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Fiat Panda Trussardi: Bestseller überzeut mit modernem Design

Fiat Panda Trussardi : Bestseller überzeut mit modernem Design

Es hat sich viel gewandelt, seit Giorgio Giugiaro 1980 das „Haushaltsgerät auf Rädern“- den Fiat Panda - präsentierte. Und so wundert es nicht, dass der italienische Hersteller nun in Zeiten von Instagram und Glamour seinen kleinen Bestseller in seiner dritten Generation mit modischen und technischen Tupfern anbietet.

An der Gestaltung der neu akzentuierten Version waren Designer der Lifestyle-Marke Trussardi beteiligt. Eine Besonderheit des Stylings sind Sitzbezüge, die braune Textil- mit schwarzen Lederelementen kombinieren. Dazu gibt es eine passende, kaffeebraune Außenlackierung in Mattausführung. Das Windhund-Logo von Trussardi ziert die hinteren Seitenscheiben sowie die Nabenkappen der Leichtmetallräder, der Schriftzug Trussardi findet sich auf den Rammschutzleisten der hinteren Türen. In Schwarz gehalten sind unter anderem die 15-Zoll-Leichtmetallräder, die Radlaufverkleidungen, der Motorunterfahrschutz, der hintere Stoßfänger, die Abdeckkappen der Außenspiegel und die Dachreling.

Alles in allem präsentiert sich der Panda in einem gekonnten Stilmix aus Cross-Look und Eleganz. Zum Ausstattungsumfang gehört das Infotainmentsystem Uconnect. Einzig verfügbare Motorisierung für den 15.400 Euro teuren Panda Trussardi ist der 1,2-Liter-Benziner mit 69 PS. Mit einigen Extras wie City-Notbremsassistent (190 Euro) oder einem „Raucherkit“ (40 Euro) addieren sich in der Testwagenvariante 17.070 Euro beisammen.

Durch die geringen Außenmaße zeigt sich der Panda vor allem im Stadtverkehr sehr handlich. Er wird serienmäßig als Fünftürer ausgeliefert. Mit einem Volumen von 220 Litern ist der Kofferraum großzügig bemessen. Bei umgeklappter Rücksitzbank stehen 440 Liter zur Verfügung. Durch das steile Heck kann der Panda auch gut bis zum Dach beladen werden. Allerdings: beim Einladen muss eine Ladekante von 68 Zentimeter überwunden werden, beim Ausladen ist sie 17 Zentimeter hoch. Für Fahrer und Beifahrer sind die Sitzverhältnisse akzeptabel, im Fond geht es klassentypisch beengter zu.

Die Bedienung des Panda ist einfach. Ohne große Eingewöhnung kommt man mit ihm schnell zurecht. Das Lenkrad lässt sich in der Höhe, aber nicht in der Entfernung zum Fahrer einstellen. Nicht ganz optimal ist die Instrumentierung. Je nach Lichteinstrahlung erweist sich das Ablesen als schwierig. Einige Detaillösung verraten, dass der Panda doch ein bisschen in die Jahre gekommen ist. So ist der Bildschirm des Infotainmentsystems vergleichsweise klein und pixelig, die Tasten für die elektrischen Fensterheber sind in der Mittelkonsole und nicht in den Türen platziert. Viel Kraft erfordert die Höheneinstellung des Fahrersitzes. Insgesamt gibt es zu wenige und gut nutzbare Ablagen.

In seinem bevorzugten Habitat zeigt sich der kleine 1,2-Liter-Benziner agil und drehfreudig. Schaltet man fleißig und hält den Motor auf Drehzahl, so wird man mit spritzigem Fahrverhalten belohnt. Die Abstufungen des Fünfgang-Getriebes passen gut zur Leistungscharakteristik des Motors. Als Höchstgeschwindigkeit nennt Fiat etwa über 160 Kilometer pro Stunde (km/h), für den Sprint von null auf 100 km/h etwas über 14 Sekunden. Je 100 Kilometer sollte man mit einem Verbrauch von rund sechs Litern rechnen.

Landstraßen handelsüblicher Qualität meistert der Panda angenehm und filtert dabei vieles weg. Auf vermeintlich ebener Autobahn wiederum legt er ohne erkennbaren Anlass mitunter ein Stuckern an den Tag, das an schlecht ausgewuchtete Räder denken lässt. Zu fahrdynamischen Extratouren animiert der Panda auch aufgrund seiner wenig mitteilsamen Lenkung nicht. Ein kleiner Gag: sie verändert sich auf Knopfdruck und so lässt sich der Panda mit den sprichwörtlichen zwei Fingern einparken.

(amv)