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Stuttgart: Ersatzbirnchen und Ersatzrad nicht vergessen

Stuttgart : Ersatzbirnchen und Ersatzrad nicht vergessen

Autourlauber sollten nicht die länderspezifischen Verkehrsbestimmungen aus dem Augenmerk verlieren.Einige Urlaubsländer haben Regeln aufgestellt, die in Deutschland weitgehend unbekannt sind und über gängige Ausrüstungen wie Verbandskasten, Warnweste und Warndreieck hinausgehen.

Daran erinnert die in Stuttgart erscheinende Zeitschrift AUTOStraßenverkehr in ihrer am Mittwoch erscheinenden Ausgabe. So müssen Autofahrer Ersatzbirnen an Bord haben, wenn sie in Frankreich, Tschechien und Kroatien unterwegs sind. Die Vorschrift gilt für Leuchtmittel, die man selbst austauschen kann, beispielsweise Blinker-, Brems- und Rückleuchten. Bei Xenon- und LED-Licht gilt: Deren Leuchtmittel müssen in der Werkstatt gewechselt werden und brauchen deshalb auch nicht bei einer Kontrolle nachgewiesen werden.

Kaum bekannt ist zudem, dass Länder wie Spanien, Ungarn, Tschechien und die Slowakei ein Ersatzrad vorschreiben. Verfügt ein Auto gewöhnlich ab Werk über ein Ersatzrad, der Fahrer hat es aber aus Platzgründen daheim gelassen, ist ein Bussgeld fällig. Ist das Auto serienmäßig ohne Ersatzrad ausgestattet, muss ein Reparaturset oder ein Reparaturspray an Bord sein.

Ebenso bei Warnwesten sollte man aufpassen. Nicht in allen Ländern genügt ein Exemplar für den Fahrer. In Frankreich muss für jeden einzelnen Fahrgast eine Weste an Bord sein. Im Nachbarland Belgien drohen laut ADAC bei Radarwarnern beispielsweise Geldstrafen oder Haftstrafen von 15 Tagen bis drei Monaten. Verdoppelung der Strafe im Wiederholungsfall. Das Gerät wird eingezogen und vernichtet. POI-Funktion ist erlaubt. Abweichende Bestimmungen besitzen ebenfalls die Niederlande, etwa bei Gespannen.

Dort dürfen auf mit ›B‹ beschilderten Straßen (Nebenstraßen) nur Fahrzeuge bis maximal 2,20 Metern Breite fahren. Die vorgeschriebene Abreissleine muss an einer separaten Öse befestigt werden; das Überlegen über die Kupplung reicht nicht aus. Und in Kroatien, Spanien und der Türkei sind zwei Warndreiecke Pflicht, wenn man als Gespann unterwegs ist. Österreich schreibt für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen einen Unterlegkeil vor. In Griechenland und der Türkei muss zudem ein Feuerlöscher an Bord sein.

(amv)