Der Volvo XC40 T5 TwinEngine ist unter Strom gesetzt

Neuvorstellung : Der Volvo XC40 T5 TwinEngine ist unter Strom gesetzt

Mit 53.357 Zulassungen im vergangenen Jahr hat Volvo seit 2013 seine Verkäufe nahezu verdoppelt. Im Premium-Segment haben sich die Skandinavier mit chinesischem Besitzer damit inzwischen einen Marktanteil von 6,3 Prozent erobert.

Besonders großer Beliebtheit erfreut sich das SUV-Modell XC60 (17.092 Einheiten), gefolgt vom kleinen Bruder XC40 (13.102 Einheiten). Gleichzeitig ist der Anteil der Verkäufe von Plug-in-Hybriden um 60 Prozent gestiegen.

Da ist es nur folgerichtig, dass der kleine SUV nun in einer elektrifizierten Version zu den Händlern rollt. Der Volvo XC40 T5 TwinEngine ist das erste Modell zum Aufladen an der Steckdose, das über einen 1,5-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor verfügt. Zu dessen Kraft von 180 PS und dem maximalen Drehmoment von 265 Newtonmetern (Nm) zwischen 1500 und 3000 Umdrehungen steuert der 82 PS starke Elektromotor noch einmal 160 Nm Drehmoment bei. Wenn nicht gerade besonders emissionsfreies Fahren auf dem Programm steht, dann sorgt diese Kombination für Power beim Antritt oder bei Überholmanövern.

Allerdings schmilzt dann die elektrische Reichweite (maximal 50 Kilometer) wie Schnee in der Sonne. Nachgeladen wird der 10,7 Kilowattstunden Lithium-Ionen-Batterie in drei Stunden (16 Ampere), fünf Stunden (zehn Ampere) oder neun Stunden (sechs Ampere). Zudem lädt der E-Motor den Akku mit der beim Rollen und Bremsen gewonnenen Energie auf. Das regenerative Bremssystem nutzt zur Rückgewinnung und Weiterleitung elektrischer Energie teilweise die Brake-by-Wire-Technik. Sie zeichnet sich gegenüber mechanischen Systemen durch ein geringeres Gewicht, ein präziseres Pedalgefühl, eine höhere Reaktionsschnelligkeit sowie geringere Geräusche und Vibrationen aus. Inwiefern der ausschließlich als Fronttriebler lieferbare XC40 rein elektrisch oder mit einer Kombination aus Verbrenner und E-Aggregat unterwegs ist, hängt vom Ladezustand der Batterie und dem gewählten Fahrmodus ab.

Beim Start ist immer der Hybrid-Modus aktiviert, der automatisch die optimale Antriebsquelle wählt. Während es im wahrsten Sinne des Wortes „Pure“ in der gleichnamigen Einstellung bis maximal Tempo 125 rein elektrisch vorangeht, nutzt der Power-Modus alle Kräfte, die zur Verfügung stehen. Mit einem Druck auf die „Hold“-Taste auf dem zentralen Display wird der aktuelle Batterieladestand für eine spätere Nutzung aufgespart. Ein paar Kilometer Extraenergie für die Nutzung des kompakten SUV als Stromer liefert die Betätigung der „Charge“-Taste. Dann lädt der Benzinmotor die Batterie nach. So oder so erfolgt die Kraftübertragung über ein neu entwickeltes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit Shift-by-Wire-Steuerung – reibungslos und für den Fahrer vollkommen unbemerkt.

Dank der kompakten Bauweise des Elektroantriebs geht den Passagieren so gut wie nichts vom Platzangebot in dem 4,42 Meter langen und komfortabel ausgestatteten Viertürer verloren. Das Ladevolumen des Kofferraums liegt wie in den konventionellen Antriebsvarianten bei 460 Litern. Einzig der optional angebotene faltbare Laderaumboden ist in dem ab 49.000 Euro angebotenen Plug-in-Modell nicht verfügbar. Und noch einen Unterschied gibt es: das Tankvolumen beim T5 TwinEngine beträgt 48 Liter, bei den übrigen Motorisierungen sind es 54 Liter.

Um elektrisches Fahren attraktiver zu gestalten, offeriert Volvo zudem zwei Aktionen. Zum einen kann eine Wallbox inklusive Installation zu Konditionen geleast werden, dass am Ende der Laufzeit laut Volvo ein Kundenvorteil von bis zu 2000 Euro entsteht. Nach Abschluss der Leasingzeit bleibt die Wallbox im Besitz des Kunden. Auf der anderen Seite übernimmt der Autobauer die Stromkosten für ein ganzes Jahr. Einzige Voraussetzung ist dafür, die gefahrenen Kilometer über die so genannte „Volvo on Cal App“ aufzeichnen zu lassen. Nach zwölf Monaten wird dann Bilanz gezogen und die Kosten für den verbrauchten Strom werden nach einem Durchschnittswert an den Kunden ausgezahlt. Ein paar 100 Euro können da durchaus zusammenkommen.

(amv)