Skoda Superb: Flaggschiff mit robustem Offroad-Charakter

Skoda Superb : Flaggschiff mit robustem Offroad-Charakter

Mit der Modellpflege der dritten Generation gibt es das Skoda-Flaggschiff Superb nun auch mit robustem Offroad-Charakter. Das ausschließlich als Kombi erhältliche Modell sorgt mit auffälligen Kunststoffbeplankungen an den Radkästen, den Seitenschwellern, den unteren Türbereichen, neuen Front- und Heckstoßfängern samt Unterfahrschutz in Alu-Optik sowie einer um 15 Millimeter erhöhten Bodenfreiheit auf den ersten Blick für ein vergleichsweise robustes Aussehen.

Fahrwerkstechnisch ist der Superb nach wie vor eindeutig auf Komfort ausgelegt. Souverän rollt der Mittelklasse-Vertreter selbst über arg ramponierte Straßen. Federung und Dämpfung sind so abgestimmt, dass die Passagiere von Stößen oder Schlägen weitgehend verschont bleiben. Dessen ungeachtet ist es den Techniker gelungen, eine gewisse sportliche Note zu bewahren. Die Lenkung reagiert schön direkt, gibt beste Rückmeldung von der Fahrbahn. So bleibt der Superb selbst bei flotter Kurvenfahrt sauber in der Spur.

Unverändert geblieben ist das mächtige Raumangebot des 4,86 Meter langen Wagens, der es in dieser Hinsicht mit jedem Oberklasse-Modell aufnehmen kann. Selbst mit einer Körpergröße von zwei Metern kann die Reise ohne Sorge um zu wenig Beinfreiheit angetreten werden. Der Kofferraum lässt mit einem Volumen von 660 bis 1950 Litern ebenfalls keine Kritik zu. Erstmals gibt es für den Superb eine Gepäckraumunterteilung unterhalb des doppelten Ladebodens. Die flache und unterteilte Wanne dient zum sicheren Verstauen unterschiedlicher Utensilien. Neu in der Baureihe ebenfalls eine optionale flexible Gepäckraumunterteilung mit einer versetzbaren Querstange auf dem variablen Ladeboden.

Zur Serienausstattung zählen unter anderem Allradantrieb, 18-Zoll-Aluräder (19 Zoll auf Wunsch), Matrix-LED-Scheinwerfer, ein Schlechtwegepaket mit Unterbodenschutz sowie eine Fahrprofilauswahl inklusive Offroad-Modus. Für den Antrieb des Scout, der 2200 Kilogramm an den Haken nehmen kann, stehen die beiden Top-Motorisierungen zur Verfügung. Der Zweiliter-TSI (47.450 Euro) leistet 272 PS und wuchtet ein Drehmoment von 350 Newtonmetern (Nm) auf die beiden Achsen. 190 PS und 400 Nm sowie vermutlich einen Verbrauchsvorteil von mehr als zwei Litern auf 100 Kilometer (konkrete Werte noch nicht bekannt) wirft der Zweiliter-TDI zum Preis von 46.150 Euro in die Waagschale. Beide Triebwerke sind mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Unterwegs mit dem Diesel sind es der enorme Antritt und die Durchzugskraft, die beeindrucken. Doch nicht nur das. Offensichtlich haben die Skoda-Techniker die Dämmung verbessert. Denn von den Arbeitsgeräuschen aus dem Motorraum ist erfreulich wenig zu hören.

Grundsätzlich aufgewertet haben die Designer das Passagierabteil. Die Türgriffe sind mit neuen Chrom-Applikationen versehen, die vor allem in Verbindung mit der Ambientebeleuchtung eine edle Atmosphäre entstehen lassen. Auf Wunsch stehen das Virtual Cockpit und drei unterschiedliche Infotainmentsysteme mit Touchscreen Größen von acht und 9,2 Zoll zur Auswahl. Im Scout kommen zudem Dekorleisten in Holz-Optik sowie einem speziellen Logo, das auch die Vordersitze ziert, zum Einsatz. Die Sitzbezüge bestehen aus einer spezifischen Stofffaser mit Kontrastnähten.

An der Gesamtoptik hat sich bei der Überarbeitung nur wenig getan. Der Kühlergrill trägt jetzt Doppelrippen, ist größer und ragt etwas weiter nach unten in die Frontschürze. Die flacheren Scheinwerfer reichen nun bis an den Grill heran, zudem sind die LED-Nebelscheinwerfer neugestaltet. Eine Chromleiste umschließt und verbindet die Nebelscheinwerfer im vorderen Lufteinlass. Am Heck fällt neben der horizontalen Chromleiste, die die Voll-LED-Heckleuchten verbindet, auch der neue Skoda-Schriftzug in Einzelbuchstaben ins Auge.

(red)
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