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München: Dachboxen für das große Gepäck richtig wählen

München : Dachboxen für das große Gepäck richtig wählen

Bei Wintersportlern kommt für den Trip in den Schnee vielfach eine Dachbox zum Einsatz. Ein solcher Gepäckbehälter vergrößert den Laderaum mit bis zu 500 Litern Inhalt enorm.

„Außerdem ist in den wenigsten Wagen möglich, Skier und Snowboards im Innenraum zu transportieren, wenn Passagiere auf der Rückbank sitzen“, schildert Patrick Pöppl von TÜV Süd in München seine Erfahrungen. Zudem sind die sogenannten Durchreichen für Ski meist nur für ein einziges Paar Ski groß genug.

Doch vor dem Einsatz des getoppten Gepäckabteils sollte man sicherstellen, dass Fahrzeug und Box zusammenpassen. Eine Dachbox besteht aus einer Box und dem Trägersystem. „Diese Befestigungselemente sind fahrzeugspezifisch, deswegen immer erst erkundigen, welches Trägersystem zum Auto passt“, rät der TÜV Süd-Fachmann.

Den richtigen Dachträger samt Befestigung für das eigene Auto zu finden ist meist unproblematisch. „Auf den Internetseiten der namhaften Hersteller kann man sich in aller Regel bis zum gewünschten Fahrzeugtyp durchklicken, um das dazu passende System zu ermitteln“, weiß Pöppl.

Das Gepäck sollte in der Box gleichmäßig verteilt und die zulässige Dachlast nicht überschritten werden. Die mögliche Zuladung lässt sich zwar aus den Angaben im Fahrzeugschein als Differenz aus dem Gesamtgewicht und dem Leergewicht errechnen. Doch der Teufel steckt im Detail. Der TÜV Süd-Fachmann: „Die maximal zulässige Dachlast für Personenwagen ist nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen.“ Sie findet sich vielmehr in der Bedienungsanleitung und beträgt je nach Fahrzeugtyp üblicherweise zwischen 50 und 100 Kilogramm.

Grundsätzlich sollte man schwere Gegenstände im Fahrzeug und nicht in der Dachbox transportieren. Die zusätzliche Ladung muss so verstaut und gesichert werden, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen oder herabfallen kann (Paragraf 22 StVO). „In der Spitze verstaute Funktionsbekleidung beispielsweise verringert das Risiko von Beschädigungen durch Vollbremsungen. Fangnetze, Spanngurte im Innenraum der Transportbehälter geben zusätzliche Sicherheit“, empfiehlt Pöppl.

Bei kaum gefüllten Boxen sollten feste Gegenstände wie Ski und Skistiefel fixiert werden. Das dient der Sicherheit und verhindert Poltergeräusche während der Fahrt. Einkalkulieren sollte man unterwegs auch, dass sich Fahrverhalten und -geräusche ändern.

Selbst wenn in der Bedienungsanleitung der Träger nicht eigens darauf hingewiesen wird, sollte man möglichst nie die Autobahnrichtgeschwindigkeit von Tempo 130 überschreiten, legt Pöppl Autofahrern schließlich ans Herz und fügt einen Tipp an: „Vergessen Sie nie Ihre Ladung auf dem Dach. Sonst kann das Einfahren in eine Garage oder Parkhaus ausgesprochen teuer werden.“

(amv)