Der Stand der Dinge: Fahrbericht: Renault Kadjar TCe 160 Bose

Der Stand der Dinge : Fahrbericht: Renault Kadjar TCe 160 Bose

Nach 450.000 Exemplaren in knapp drei Jahren hat der französische Hersteller sein Kompakt-SUV aufgefrischt. Äußerlich gibt es eher marginale Änderungen an Front und Heck zu entdecken.

Wer die Modelle auf Anhieb erkennen möchte - auf dem Fahrzeugdach sorgt eine zeitgemäße Haifischantenne für besseren Radio- und GPS-Empfang.

Der Kühlergrill wurde breiter, bekam mehr Chrom. Die Stoßfänger zeigen sich ebenfalls geändert. Markanteste Merkmale an der Front sind die C-förmigen Tagfahrlichter sowie die Voll-LED-Scheinwerfer. Die Rückleuchten, Blinker, Rückfahrscheinwerfer und Nebelschlussleuchte, bestehen ebenfalls aus Licht-emittierenden Dioden. Wichtiger wohl sind die neuen Motoren, die nun im WLTP-Prüfzyklus die Euro-6d-Temp-Abgasnorm abhaken. Der im Testmodell Renault Kadjar TCe 160 EDC GPF (Basispreis: 33.590 Euro/Testversion: 35.590 Euro) eingesetzte Benziner besitzt einen Partikelfilter. Zwei-Zonen- Klimaautomatik, Licht-/Regensensor, Kurvenlicht und einiges mehr sind serienmäßig

Neu sind einige Ausstattungskomponenten und Optionen wie das R-LINK-2-Infotainmentsystem inklusive Navigation sowie Sieben-Zoll-Touchscreen oder diverse Sicherheitsassistenten wie etwa Notbremssystem, Toter-Winkel-Warner oder Rückfahrkamera (Protection-Paket: 990 Euro).

Unterwegs zeigt sich der Kadjar als ein sicheres, in seinem Fahrverhalten gut kalkulierbares und komfortables Fahrzeug. Dank einer Bodenfreiheit von 19 Zentimetern und eines Unterfahrschutzes vorne sowie am Heck kann man auch die Schotter-Abkürzung zum nächsten Bio-Bauernhof unter die 19-Zoll-Leichtmetallräder nehmen. Der 1,3 Liter-Turbomotor (159 PS/260 Newtonmeter) gefällt durch leisen Lauf und kräftigen Durchzug. Die Kraftübertragung portioniert ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Als Spitzengeschwindigkeit nennt Renault 210 Kilometer pro Stunde, für Sprint auf dem Stand auf Tempo 100 vergehen demnach 9,3 Sekunden. Das Fahrwerk vermittelt insgesamt einen komfortablen wie sicheren Eindruck, weich federnd und etwas indirekt lenkend. Selbst gröbere Landstraßenflicken und Asphaltverwerfungen bringen das mit recht langen Federwegen arbeitende Fahrwerk nicht aus dem Tritt.

Der familientaugliche Innenraum wurde ansehnlich renoviert: neue Getränkehalter zwischen den Sitzen, Ambiente-Licht, eine überarbeitete Klimabedienung und der bündig in die Mittelkonsole eingelassener Sieben-Zoll-Infotainment-Touchscreen für die Bedienung von Navigation, Radio und Fahrzeugfunktionen. Funktionen wie An/Aus, Home oder die Lautstärkeregelung wurden in die Benutzeroberfläche verlegt. Über Apple Carplay und Android Auto koppeln Smartphones. Fondpassagieren versüßen zusätzliche Lüftungsdüsen und zwei USB-Anschlüsse den Aufenthalt. Als Ladevolumen bietet der Kadjar klassenübliche 472 Liter bis 1478 Liter, sowie einen umklappbaren Beifahrersitz, der so 2,56 Meter Laderaumlänge entstehen lässt.

Der Kadjar hat sich in der Kompakt-SUV-Liga um den Komfort verdient gemacht und zählt optisch wohl zu den gelungensten seiner Art. Mit dem Facelift hat Renault ihn auf zeitgemäßen Stand aktualisiert.

(amv)
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