Regelmäßiger Werkstattbesuch hilft: Bremsen brauchen Wartung und Pflege

Regelmäßiger Werkstattbesuch hilft : Bremsen brauchen Wartung und Pflege

Die hohe Schule des Autofahrens zeigt sich beim Bremsen. Rennfahrer treiben diese Fertigkeit auf die Spitze, um in Kurven möglichst wenig Tempo zu verlieren und möglichst rasch wieder zu beschleunigen.

Im Alltag ist solches Geschick nicht gefragt, „aber ein bisschen Wissen um Funktion und Technik ist sicher nützlich“, ist Eberhard Lang von TÜV Süd überzeugt. Wer seinen Wagen regelmäßig warten lässt, muss sich um den Zustand des Bremssystems üblicherweise keine Gedanken machen. Wer sich allerdings nicht sicher ist, sollte eine Werkstatt oder eine technische Prüfstelle ansteuern, wo Experten einen intensiven Blick auf die Bremsen werfen und deren Wirkung auf dem Prüfstand testen.

„Das gilt nicht nur, wenn die jährliche Urlaubsreise ansteht“, gibt Lang zu bedenken: „Die Bremsanlage ist für die Fahrzeugsicherheit und die der Insassen essenziell und Wartungsarbeiten sind nichts für Hobbyschrauber oder etwas, das man auf einem Parkplatz erledigt.“ Wie häufig Bremsscheiben oder -beläge gewechselt werden müssen, ist pauschal schwer zu sagen. Grund dafür ist, dass besonders die Fahrweise einen großen Einfluss auf die tatsächliche Lebensdauer hat.

„Grundsätzlich sollte die Bremsflüssigkeit nach Herstellervorgaben gegen eine neue Befüllung ausgetauscht und dabei die Bremsanlage durchgespült, also von Schmutz gereinigt werden“, empfiehlt der TÜV Süd-Fachmann. Ein rechtzeitiger Wechsel ist wichtig, weil das Bremsöl hygroskopisch ist. Sprich: Es absorbiert Feuchtigkeit aus der Luft und verringert dadurch seine Hitzebeständigkeit. Hohe Bremstemperaturen etwa bei Bergfahrten können das in der Bremsflüssigkeit eingeschlossene Wasser zum Sieden bringen und damit die Bremswirkung erheblich beeinträchtigen bis hin zum Totalausfall der Bremse.

Damit das Bremssystem beispielsweise immer prompt anspricht und zuverlässig funktioniert, braucht es Wartung. In vielen modernen Fahrzeugen gibt es inzwischen eine elektronische Anzeige, die auf drohenden Verschleiß der Bremsbeläge aufmerksam macht. „Wenn ein Kreischen davon zeugt, dass Metall auf Metall reibt, ist es zu spät”, warnt der TÜV Süd-Sachverständige. Autobesitzer, die ihr Fahrzeug turnusgemäß warten lassen, brauchen sich weniger Gedanken zu machen.

(amv)
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