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Bonn: Fahrerwechsel und Pausen helfen bei Müdigkeit am Steuer

Bonn : Fahrerwechsel und Pausen helfen bei Müdigkeit am Steuer

Lange Fahrten ermüden, vor allem den Fahrer. Doch viele Beifahrer reagieren nicht konsequent genug auf Müdigkeit beim Autofahrenden, so die Beobachtungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) in Bonn.

Gerade einmal die Hälfte der Begleitpersonen nimmt die Müdigkeit des Fahrers wirklich ernst: 56 Prozent der befragten Begleitpersonen fragen nach einer Pause, 54 Prozent bieten einen Fahrerwechsel an und 39 Prozent fragen nach Müdigkeit, wenn sie merken, dass die Konzentration des Autofahrenden nachlässt und er oder sie anfängt zu gähnen oder sich die Augen zu reiben (Mehrfachnennung möglich).

Fast jeder Dritte unterschätzt die Gefahr von Müdigkeit hinter dem Steuer. 24 Prozent versuchen die Person am Steuer im Gespräch von ihrer Müdigkeit abzulenken (Mehrfachnennung möglich). Dies kann gefährlich werden, denn das Einzige, was hinter dem Steuer gegen akute Müdigkeit hilft, ist eine Pause, am besten alle zwei Stunden. „Beifahrer sollten im Zweifel auf einen Fahrerwechsel oder eine Pause bestehen", rät DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer.

Eine solche Pause sollte zur Regeneration mit einem Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten oder Bewegung an der frischen Luft kombiniert werden. Die Fahrtunterbrechung kann überdies für einen Fahrerwechsel genutzt werden. Auf einen Fahrerwechsel bestehen allerdings nur 23 Prozent der Personen auf dem Beifahrersitz, wenn sie merken, dass die Person hinter dem Lenkrad langsam müde wird. „Fahrer wie Beifahrer sollten Müdigkeit niemals auf die leichte Schulter nehmen; die Folgen können für einen selbst und andere Verkehrsteilnehmende dramatisch sein", warnt Ute Hammer.

(amv)