Neuvorstellung: Der VW T-Cross ist technisch eng mit dem VW Polo verwandt

Neuvorstellung : Der VW T-Cross ist technisch eng mit dem VW Polo verwandt

Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer (COO) von Volkswagen ist sich ganz sicher, der neue T-Cross wird für sein Unternehmen eine große Rolle spielen. Das SUV auf Polo-Basis kommt im Frühjahr zum Einstiegspreis von 17.900 Euro in den Handel.

Allen Dieselschmähungen zum Trotz, VW hält beim T-Cross am Selbstzünder fest und bietet einen 1,6-Liter (95 PS) an. Der TDI besitzt eine Harnstoffeinspritzung samt SCR-Katalysator und erfüllt mithin die Euro 6d-Temp-Norm. Neben dem Diesel wird es drei Benziner geben. Der Einliter-TSI-Dreizylinder (95 PS oder 115 PS) ist mit einem Partikelfilter ausgerüstet. Als Spitzenbenziner steht kurz nach dem Marktstart der bekanntermaßen laufruhige und agile 1,5-Vierzylinder mit 150 PS und Zylinderabschaltung zur Wahl. Für die Kraftübertragung sind je nach Motorisierung Fünf- oder Sechsgang-Schaltungen oder ein Siebengang-DSG-Getriebe im Einsatz.

Mit einer Länge von 4,11 Metern misst der T-Cross 54 Millimeter mehr als der Polo und ist 112 Millimeter höher (1,56 Meter). Deshalb sitzen die Passagiere im T-Cross auch zehn Zentimeter höher als im Polo. Ganz wichtig war den VW-Verantwortlichen, bei der Entwicklung, die Alltagstauglichkeit zu betonen. So lässt sich die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbank um bis zu 15 Zentimeter in der Länge verschieben. Damit variiert das Volumen des Kofferraums zwischen 385 und 455 Litern. Werden die Rücklehnen vorgeklappt, stehen maximal 1281 Liter zur Verfügung. Zudem ist (gegen Aufpreis) die Lehne des Beifahrerplatzes vorklappbar, um noch mehr Raum zu schaffen. Den haben Mitfahrer im Fond ohnehin genug. Selbst Personen mit einer Körpergröße von 1,85 Metern müssen sich keine Sorgen um Bein- oder Kopffreiheit machen.

Ähnlich wie beim auf Golf-Basis gebauten größeren Bruder T-Roc sind die Einlagen im Armaturenträger in unterschiedlichen Lackierungen zu haben. Die eingeführte Design-Line bietet dazu weitere Möglichkeiten, das Auto mit Dekors zu individualisieren. Dann sind ebenfalls Außenspiegel sowie die Umrandungen im vorderen Bereich der Mittelkonsole entsprechend farblich abgestimmt. Die gut gepolsterten und bequemen Sitze wurden aus dem T-Roc übernommen, sagt Michael Mestel, der die Modellreihe T-Cross verantwortet. Wichtig war ihm überdies, mindestens einen USB-Anschluss und ein Radio serienmäßig im Auto zu haben. Wer sich für eine höherwertige Anlage entscheidet, der bekommt vier USB-Anschlüsse, zwei vorne und zwei hinten. Dazu gibt es im hinteren Bereich der Mittelkonsole ein Fach, im dem die Mitfahrer auf der Rückbank ihr Handy beim Laden ablegen können.

Andreas Krüger, Baureihenleiter weltweit für die kleinen Modelle wie Up, Polo und jetzt T-Cross, weist darauf hin, dass zahlreiche Sonderwünsche erfüllt werden können. So sind optional beispielsweise das digitale Cockpit mit einem Acht-Zoll-Infotainment-Touchscreen, ein Activ Info Display, eine Ladestation für induktives Laden und diverse Assistenzsysteme zu haben. Ein schlüssellose Schließ- und Startsystem macht den Zugang zum T-Cross auf Wunsch komfortabler. Ebenfalls bestellbar ist ein Fernlichtassistent, der automatisch dafür sorgt, dass der Fahrer, wann immer möglich, mit Fernlicht unterstützt wird. In Serie gibt es außer dem Front-Assist für den T-Cross sogar einen Spurhalteassistenten.

Hinsichtlich der Optik weist Chefdesigner Klaus Bischof darauf hin, dass bei der Gestaltung der Front der Touareg Vorbild für den kleinen Bruder in der T-Familie mit T-Roc, Tiguan und Tiguan Allspace gewesen sei. Der lange Radstand, die ausgeprägten Radhäuser mit Platz für große Räder (16 bis 18 Zoll), eine doppelte so genannte Charakterlinie weit oben an den Flanken sowie das Reflektorband in einer schwarzen Blende am Heck als Verbindung zwischen den Rücklichtern will er ebenfalls als T-Gene verstanden wissen. Diese T-Gene werden nach den Worten von Ralf Brandstätter in der nahen Zukunft noch häufiger bei VW zu sehen sein. „Bis 2025 werden 50 Prozent aller neu zugelassenen Volkswagen ein SUV sein. Darunter auch E-Fahrzeuge“, so seine Prognose.

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