden auch auf einen Diesel zurückgreifen. Der leistet 185 PS. Wem das nicht langt, muss warten.

Voraussichtlich im Sommer wird eine RS-Variante nachgeschoben. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll der Wagen deutlich über 300 PS leisten und gegen die Top-Varianten von Modellen wie Mercedes A-Klasse und 1er BMW oder den Audi S3 antreten.

Beim Focus ST sorgen schlanker gestaltete Scheinwerfer, rechteckige Nebelleuchten samt einer neugestalteten Motorhaube für eine sportliche Optik. Zum Karosserie-Kit gehören darüber hinaus in Wagenfarbe lackierte Seitenschweller, Diffusor-Elemente am Heck sowie ein Dachspoiler. Eine mittig platzierte Doppelrohr-Auspuffanlage mit hexagonalen Endrohren komplettiert den Look. Um dem optischen Auftritt fahrdynamisch gerecht zu werden, haben die Techniker den Zweiliter-Selbstzünder mächtig aufgepäppelt. Herausgekommen sind 185 PS - mithin 35 PS mehr als der Topdiesel bislang besaß. Das maximale Drehmoment von 400 Newtonmeter (Nm) liegt zwischen 2000 und 2750 Touren an. Dies verleiht dem Diesel-Focus reichlich Durchzugskraft: Im sechsten Gang vergehen für die Beschleunigung von 80 auf 120 Kilometer pro Stunde (km/h/Werksangaben) gerade mal 9,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 217 km/h.

Hat man es nicht ganz so eilig, lässt sich der Wagen sogar schaltfaul fahren. Der Druck aufs Gaspedal im sechsten Gang bei 1500 Touren macht dem Diesel-ST erstaunlich zügig schnelle Beine. Kleines Manko: Der ansonsten kultiviert laufende Motor brummt in einigen Drehzahlbereichen ein wenig. Das aber trübt den guten Gesamteindruck nur wenig. Glaubt man Ford, begnügt sich der ST-Diesel mit einem ein Normverbrauch von 4,2 Liter. Realistisch dürften es um die sieben Liter sein. Marketing-Prognosen besagen, dass der neue Selbstzünder in Deutschland einen Anteil von 35 Prozent am ST-Motorenmix erreichen wird. An diversen Stellschrauben gedreht wurde ebenfalls bei dem Benziner. Der 2,0-Liter-EcoBoost-Turbo-Direkteinspritzer leistet zwar unverändert 250 PS bei einem Drehmoment von 360 Nm, präsentiert sich aber nun mit einem um sechs Prozent geringeren Normverbrauch (6,8 Liter/100 km). Als Höchstgeschwindigkeit gibt Ford 248 km/h an. Für die Beschleunigung aus dem Stand auf Landstraßen-Tempo 100 vergehen 6,5 Sekunden.

Trotz des enormen Leistungspotenzials erweist sich der Turbo aber nicht als ein nervöses Rennpferd, das nur darauf wartet, die Sporen zu bekommen. Soll die Maschine aber zeigen, was sie kann, dann ist großes Kino angesagt. Mit kernigem Sound - über die Soundanlage in den Innenraum übertragen - geht es voran, dass es eine Freude ist. Dabei machen sich die enormen Antriebskräfte schon ein wenig auf der dann leicht werdenden Vorderachse bemerkbar. Dessen ungeachtet aber lässt sich der ST aufgrund des sehr gut abgestimmten Fahrwerks spurtreu selbst durch schnell gefahrene Kurven steuern. Das Einlenkverhalten ist klasse, Federung und Dämpfung sind sportlich straff gehalten, ohne dass der Komfort auf der Strecke bleibt. Schließlich hat Ford den Focus ST auch als Familiensportler konzipiert. Auch deshalb gibt es das Modell nach wie vor als viertürige Limousine und als Kombiversion „ Turnier“ mit viel Platz fürs Gepäck. Die Preise beginnen bei 28.850 Euro (Benziner Limousine). Der Diesel kostet 29.650 Euro. Wer sich für den „Turnier“ entscheidet, muss einen Aufpreis von 950 Euro zahlen.

(amv)