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Fahrbericht: Der Toyota Aygo x-play connect ist klein und oho

Fahrbericht : Der Toyota Aygo x-play connect ist klein und oho

Der Toyota Aygo bietet alles, was man von einem Kleinwagen erwartet. Raumangebot, Fahrleistungen und -komfort reichen für die Stadt allemal, selbst für Touren im urbanen Umfeld.

Über sein äußeres und inneres Design kann man streiten. In jedem Fall aber präsentiert sich der Cityfloh mit einer originellen Optik.

Etwa die Frontpartie im sogenannten X-Design. Wie ein üppiges Andreaskreuz ziehen sich die Kontrastlinien einmal quer über die Karosserie, jeweils von Außenspiegeln bis unter das gegenüber liegende Radhaus. Im Inneren gibt sich das Cockpit ebenfalls ungewöhnlich und poppig gestaltet. Per Sieben-Zoll-Touchscreen im Armaturenbrett lässt sich die Musikanlage, das Navigationsgerät oder die Smartphone-Anbindung via Mirror-Link steuern.

Was, wie zu bedienen ist, erschließt sich schnell. Aber: Das Lenkrad einschließlich Tacho und Drehzahlmesser lässt sich nur in der Höhe justieren und am Dachhimmel fehlen Haltegriffe, die beim Ein- und Aussteigen unterstützen könnten. Der Bordcomputer informiert beispielsweise über Momentan- und Durchschnittsverbrauch, die Bedienung ist aber nicht optimal. Man muss zum Aufrufen der jeweiligen Informationen durch oder um das Lenkrad herumgreifen.

Vorn zeigt der Viertürer ein gutes Platzangebot, im Fond können allenfalls kleinere Kinder sich wohlfühlen. Das Ladeabteil ist im Klassenvergleich nur durchschnittlich. Zwischen 168 Liter und dachhoch 812 Liter finden Platz. Der Zugang ist allerdings durch die vergleichsweise schmale Hecktür und die hohe Ladekante erschwert.

Als etwas rauer Geselle gibt sich der Ein-Liter-Dreizylinder. Der Ottomotor leistet 72 PS und weist ein maximales Drehmoment von 95 Newtonmeter (Nm) aus. Damit ist laut Toyota der Aygo maximal 160 Kilometer pro Stunde (km/h) schnell und absolviert den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 14,2 Sekunden. Für sein urbanes Habitat ist das völlig ausreichend. In höheren Drehzahlregionen und bei höherem Tempo steigt der Geräuschpegel beträchtlich, was Überland- und Autobahnfahrten ermüdend macht. Im normalen Fahrbetrieb pendelt sich der Benzinverbrauch bei fünf Liter ein.

Bei einer Gesamtlänge von nur 3,45 Metern und einem entsprechend kurzen Radstand darf man komforttechnisch keine Wunder erwarten. Das Fahrwerk agiert gleichwohl ausgereift und sicher. So verschont der Kleinstwagen seine Insassen von allzu heftigen Verwerfungen des Straßenbaus.

Das Kapitel Verarbeitungsqualität hakt der Aygo unternehmenstypisch souverän ab. Alle die Anbauteile sind ordentlich eingepasst. Die Spaltmaße verlaufen weitgehend gleichmäßig und auch der Innenraum zeigt sich ordentlich verarbeitet. Allerdings wird angesichts des vielen Plastiks deutlich, in welcher Preisklasse der Aygo rangiert. Mit einem Grundpreis von 12.990 Euro ist der Aygo 1.0 x-play connect zwar nicht besonders günstig, besitzt aber eine ordentliche Serienausstattung. Eine umfangreiche Liste an Zusatzausstattungen offeriert noch das ein oder andere Nette oder Nützliche. Die 600 Euro für eine Rückfahrkamera bei dem Cityflitzer dürften da allerdings eine überflüssige Investition sein.

(amv)