München: BMW Fünfer: Jetzt auch zum Segeln

München: BMW Fünfer: Jetzt auch zum Segeln

Mercedes hat seine E-Klasse renoviert. Nach der wohl teuersten Modellpflege (werksintern Mopf genannt) des Unternehmens stehen E-Klasse-Kunden gegen entsprechende Aufpreise viele Assistenzsysteme der künftigen S-Klasse zur Verfügung. Und genau da rüstet BMW nun auch bei seiner Fünfer-Baureihe nach.

Die Frischekur beim 5er dient weniger der Optik als der Technik. Xenon-Scheinwerfer gehören nun zur Serienausstattung aller Modelle. Gegen Aufpreis sind erstmals Adaptive LED-Scheinwerfer sowie LED-Nebelscheinwerfer erhältlich. Die seitlichen Blinkleuchten sind in die Außenspiegel integriert.

Ebenfalls neu in der BMW 5er Reihe: Die BMW Luxury Line und die BMW Modern Line mit jeweils exklusiven Design- und Ausstattungsmerkmalen. Zudem wird ein jeweils modellspezifisches M-Sportpaket offeriert, teilte BMW in München mit. Durch zahlreiche Detailoptimierungen bei allen Varianten der BMW 5er Reihe seien „zum Teil erheblich reduzierte Verbrauchswerte bei gleichbleibend sportlichen und für einige Modelle sogar noch einmal verbesserten Fahrleistungen“ erzielt worden.

Zu den Spritspar-Kniffen gehört „Segeln“: Nimmt der Fahrer bei Tempo 50 bis 160 Kilometer pro Stunde den Fuß vom Gaspedal, wird bei den Automatikversionen der Antriebsstrang abgekoppelt. Dann rollt der 5er leichter, weiter, verbraucht weniger Sprit. Dem Sparen dient auch dies: Vor Kurven und bei Geschwindigkeitsbegrenzungen weist der Vorausschauassistent den Fahrer darauf hin, wann der beste Zeitpunkt zum Gaswegnehmen gekommen ist.

Die Diesel-Modelle werden fortan serienmäßig mit der sogenannten BluePerformance Technologie zur Reduzierung der Stickoxid-Emissionen ausgestattet. Mit der neuen Modellgeneration erweitert BMW auch das Antriebsportfolio. Als neues Einstiegsdieselmodell wird der BMW 518d angeboten (143 PS). Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer Doppelturbo-V8-Antrieb mit 450 PS. Insgesamt umfasst das Motorenprogramm für Limousine und Touring jetzt vier Benzin- und sechs Dieselantriebe.

Zudem legt BMW bei der elektronischen Ausrüstung nach und - glaubt man dem Hersteller - „ermöglicht intelligente Vernetzung auf weltweit einzigartigem Niveau und wird dadurch zum Maßstab bei der Nutzung von Büroanwendungen im Fahrzeug“ . Car-Office statt Home-Office, das allerdings sollte man dann wohl nur auf dem Parkplatz betreiben oder wenn man einen Chauffeur hat.

(amv)