Neuvorstellung: Der Mitsubishi ASX frisch überarbeitet

Neuvorstellung : Der Mitsubishi ASX frisch überarbeitet

Sorgenfalten sind bei Kolja Rebstock, dem Chef von Mitsubishi in Deutschland, nicht zu entdecken. Für das Unternehmen läuft es derzeit recht gut. Jetzt soll die überarbeitete Ausgabe des Kompakt-SUV Mitsubishi ASX für weiter für steigende Zulassungen sorgen.

Von 2013 bis 2018 kletterte der jährliche Absatz des japanischen Herstellers von 22.222 Fahrzeugen auf 52.196. Inzwischen ist Mitsubishi mit einem Marktanteil von 1,5 Prozent nach Toyota und Mazda der drittgrößte Japaner.

Der ASX tritt mit einem neuen Outfit sowie einem neuen Motor an. Die Designer haben dem SUV eine komplett neu gezeichnete Front mit neuem Grill, anderer Motorhaube sowie umgestaltetem Stoßfänger und Unterfahrschutz angepasst. Damit besitzt das Gesicht des ASX im Modelljahr 2020 einen deutlich markanteren Ausdruck als bisher. Während der Vorgänger noch eher nach Kompaktwagen oder Crossover aussah, ist der aufgefrischte ASX optisch ein richtiger SUV.

Das neue Antriebsaggregat ist ein alter Bekannter, der aus anderen Modellen des japanischen Herstellers bekannte Zweiliter-Benziner mit 150 PS und einem Drehmoment von 195 Newtonmetern (Nm). Das sind spürbare 33 PS und 40 Newtonmeter mehr als das bisher eingesetzte Aggregat auf die Straße gebracht hat.

Eine Leistungssteigerung, die sich auf Anhieb bemerkbar macht. Vom Start weg hängt der ASX gut am Gas, zieht zudem bei Überholmanövern jenseits von Tempo 60 kraftvoll durch. Das gilt selbst dann, wenn statt der serienmäßigen Fünfgang-Schaltung das optionale CVT-Getriebe (ab Intro Edition-Ausstattung für 1500 Euro) die Kraft überträgt. Der für diese Technik bekannte Gummibandeffekt beim Beschleunigen hält sich dank elektronischem Feinschliff in Grenzen, ist allerdings spürbarer als im Outlander, bei dem ein CVT-System neuerer Generation zum Einsatz kommt.

Die 1900 Euro Aufpreis kostende Allradversion des ASX ist grundsätzlich mit der CVT-Automatik kombiniert. Zu der zählen überdies Schaltwippen am Lenkrad sowie ein manueller sechsstufiger Sportmodus. Das Allradsystem mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung an der Hinterachse verteilt das Drehmoment des Motors je nach Schlupf der Räder variabel bis zu 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse. Drei unterschiedliche Fahrmodi - 4WD Auto, 4WD Lock oder 2WD - stehen über einen Drückknopf in der Mittelkonsole zur Wahl.

Ob mit Front- oder mit Allradantrieb - das Fahrwerk des ASX ist eher auf Komfort denn auf sportliche Fortbewegung ausgelegt. Schlechte Wegstrecken werden dementsprechend souverän genommen, ohne dass die Passagiere durchgeschüttelt werden. Auf der anderen Seite sind richtig schnell gefahrene Kurven nicht so das Ding des ASX. Dazu müssten Federung und Dämpfung straffer abgestimmt sein sowie die Lenkung ein wenig direkter reagieren.

Auch der Innenraum bekam wohltuend frische Akzente. Das Cockpit wird von einem Acht-Zoll-Touch-Screen für Navigation und Infotainment bestimmt, die Rundinstrumente für Drehzahl und Tempo sind einwandfrei ablesbar, sämtliche Bedienelemente liegen in Griffweite.

Relativ schnell reagieren sollten Interessenten, wenn sie sich für einen ASX entscheiden. Denn bis Ende Dezember hat Mitsubishi die Editionen Intro und Intro+ mit einem Einführungsrabatt von 3000 Euro im Angebot. Zusätzlich zur bereits recht gut mit unter anderem LED-Scheinwerfern, Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, Audiosystem samt USB-Schnittstelle ausgestatteten Basisversion (20.990 Euro) gibt es dann für 22.990 Euro (Intro+ ab 26.490 Euro) beispielsweise 16 Zoll-Aluräder, ein Navigationssystem mit 6,5-Zoll-Touchscreen, Multifunktionslenkrad, Rückfahrkamera, Sitzheizung vorn und Tempomat.

(amv)
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