Der neue VW T-Roc R 70: Auf Sport getrimmt

Der neue VW T-Roc R 70 : Auf Sport getrimmt

Bennie Leuchter macht seinem Namen alle Ehre. Mit leuchtenden Augen hat er soeben am Steuer des neuen T-Roc R 70 kurvenreiche Kilometer auf engen Straßen bei ständigem Auf und ab hinter sich.

„Der geht auf diesem Terrain schon wirklich gut“, urteilt er mit Blick auf den Wagen. Muss er wohl auch, schließlich hat der VW-Werksfahrer gemeinsam mit Rally-Weltmeister Petter Solberg tatkräftig an der Abstimmung des R-Modells mitgearbeitet, dabei zahlreiche Testkilometer auf der Nordschleife absolviert.

Leuchters Begeisterung ist weder der Nähe zu seinen seinem Arbeitgeber geschuldet noch gespielt oder gar Selbstlob. Der T-Roc R überzeugt ohne Wenn und Aber. Unter der Haube arbeitet der aus dem Golf R und Golf Variant R bekannte Zweiliter-Vierzylinder-TSI (300 PS) und einem Drehmoment von satten 400 Newtonmetern. In Kombination mit dem Allradantrieb 4Motion sowie dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) beschleunigt das sportliche SUV in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. In der Spitze wird bei 250 Kilometern pro Stunde elektronisch abgeregelt, so der Hersteller.

Speziell abgestimmt auf den Charakter des Triebwerks ist das DSG. Seidenweich die Übergänge, ohne jede Zugkraftunterbrechung. Wer lieber selbst für Gangwechsel sorgt, der kann das über die griffgünstig liegenden Schaltwippen am Lenkrad oder die separate Gasse der Schaltkulisse tun.

Einerlei wie die Fahrstufen gewechselt werden, die Kraft wird generell auf beide Achsen des serienmäßigen 4Motion-Allradantriebs verteilt - je nach Bedarf und Schlupf in Millisekunden entweder mehr auf die Vorder- oder die Hinterräder. Grundsätzlich haben die Entwickler den Antrieb eher hecklastig ausgelegt, um die Sportlichkeit der R-Version zu betonen.

Die ist auch bei der Abstimmung des Sportfahrwerks (die Karosserie liegt 20 Millimeter tiefer als beim herkömmlichen T-Roc) zu spüren, bei der Leuchter und Solberg ein gewichtiges Wort mitgesprochen haben. Die serienmäßige 4Motion Active Control ermöglicht die Einstellungen von DSG, Gaspedalkennlinie, adaptive Dämpferregelung, Lenkung oder auch automatische Distanzregelung zu variieren. Dafür stehen fünf Fahrprofile zur Wahl.

Zusätzlich gibt es beim T-Roc R den Race Modus. Bei dem lässt sich das elektronische Stabilisierungsprogramm deaktivieren, um beispielsweise auf der Rennstrecke richtig schnelle Rundenzeiten zu erreichen. Die sind zudem aufgrund der kaum vorhandenen Wankbewegungen der Karosserie möglich. Selbst bei richtig flottem Tempo bleibt der Wagen exakt in der vorgegebenen Spur. Die Lenkung gibt jederzeit beste Rückmeldung von der Straße. Für die notwendige Verzögerung sorgt die aus dem Golf R mit Performance-Paket bereits bekannte Hochleistungs-17-Zoll-Bremsanlage.

Am Design eines Autos scheiden sich bekanntlich oft die Geister. Doch mehr als 400.000 Verkäufe in gerade einmal zwei Jahren zeigen, dass das kompakte SUV bei der Kundschaft bestens ankommt. Beim neuen Spitzenmodell der Baureihe wurde viel getan, um die optische Präsenz zu betonen.

Das Gesicht wirkt mit seinem neu gestalteten Kühlergrill, dem muskulös gezeichneten Stoßfänger samt vertikal und weit außen integrierten Tagfahrlichtern, dem Unterfahrschutz sowie den mächtigen Lufteinlässen nicht nur enorm bullig, sondern schon ein bisschen aggressiv. Am Heck fallen die ebenfalls sportiv gestalteten Stoßfänger in Wagenfarbe inklusive optischer Luftauslässe im Oberteil und der R-Diffusor in Kontrastfarbe ins Auge. Dem R-Modell vorbehalten sind außerdem die links und rechts jeweils doppelflutig ausgeführte Abgasanlage, Spiegelkappen in Chromoptik sowie schwarze Bremssättel, auf denen ein weißes R-Logo prangt.

Fahrer und Beifahrer reisen auf höhenverstellbaren Sportsitzen mit Lendenwirbelstützen und breiten Sitzwangen, die guten Seitenhalt bieten. Wie auf den Sitzen prangt auf dem mit Leder bezogenen und unten abgeflachten Multifunktions-Sportlenkrad mit Ziernähten in Kristallgrau das R-Logo. Die Pedalerie glänzt in Edelstahl. Ein Infotainmentsystem mit Telefonschnittstelle samt Bluetooth-Freisprecheinrichtung und USB-Schnittstelle zählen ebenfalls zur Serienausstattung des T-Roc R, der zum Basispreis von 43.995 Euro zu haben ist.

(amv)
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